Energie Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe auf einen Blick

Fachwissen kompakt und verständlich erklärt. Das MONTANA Energie-ABC bietet Ihnen die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund um das Thema Energie.

A
  • Abgas
    Beim Verbrennungsprozess werden gasförmige Verbrennungsprodukte freigesetzt, welche schließlich über das Gasgerät entweichen. Diese Gase werden als Abgase bezeichnet. Man unterteilt Abgase in zwei verschieden Gruppen: feuchte und trockene Abgase. Dabei beherbergen feuchte Abgase Wasserdampf. Abgase beinhalten im Wesentlichen den bereits erwähnten Wasserdampf, Stickstoff, Sauerstoff und Kohlendioxid.
  • Abgas-Absperreinrichtung
    ist eine thermisch-gesteuerte oder mechanisch betätigte Klappe im Abgasweg. Diese ist lediglich bei Betrieb der Gasfeuerstätte geöffnet, ansonsten befindet sie sich jedoch in geschlossenem Zustand.
  • Abgasanlage
    Eine Abgasanlage dient der Abführung von Abgasen der Gasfeuerstätte ins Freie. Generell setzt sich eine Abgasanlage aus einem Verbindungsstück (Abgasrohr) und dem Schornstein oder einer Abgasleitung und ggf. dem zugehörigen hinterlüfteten Schacht zusammen.
  • Abgasleitung
    bezeichnet eine Leitung, in der Abgas unter Unterdruck oder Überdruck abgeführt wird.
  • Abgastemperatur
    Stellt die Temperatur der Abgase von Gasgeräten dar. Der Betrag erweist sich u. a. als abhängig von Messort, Feuerungsanlage und Feuerführung. Die Abgastemperatur wird zur Ermittlung des Abgasverlustes benötigt. Die Abgastemperaturmessung wird im Verbindungsstück (Abgasrohr) des Gasgerätes an der Messöffnung im Kern des Abgasstromes (heißester Punkt im Querschnitt) vollzogen.
  • Abgasverlust
    Energiemenge der zugeführten Energie, welche als Wärme durch die Abgasanlage entweicht. Die zulässigen Höchstwerte sind in der 1. BImSchV festgelegt. Das Schornsteinfegerhandwerk prüft jährlich die Einhaltung der Grenzwerte jener Anlagen, welche eine Nennwärmeleistung von 11 KW aufweisen.
  • Abgasüberwachungseinrichtung
    Die Abgasüberwachungseinrichtung ist Bestandteil des Gasgerätes. Diese bricht die Gaszufuhr bei Abgasaustritt aus der Strömungssicherung in den Aufstellraum selbsttätig ab.
  • Abluft
    Unter Abluft versteht man die aus einem Raum abströmende Luft.
  • Abpinseln
    bezeichnet das Verfahren von Dichtheitsprüfungen an Gasinstallationsleitungen mittels einer schaumbildenden Substanz. Dabei ergibt sich aufgrund des austretenden Gases an undichten Stellen eine Blasenbildung, welche von außen sichtbar ist.
  • Absauganlage
    ist eine Einrichtung, welche der mechanischen Abführung von Abgasen dient.
  • Abwärme
    Nicht genutzte Wärme, die bei Energieumwandlung entsteht. Sie kann oftmals zum Heizen und zur Erwärmung von Trink- oder Brauchwasser genutzt werden.
  • Abzweigleitung
    Die Abzweigleitung ist der von der Verbrauchsleitung zur Geräteanschlussarmatur führende Leitungsteil einer Gasinstallation. Sie dient lediglich der Versorgung eines Gasgerätes.
  • Alternative Energien
    Bezeichnet alle nicht auf fossilen Brennstoffen basierenden Energieformen. Diese sind z. B. Solarenergie, Wasser- und Windkraft.
  • Amortisationsdauer
    Das ist der Zeitpunkt, ab dem das investierte Kapital durch die eingesparten Kosten erwirtschaftet ist. Statische Amortisation = Investition / eingesparte Kosten. Bei der dynamischen Amortisaton werden Verzinsung und zeitliche Einflüsse berücksichtigt.
  • Ampère
    Die Menge der Elektronen, die pro Sekunde durch den Stromdraht strömen (=Stromstärke) misst man in "Ampère" - abgekürzt A.
  • Anbohrgerät
    Mittels eines Anbohrgerätes werden Abzweige an einer unter Druck stehenden, also mit Erdgas gefüllten Rohrleitung hergestellt. Dabei muss die Gasversorgung nicht gestoppt werden. Die Technik findet beispielsweise bei der Anschließung neuer Gasabnehmer an eine bestehende Erdgasleitung Verwendung.
  • Arbeitspreis
    Der Arbeitspreis setzt sich aus dem Energiepreis, Vertriebskosten, Dienstleistungserstellungen, Netzentgelten, Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen. Die Abrechnung erfolgt zumeist in Cent pro Kilowattstunde.
  • Atomenergie
    Die Atomkerne radioaktiver Stoffe werden in einem Kessel, den man auch Reaktor nennt, gespalten. Durch diese Spaltung wird eine große Menge Wärmeenergie freigesetzt. Diese Wärme bringt dann Wasser zum Kochen, wodurch Dampf entsteht. Dieser Dampf wiederum setzt Turbinen in Bewegung. Die mechanische Energie der Turbinen wird dann von einem Generator in elektrische Energie umgewandelt.
