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Ursachen der Preisentwicklungen bei Erdgas und Strom

Konjunktur und Großhandelspreise

Die Großhandelspreise, zu denen die Energieversorger einkaufen, sind für sämtliche Energieträger (Erdgas, Strom, Kohle und Rohöl) rasant gestiegen.

Doch warum müssen Energieversorger Strom und Erdgas überhaupt teurer einkaufen?
Kurz gesagt: Weil Angebot und Nachfrage an den Energiemärkten derzeit nicht im Gleichgewicht sind. Die Hintergründe dafür erläutern wir nachfolgend.

Erdgaspreise auf Rekordhoch

Die Erdgaspreise befinden sich derzeit anhaltend auf einem sehr hohen Niveau. Der Preis, den Energieversorger an den Energiemärkten bezahlen, hat sich binnen eines Jahres mehr als verdreifacht.

Ursachen und Hintergründe:

  • Gestiegene Nachfrage: Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung, der nach dem Corona-Einbruch eingesetzt hat, ist die Nachfrage nach Gas weltweit stark gestiegen. Kühle Temperaturprognosen beflügeln die Nachfrage zusätzlich.
  • Verknapptes Angebot: Die Gasspeicher in Deutschland weisen infolge des letzten langen Winters und eines kühlen Frühjahrs nach wie vor historisch niedrige Füllstände auf. Die Wiederbefüllung hat spät und auf niedrigem Niveau begonnen, sie verknappt das Angebot derzeit zusätzlich.
  • Nord Stream 2: Nach wie vor ist unklar, wann die Ostseepipeline Nord Stream 2 in Betrieb geht. Die Zertifizierung durch die Bundesnetzagentur ist ausgesetzt. Fest steht, dass für den Winter 2021/2022 nicht mehr mit einer Genehmigung zu rechnen ist.
     

Preiszusammensetzung

Neben den Beschaffungspreisen, die die Kosten für die Energieerzeugung abdecken, besteht Ihr Erdgaspreis aus folgenden Bestandteilen:

  • Netznutzungsentgelte
  • Kosten für Vertrieb und Abrechnung
  • Steuern und Abgaben

Bei den Steuern und Abgaben ist die zum 1. Januar 2021 in Kraft getretene CO2-Abgabe ein wesentlicher Faktor. Sie soll dazu beitragen, die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Nähere Informationen zur CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) finden Sie hier.

Quelle MONTANA, Stand: September 2021

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