  • Aufwandszahl
    Die Aufwandszahl beschreibt das Verhältnis zwischen dem Aufwand an Primärenergie und der durch deren Umwandlung erzeugten Heiz- und Wasserwärme. Je kleiner die Aufwandszahl, desto effizienter ist das Heizungssystem.
B
  • Balgengaszähler
    Der Balgengaszähler ist ein sogenannter Verdrängungsmesszähler. Die Messung erfolgt durch das periodische Füllen und Entleeren der Messkammern, welche durch Membranen voneinander separiert sind.
  • Bar
    Bar bzw. „mbar“ ist die in der Gastechnik benutzte Druckeinheit. Nach den SI-Einheiten ist Pascal [Pa] die Vorzugseinheit für Druck.
  • Baukostenzuschuss
    Das Gasversorgungsunternehmen verfügt über die Berechtigung, einen angemessenen Baukostenzuschuss von den Anschlussnehmern einzufordern, welcher der partiellen Abdeckung der bei der wirtschaftlichen Betriebsführung notwendigen Kosten für die Erstellung bzw. Verstärkung der Verteilungsanlagen der örtlichen Versorgung dient. Dies gilt jedoch nur, sofern diese ausschließlich dem Anschluss zugeordneten Versorgungsbereich entsprechen.
  • Belastung
    Die Belastung eines Gasgerätes stellt den im Gas zugeführten Energiestrom in kW oder in kJ/s dar, der Wert bezieht sich hierbei auf den Heizwert.
  • Benutzungsdauer
    Sie gibt an, wie viele Stunden ein Endverbraucher das elektrische Netz tatsächlich benutzt hat. Diese wird gemäß folgender Formel berechnet: H = Arbeit (kWh) / Pmax (kW) Also der Quotient aus der pro Jahr entnommenen oder eingespeisten elektrischen Arbeit und der im gleichen Zeitraum höchsten Entnahmeleistung. Die Benutzungsdauer wird in Stunden (h) gemessen.
  • Bereitschaftsverluste
    Bezeichnet den Energieverbrauch, um Maschinen und Anlagen in Betriebsbereitschaft zu halten, ohne dass sie ihre Verwendungszweck nutzen.
  • Betriebsbehälter
    Bei Betriebsbehältern handelt es sich um Druckgasbehälter. Diesen wird, während sich die Gasgeräte in aktivem Zustand befinden, Flüssigkeit entnommen.
  • Bilanzierungsumlage (ehem. Regelenergieumlage)
    Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird eine Bilanzierungsumlage erhoben.
  • Bioenergie
    Energie die aus Biomasse gewonnen wird.
  • Biogas
    Gas z. B. aus Bioabfallvergärungsanlagen. Dieses findet Verendung zur Erzeugung von Strom und Wärme. Biogas entsteht bei der bakteriellen Zerstörung von organischen Stoffen. Es setzt sich vorwiegend aus Methan (ca. 60 %) Kohlendioxid (ca. 35 %) sowie Stickstoff, Wasserstoff und Schwefelwasserstoff zusammen. Bevor es als Brenngas benutzt werden kann, bedarf es einer entsprechenden Aufbereitung.
  • Biogas-Anlage
    Als Basismaterial für Biogas-Anlagen dient Biomasse (Pflanzen, wie Raps, Hirse, Gras und Mais). Diese Pflanzen werden durch spezielle Methanbakterien unter Ausschluss von Sauerstoff in vier Phasen abgebaut. Dabei produzieren die Bakterien zu rund zwei Drittel Methan, daneben Kohlenstoffdioxid und eine Menge weiterer Gase. Je höher der Methananteil, desto energiereicher das Biogas. Die Behälter, in denen die Biomasse ohne Sauerstoff gelagert wird, nennt man Fermenter. In diesen Fermentern wird die Biomasse während einer Faulzeit von ca. 40 - 60 Tagen von Bakterien und Mikroorganismen in Biogas umgesetzt. moderne Fermenter sind geschlossene Systeme, von denen keine Geruchsbelästigung ausgeht. Bislang wurden hauptsächlich Gülle und Bioabfälle zur Erzeugung von Biogas verwendet. Nach der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) werden zunehmend Nachwachsende Rohstoffe, wie Mais, Getreide oder Gülle eingesetzt. Diese verfügen über einen höheren Energiegehalt und werden ausschließlich zur Verwendung in einer Biogasanlage auf landwirtschaftlicher Ebene angebaut.
  • Biokraftstoffe
    Biokraftstoffe (Biodiesel, Bioethanol, Biogas) sind flüssige oder gasförmige Kraftstoffe, die man aus Biomasse herstellt und welche in verschiedenen Typen von Verbrennungsmotoren benutzt werden können.
  • Biomasse
    Unter Biomasse versteht man sämtliche durch Tiere oder Pflanzen erzeugte organische Substanzen. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken - also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung - differenziert man nachwachsende Rohstoffe (Energiepflanzen) von organischem Abfall.
  • Bivalent
    In Bezug auf Fahrzeuge beschreibt der Begriff „bivalent“ ein solches, das mit Erdgas sowie einer weiteren Kraftstoffart betrieben werden kann.
  • Blindarbeit
    Multipliziert man die Blindleistung mit einer definierten Zeitspanne, so erhält man die Blindarbeit. Einheit: kvarh
  • Blindarbeitskosten
    Sind die Kosten, die für die Blindarbeit bezahlt werden müssen.
  • Blindleistung
    Die Blindleistung ist der Anteil der elektrischen Leistung, der nicht in Nutzenergie umgewandelt, sondern zum Aufbau elektromagnetischer und elektrischer Felder nötig wird. Bei überwiegend magnetischen Feldern ( z.B. bei Motoren) spricht man von induktiver Blindleistung - bei überwiegend elektrischen Feldern (z.B. im Leistungsnetz) von kapazitiver Blindleistung.
  • Blindleistungskompensation
    Hierbei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Vermeidung von Blindarbeit. Zur Kompensation von Blindleistung kommen i.d.R. Kondensatoren zum Einsatz. Mit Kondensatoren kann Blindleistung fast verlustfrei kompensiert werden.
  • Blockheizkraftwerk
    Die Funktionsweise eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) geht dem ressourcenschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nach. Demnach erfolgt die Strom- und Wärmeproduktion mit einem Gesamtwirkungsgrad von 80 % bis 90 %. Generell besteht ein BHKW aus einem Verbrennungsmotor mit einem nachgeschaltetem Generator. Die Abgase des Motors sowie das aufgeheizte Kühlwasser dienen zu Heizzwecken. Hingegen wird Strom durch den mit dem erdgasbetriebenen Verbrennungsmotor direkt gekoppelten Generator erzeugt. Auch andere Brennstoffe, wie z. B. Flüssiggas, Biogas, Deponiegas oder Heizöl eignen sich zum Betrieb von BHKWs.
  • Blower-Door-Test
    Gemeint ist ein Differenzdruck-Messverfahren, bei dem die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen wird. Es dient dazu Undichtigkeiten in der Gebäudehülle aufzuspüren und die dadurch entstandenen Wärmeverluste zu bestimmen.
  • Bohrung
    Um das in geologischen Strukturen eingeschlossenen Erdgas zu fördern, werden Bohrungen bis zu den Lagerstätten durchgeführt. Die Bohrungen werden überwiegend in einem so genannten Rotary – Bohrverfahren ausgeführt. Dabei wird ein drehender Meißel (rotierend) an einem Gestänge in das Erdreich eingebracht. Je tiefer die Bohrung wird, umso mehr Gestängerohre werden als Verlängerung angeschraubt. Die einzelnen Gestängerohre haben dabei eine Länge von 9 m. Bei den Bohrungen werden etwa 50 - 250 Umdrehungen erreicht. Das Bohrgestänge hängt an einem Flaschenzug, der an der Turmkrone des 30 m - 40 m hohen Bohrturms hängt. Im Inneren des Bohrgestänges wird Spülflüssigkeit übertragen, die zum Austrag des Bohrkleins (aufgebohrtes Bodenmaterial) und zur Kühlung des Meißels verwendet wird. Die Bohrlochwand wird mit Zementschlamm verfestigt, um Futterrohr zu verankern und das Eindringen von Öl und Gas zu verhindern. Nach dem Abschluss der Bohrungen wird ein Steigrohr installiert und mit Gummimanschetten gegen das umgebende Gebirge abgedichtet. Danach wird mit einer Perforationskanone (Stahlrohr mit mehreren Sprengladungen) die Öffnung zwischen der Erdgaslagerstätte und dem Steigrohr hergestellt. Das Erdgas tritt mit Überdruck in das Steigrohr und kann gefördert werden. Die Förderung erfolgt auf sogenannten Bohrinseln mit einer schwimmenden Plattform, auf welcher sich der Bohrturm befindet. Die Bohrinsel ist bis zu einer Wassertiefe von ca. 100 m mit Stützbeinen und bis 300 m als Halbtaucher ausgebildet. Bei der Halbtaucherausführung ist aus Stabilitätsgründen der größere Teil unter Wasser und mit Ankern am Meeresgrund befestigt. Bis zu einer Wassertiefe von 3000 m werden Bohrschiffe eingesetzt, die mittels computergesteuerter Schiffsantriebe auf Position gehalten werden.
  • Brenner
    Bestandteil eines Gasgerätes. Der Brenner setzt die im Brennstoff gebundene Energie durch Verbrennung mit Luftsauerstoff in Wärme um. Diese kann direkt aber auch indirekt verwendet werden. Respektive der Verbrennungsluftzuführungsart differenziert man in atmosphärische Brenner und Gebläsebrenner.
  • Brennerarten
    Man unterscheidet Gasbrenner ohne Vormischung des Verbrennungsmittels von solchen mit Vormischung des Verbrennungsmittels (Luft). Brenner ohne Vormischung von Brenngas und Luft vor dem Brennermund definiert man als Parallelstrombrenner bzw. einfache Rohrbrenner. Brenner mit Vormischung von z. B. Brenngas und Luft vor dem Brennermund sind z. B. Injektorbrenner (Bunsenbrenner, atmosphärische Gasbrenner) und Gasgebläsebrenner.
  • Brenngas
    Brenngase sind Gase oder Gasgemische die in einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff oder Luft brennbar sind. Sie werden hauptsächlich zur Wärmeerzeugung oder für industrielle Zwecke eingesetzt. Brenngas sind z. B. Erdgas, Propan, Butan, Wasserstoff.
  • Brennstoffzellen
    In einer Brennstoffzelle wird die an den Brennstoff gebundene chemische Energie direkt und ohne Umweg in elektrische und thermische Energie umgewandelt.
  • Brennwert
    Der Brennwert (Ho,n) eines Gases ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeters Gas - gerechnet im Normzustand – frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte bei gleichbleibendem Druck eine Temperatur von 25° C haben und das bei der Verbrennung entstandene Wasser flüssig vorliegt.
  • Brennwertgerät
    Gasgerät zur Beheizung oder Warmwasserbereitung, in dem die fühlbare Wärme des Verbrennungsgases und zusätzlich Kondensationswärme des im Verbrennungsgas enthaltenen Wasserdampfes genutzt wird.
  • Brennwerttechnik
    unter Brennwerttechnik versteht man das herunterkühlen des Abgases bis zur Kondensationsbildung. Die dabei freigesetzte Energie, die Kondensationswärme, wird dem Heizkreislauf zugeführt. Durch diese Technik kann der Wirkungsgrad eines Heizsystems mit dem Wärmeträger Erdgas theoretisch um 11% erhöht werden. Dadurch verbessert sich auch der gesamte Jahresnutzungsgrad des Systems.
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz
    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz – BimSchG – Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen, stellt ein wichtiges Gesetz auf dem Gebiet des Umweltschutzes dar. Intention des Gesetzes ist es, Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre, Kulturgüter und Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen Schutz zu bieten, welche durch Immissionen hervorgerufen werden, sowie dem Aufkommen schädlicher Umwelteinwirkungen präventiv entgegenzuwirken. Seine Umsetzungen findet das Gesetz über sogenannte Verordnungen. Für Gasanlagen erweist sich u. a. die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Kleinfeuerungsanl. – 1. BimSchV) als bedeutend. (Siehe auch Gesetze, Verordnungen)
  • Bundesstelle für Energieeffizienz
    Sie trägt die Gesamtverantwortung für die Aufsicht über die Erreichung der in der EU-Energieeffizienz-Richtlinie festgelegten Ziele. Sie ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) angesiedelt.
  • Butan
    Butan ist ein Brenngas, das eine Art Flüssiggas nach DIN 51622 ist. Als Einzelgas C4H10 weist es folgende wichtige Daten aus: Dichte des flüssigen Gases: 0,60 kg/1 bei 0° C Normdichte des Gases: 2,59 kg/m³ Brennwert: 13,74 kWh/kg Heizwert: 12,69 kWh/kg Zündgrenzen: 1,4 - 9,3 Vol.% Zündtemperatur: 400° C Theoretischer Luftbedarf: 32,31 m³/m³ Theoretische Verbrennungsgasmenge, feucht: 34,71 m³/m³ Maximaler CO2-Gehalt: 14,1 Vol.%
C
  • CE-Zeichen
    Das Kürzel CE steht für „Communautè Europèenne“ (frz.: Europäische Gemeinschaft). Es zeichnet Produkte aus, die den EG-Richtlinien (diese beinhalten z. B. grundlegende Sicherheitsanforderungen). Seit dem 1. Januar 1998 dürfen nur noch jene den EU-Richtlinien Folge leistenden Gasgeräte auf den Markt gebracht werden. Jedoch handelt es sich bei dem CE-Zeichen meist nur um eine Aussage des Herstellers. Deshalb ist das CE-Zeichen nicht als Prüfzeichen anzusehen. Verfügt die CE-Zeichnung allerdings über eine 4-stellige Nummer, lässt dies darauf schließen, dass eine unabhängige Prüfleistungsstelle herangezogen wurde. Damit verfügt das CE-Zeichen schließlich über eine sogenannte Prüfzeichenqualität.
  • CNG
    Erdgas wird seit einigen Jahren auch verstärkt als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge verwendet und in diesem Zusammenhang wegen seiner komprimierten und verflüssigten Form als CNG Compressed Natural Gas (komprimiertes Erdgas) bezeichnet. Erdgastankstellen entnehmen das Gas dem Erdgasnetz und komprimieren es auf einen Druck von 200 bar.
  • CNG-Zapfsäule
    Eine CNG-Zapfsäule dient zur Betankung von Erdgasfahrzeugen und stellt also eine Kompressorstation dar.
  • CO
    Kohlenmonoxid (CO) resultiert aus der chemischen Verbindung von Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung, z. B. von kohlenstoffhaltigen Stoffen. Da es sich anstelle des Sauerstoffs mit den roten Blutkörperchen verbindet, stellt es eine Blockade für die Sauerstoffaufnahme durch das Blut dar. Es wirkt sich bereits in geringer Konzentration gesundheitsschädigend aus.
  • CO2
    Kohlendioxid (CO2) ist ein farbloses, nicht brennbares Gas. Es entsteht als Reaktionsprodukt von Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). CO2 ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. Die Zunahme von CO2 Emissionen führt, laut Experten, zum Treibhauseffekt.
  • Ceran
    Ceran ist ein international geschützter Markenname für Kochflächen von Elektro- oder Gasherden aus Glaskeramik.
  • Contracting
    Contracting ist ein Vertragsverhältnis, bei dem das ausführende Unternehmen (Contractor) die Beratung, Planung, Finanzierung, Bauausführung und/ oder den laufenden Betrieb einer Anlage übernimmt. Die erzeugte Nutzenergie wird an den Kunden geliefert.
D
  • Doppeltarifzähler
    Doppeltarifzähler - auch Zweitarifzähler genannt - erfassen den Stromverbrauch mit Hilfe von zwei Zählwerken. Der Doppeltarifzähler kommt immer dort zum Einsatz, wo Kunden einen Hochtarif (HT) und einen Niedertarif (NT) nutzen. Das können beispielsweise Wärmepumpen-Besitzer oder Betreiber von Nachtstromheizungen sein. Der Doppeltarifzähler unterteilt so den Stromverbrauch in zwei zeitabhängige Tarife, die jeweis mit einem eigenen Kilowattpreis abgerechnet werden. Die beiden Zählwerke zeichen diese getrennt voneinander auf, so dass die Kosten korrekt saldiert werden können. In Abhängigkeit zur Tageszeit schaltet der Doppeltarifzähler zwischen den Zählwerken hin und her. Die Tarifumschaltung ist im Gerät programmiert. In der Regel misst das Zählwerk 1 den Stromverbrauch zwischen 6:00 und 22:00 Uhr (Hochtarif), wohingegen das andere Zählwerk den Niedertarif in den verbleibenden Stunden misst.
  • Dynamo
    Ein kleiner Generator, der Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt.
E
  • EEG-Umlage
    Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien sollen dafür sorgen, dass der Anteil vom Strom aus Wind, Wasserkraft, Sonne,Erdwärme, Biomasse, Deponie-, Klär- oder Grubengas sukzessive steigt. Um Anreize zu schaffen garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz den Anlagenbetreiber die sogenannte Einspeisevergütung ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme für 20 Jahre - sie ist also nicht Angebot und Nachfrage überlassen. Die entstehenden Mehrkosten werden über die Stromrechnung, nach festgelegten Regeln, auf den Endverbraucher umgelegt (EEG-Umlage). Die EEG-Umlage wird von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich ermittelt und auf der Internetseite www.netztransparenz.de bis zum 15.10. für das Folgejahr in Cent pro kWh veröffentlicht. Dort finden Sie auch weiter Informationen zur EEG-Umlage.
  • EU-Energiedienstleistungsrichtilinie
    Es handelt sich um die EU-Richtlinie 2006/32/EG über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen. Zweck dieser Richtlinie ist es, die Effizienz der Endenergienutzung in den Mitgliedstaaten kostenwirksam zu steigern.
  • Eigentumsgrenze
    Die Eigentumsgrenze ist die Schnittstelle, an der die Zuständigkeit der Gasversorgungsunternehmen endet und die des Kunden beginnt. Normalerweise ist diese Grenze die Absperreinrichtung an der Hauseinführung. Die notwendigen Installations- und Wartungsaufgaben nach dieser Grenze obliegen dem Kunden. Die Arbeiten daran sollten nur durch ein kompetentes Fachunternehmen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
  • Eigenverbrauchsförderung
    Hierbei geht es um die Technik der Photovoltaik, d.h. wie die Einspeisung und deren Vergütung geregelt wird. Bei der Eigenverbrauchsförderung wird der Fokus auf den Eigenverbrauch gelegt. Solarzellen erzeugen Gleichstrom/ Gleichspannung, d.h. zunächst muss die vom Solargenerator erzeugte elektrische Energie im Wechselrichter in die Netzkonforme Spannung von 230 V umgespant werden. Danach misst der Einspeisezähler den solar erzeugten Strom, der dann dem eigenen Haushalt zugeführt wird. Oder anders formuliert: Mit dem solar erzeugten Strom wird zunächst der Strombedarf des eigenen Haushalts gedeckt. Hierfür erhält der Photovoltaikanlagenbesitzer vom Energieversorger eine Vergütung, die man Eigenverbrauchsförderung nennt. Wenn die Photovoltaikanlage mehr Strom produziert, als im Haushalt benötigt wird, wird der Überschuss ins Öffentliche Stromnetz eingespeist und zusätzlich bezuschusst. Wenn die sonne nicht scheint, muss der Photovoltaikanlagenbesitzer Strom vom Energieversorger einkaufen.
  • Einspeisung
    Einspeisung ist die Gaseinleitung in ein bestehendes Gasversorgungnetz. Der Ort der Einspeisung kann eindeutig festgelegt und die Gasmenge gemessen werden.
  • Einstellwert
    Der Einstellwert ist der Volumenstrom in Liter je Minute (l/min), auf den die Brenner der Gasgeräte eingestellt werden müssen, um die Nennwärmebelastung zu erreichen.
  • Einzelofenheizung
    Gas-Heizgerät, das nur seinen eigenen Aufstellraum beheizt; auch Gasraumheizer genannt.
  • Einzelzuleitung
    Die Einzelzuleitung ist bei Gasinstallationen mit nur einem Gasgerät der Leitungsteil von der Hauptabsperreinrichtung bis zur Geräteanschlussarmatur.
  • Elektromobilität
    Elektromobilität bezeichnet die Nutzung von Elektro-Fahrzeugen und elektrisch betriebenen Plug-in-Hybridkraftfahrzeugen für den Personen-und Güterverkehr. Unter einem Plug-in-Hybridfahrzeug versteht man ein Kraftfahrzeug mit Hybridantrieb, dessen Batterie zusätzlich über das Stromnetz extern geladen werden kann. Meist wiest es eine größere Batterie auf, als ein reiner Hybrid und stellt damit eine Mischform zwischen dem reinen Hybrid- und Elektroauto dar. Mit einem Hybridfahrzeug definiert man in der Regel die Kombination verschiedener Techniken für den Antrieb eines Fahrzeugs. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fahrzeugen kommen Elektro-Fahrzeuge völlig ohne Verbrennungsmotor aus. Sie fahren also lokal emissionsfrei. Die Reichweite von Elektro-Fahrzeugen wird durch die Speicherkapazität der Batterie bestimmt.
  • Elektron
    Elektronen kann man sich als kleine, unsichtbare Teilchen vorstellen. Wenn diese sich im Leitungsdraht fortbewegen, also wenn Elektronen strömen - dann spricht man von elektrischem Strom. Daher auch der Begriff "Strom". Die Spannung sagt aus, mit welcher Kraft - mit welchem Druck die Elektronen strömen. Dies wird, nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta, in Volt (V) gemessen.
  • Emissionen
    Zu den Emissionen zählen sowohl die von einer Anlage, einem Gebäude, einer Fabrik oder einem Verkehrsmittel in die Umwelt abgegebenen gasförmigen, flüssigen und festen Schadstoffe, als auch die Abgabe von Wärme, Strahlung, Geräuschen u. ä. Die Einwirkung von Emissionen wird als Immission bezeichnet.
  • Emissionsgrenzwerte
    Emissionsgrenzwerte sind Höchstwerte für die rechtlich zulässige Schadstoffabgabe an die Umwelt.
  • Endenergie
    Das ist die Energie, die vom Verbraucher verwendet wird - ohne Berücksichtigung des Energieaufwands für die Gewinnung, Aufbereitung und Umwandlung der Primärenergie. Beispiele sind Strom, Gas oder Fernwärme.
  • Endverteiler
    Der Endverteiler ist das Ortsgasunternehmen, welches die Gasverteilung zum Kunden realisiert. Er wird auch als lokaler Endverteiler bezeichnet.
  • Energie
    Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (WS).Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in verschiedene Stufen einteilen: Primärenergien kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin). Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird – in Heiz- und Prozesswärme, Licht, Schall oder Bewegungsenergie.
  • Energie-Einsparverordnung (EnEV)
    Seit Februar 2002 gültig fasst die EnEV die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) zusammen. Die EnEV begrenzt nicht mehr den zulässigen Heizwärmebedarf, sondern den Primärenergiebedarf für die Heizung. Sie verbindet Anlagentechnik und Gebäudetechnik. Effiziente Wärmeerzeugung und Wärmeschutz sind von gleicher Bedeutung – siehe auch Rubrik Gesetze/Verordnungen. Somit können Architekten und Bauherren im Hinblick auf Gestaltung und Kosten die aus ihrer Sicht günstigste Lösung wählen. Die EnEV stützt sich auf die neuen Normen DIN V 4108-6, die die Berechnung des Heizwärmebedarfs festlegt, und die DIN V 4701-10, die die Berechnung der primärenergetischen Effizienzkennzahl (Anlagenaufwandszahl) regelt.
  • Energieanalyse
    Systematisches Verfahren, bei dem Energieeinsparpotenziale in Industriebetrieben, Gebäuden, etc. identifiziert, bewertet und dokumentiert werden.
  • Energieaudit
    Die Bezeichnung "Energieaudit" bezieht sich auf die Sammlung und Analyse aller verfügbaren Energiedaten. Es dient der Aufteilung des Energieverbrauchs innerhalb eines Gebäudes oder eines Industriebetriebs und seiner technischen Anlagen je nach Abteilungen und Verfahren. Darüber hinaus kann durch das Energieaudit festgestellt werden, wie bei den verschiedenen Anlagen oder Verfahren Energie eingespart werden kann. (Siehe Energieanalyse/ Energieeffizienz-Diagnose)
  • Energiebilanz
    Unter Energiebilanz versteht man die Bilanzierung der Energieströme eines Systems. Dabei werden alle Energiedaten gesammelt und analysiert. Sie dient der Aufteilung des Energieverbrauchs innerhalb eines Betriebs und seiner technischen Anlagen je nach Abteilungen und Verfahren. Eine negative Energiebilanz steht für einen Energieverlust - eine positive für einen Energiegewinn.
  • Energiecontrolling
    Ziel hier ist es, durch regelmäßigen Vergleich von Energiegrößen den Energieverbrauch zu überwachen um z.B. rechtzeitig auf Fehler im System zu reagieren.
  • Energiedatenmanagement (EDM)
    Durch das EDM werden Energiedaten regelmäßig und Systematisch erfasst. EDM wird häufig im Zusammenhang mit Energiecontrolling oder Lastmanagement durchgeführt
  • Energiedienstleistungen
    Unter Energiedienstelistungen versteht man die aus dem Einsatz von Nutzenergie und anderer Produktionsfaktoren befriedigten Bedürfnisse bzw. erzeugten Güter, wie Beleuchten von Flächen und Räumen, Bewegen und Transportieren, Erwärmen von Stoffen, Gütern usw.
  • Energieeffizienz
    Energieeffizientes Handeln ist ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft und findet ihre Grundlage im Energiekonzept der Bundesregierung und der Europäischer Union. Hierin wird darauf abgezielt, die Nutzung der einzelnen Energieträger im Hinblick auf die effiziente Verwendung zu durchleuchten und das Verhältnis von Verbrauch und Nutzen zu optimieren. MONTANA unterstützt die Menschen dabei, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Wie auch Sie Ihren Erdgas und Stromverbrauch senken können, ohne auf Komfort zu verzichten, erfahren Sie in unseren Energiespartipps. Weitere Informationen finden Sie im Energieeinspargesetz (EnEG) und der Energiesparverordnung (EnEV).
  • Energieeffizienz-Diagnose
    Systematisches Verfahren, bei dem Energieeinsparpotenziale in Industriebetrieben, Gebäuden, etc. identifiziert, bewertet und dokumentiert werden.
  • Energieeffizienzklasse
    Bewertungsskala zur Unterstützung von Kaufentscheidungen für Geräte, die besonders energiesparend arbeiten.
  • Energieeffizienzmotoren
    Motoren, die bei gleicher Leistung deutlich weniger Energie verbrauchen. Für diese Motoren gibt es Energieeffizienzklassen IEC1 - IEC4.
  • Energieeffizienzpotenzial
    Summe der Energieeisparung von identifizierten Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz unter bestimmten Rahmenbedingungen, wie z.B. Wirtschaftlichkeit.
  • Energieeinsparcontracting
    Bei dieser besonderen Form des Contractings erhält der Kunde die Lieferung von Nutzenergie, wie Wärme, Kälte oder Druckluft Die Refinanzierung erfolgt alleine aus den erzielten Einsparungen. Der Vertrag regelt unter anderem die Anteile an der Energiekosteneinsparung sowie die Laufzeit.
  • Energieeinsparcontracting
    Bei dieser besonderen Form des Contractings erhält der Kunde die Lieferung von Nutzenergie, wie Wärme, Kälte oder Druckluft. Die Refinanzierung erfolgt alleine aus den erzielten Einsparungen. Der Vertrag regelt unter anderem die Anteile an der Energiekosteneinsparung sowie die Laufzeit.
  • Energieformen
    Im Rahmen der Energieversorgung und -anwendung wird zwischen verschiedenen Energieformen unterschieden: Primärenergie, Sekundärenergie, Endenergie, Nutzenergie. Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie nicht vernichtet, sondern nur von einer Energieform in andere Energieformen gebracht werden.
  • Energiekennwert
    Das ist der Energieverbrauch bezogen auf eine Kenngröße, wie z.B. die Fläche oder die Anzahl der Produktionseinheiten.
  • Energiemanagement
    Summe aller Maßnahmen, die geplant und durchgeführt werden, um die geringstmögliche Energiemenge bei gegebenem Komfort- bzw. Produktionsniveau zu verbrauchen.
  • Energienahe Dienstleistungen
    Dienstleisungen, die in Zusammenhang mit der Umwandlung von End- zu Nutzenergie und beim Einsatz von Nutzenergie durchgeführt werden, um Energiedienstleistungen zu erbringen. Auch Dienstleistungen zur Erhöhung er Energieeffizienz sind Teil der energienahen Dienstleistungen.
  • Energiepolitik
    Energiepolitik ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftspolitik und steht im Dienst der allgemeinen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ziele. Eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung ist eine Grundvoraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft und die Befriedigung fundamentaler Bedürfnisse der Bürger. Im Hinblick auf die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen spielen für die Energiepolitik Maßnahmen, die auf eine Verminderung der durch Energieerzeugung und -verwendung hervorgerufenen Emissionen abzielen, eine wichtige Rolle. (Umweltschutz).
  • Energiepreis
    Der Energiepreis beinhaltet die Kosten aus Erzeugung, Vertrieb und Handel. Die Preisbildung bestimmt das Angebot und die Nachfrage. Ungefähr ein Drittel der Stromrechnung ist der Energiepreis.
  • Energiereserven
    Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind, bezeichnet man als Energiereserven. Gleichbleibenden Energiebedarf und gleichbleibende Nutzung unterstellt, reichen die derzeit bekannten Welt-Energiereserven an Erdöl 43 und Erdgas 66 Jahre, sowie bei Kohle ca. 170 Jahre.
  • Energieressourcen
    Neben den Energiereserven gibt es nachgewiesene und vermutete Vorräte von Energieträgern (sogenannte Energieressourcen), die jedoch derzeit aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind. Dazu gehören bei Erdgas die Methanhydrate. Methanhydrate sind Verbindungen zwischen Methan und Wasser, die in riesigen Mengen auf dem Meeresboden lagern.
  • Energierückgewinnung
    Die Energie, die nach dem gewünschten Prozess noch vorhanden ist, kann zum Teil zurückgewonnen und damit für andere Prozesse nutzbar gemacht werden. In dieser Maßnahme steckt ein großes Potenzial für die Einsparung von Energie. Die Rückgewinnung von z. B. Wärmeenergie aus verschiedenen Heizprozessen erfolgt über Wärmeübertrager im Abgasstrom.
  • Energiesparen
    Unter Energiesparen versteht man Maßnahmen, die den Energieverbrauch vermindern. Dabei gibt es für den energiebewussten Verbraucher eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Einsparung, ohne auf Komfort verzichten zu müssen: Beispielsweise durch Absenken der Raumtemperatur über Nacht oder indem man unnötigen Verbrauch (Stand-by) vermeidet. Energiesparen kann man des Weiteren auch durch eine Verbesserung der Nutzungsgrade von Geräten und Anlagen senken sowie durch Energierückgewinnung und Reduzieren des Nutzenergiebedarfs (Beispiel: Gebäudedämmung) oder durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme.
  • Energieträger
    Darunter versteht man Stoffe, die Energien gebunden haben, z. B. Mineralöl, Erdgas, Kohle, Holz.
  • Energieumwandlung
    Umwandlung von einer Energieform in eine andere. Sie ist immer mit Verlusten verbunden, was sich im Wirkungsgrad (kleiner 100%) ausdrückt.
  • Energieverbrauch
    In Deutschland werden pro Jahr zirka 14.500 Petajoule an Primärenergie verbraucht, davon sind über 90 Prozent fossile Energieträger. Die privaten Haushalte sind beim Endenergieverbrauch mit 30 Prozent Spitzenreiter, gefolgt vom Verkehr mit ca. 28 Prozent sowie der Industrie mit rund 25 Prozent. An vierter Stelle liegen mit ca. 16 Prozent Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.
  • Energiewirtschaftsgesetz - EnWG
    Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) trat erstmals 1935 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2005 neu gefasst. Es enthält grundlegende Regelungen zu Recht der leitungsgebundenen Energie. Ziele sind gem. §1 EnWG die "möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche" leitungsgebundene Versorgung der Allgemeinheit mit Strom und Gas, die zunehmend auf erneuerbare Energien beruht. Des weiteren die "Sicherstellung eines wirksamen und unverfälschten Wettbewerbs bei der Versorgung mit Elektrizität und Gas und der Sicherung eines langfristig angelegten leistungsfähigen und zuverlässigen Betriebs von Energieversorgungsnetzten" und die Umsetzung und Durchsetzung des Energierechts der Europäischen Gemeinschaft.
  • Entlüftungsleitung
    Ist eine Leitung, die zum Entlüften von Gasleitungen dient, wobei die Luft oder inertes Gas durch das Gas aus der Leitung herausgedrückt wird. Die Entlüftungsleitung muss an einer gefahrlosen Stelle münden.
  • Erdgas
    Erdgas ist ein Gemisch, das hauptsächlich aus Methan (CH4), Stickstoff (N2), einem geringen Anteil anderer Kohlenwasserstoffe (Ethan, Propan, Butan und Methan) und Spuren von Helium besteht. Das Erdgas, was heute verbraucht wird, ist bereits vor vielen Millionen Jahren in größeren Tiefen unter der Erdoberfläche entstanden. Es hat sich unter besonderen Bedingungen über verschiedene geochemische Umwandlungsprozesse aus organischem Material gebildet. Dieses Gas ist durch Risse und Poren in den Gesteinsschichten nach oben gewandert. Traf es auf eine natürliche Barriere, z. B. eine Aufwölbung gasdichter Schichten, konnte sich eine Gaslagerstätte bilden. Gefördert wird das Gas aus diesen Lagerstätten über Bohrungen. An der Erdoberfläche wird das Gas gereinigt und getrocknet und gelangt anschließend über Pipelinesysteme bis zum Endverbraucher.
  • Erdgasfahrzeuge
    Neben dem herkömmlichen Treibstoff wie Benzin und Diesel, wird nicht zuletzt wegen des Umweltschutzes, der Einsatz von Erdgas als Treibstoff zunehmend angewendet. Der Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen bietet die Chance, die verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen erheblich zu senken. Besonders Ballungsräume und inner-städtische Gebiete sind von einer hohen Belastung durch Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Benzol, Ruß und flüchtige organische Verbindungen (HC) betroffen. Allein in den alten Bundesländern stammten 1990 fast 60 % der Gesamtemissionen an NOx, und 70 % der Kohlenmonoxid Emissionen (CO) aus dem Straßenverkehr, d.h., die daraus resultierenden Symptome Sommersmog und Waldsterben können im wesentlichen dem hohen Verkehrsaufkommen zugeschrieben werden. Nur eine drastische Reduzierung der Abgaswerte wird eine spürbare Verbesserung bringen. Einen wirksamen Beitrag kann hierbei der Einsatz von alternativen Kraftstoffen leisten, zu denen auch Erdgas gehört. Durch Erdgasfahrzeuge werden die fahrzeugspezifischen Emissionen wie z. B. Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO), höhere Kohlenwasserstoffe (HC) und auch die Geräuschemissionen deutlich vermindert. Damit besteht die Möglichkeit zu einer erheblichen Verbesserung der Umweltsituation in den besonders hoch belasteten innerstädtischen Gebieten. Im Vergleich mit herkömmlichen Fahrzeugen wird das spezifische Ozonbildungspotenzial um ca. 80 % reduziert. Die zur Jahrtausendwende eingeführten „Euro3“-Grenzwerte werden von Erdgasmotoren deutlich unterschritten. Dabei ist das Entwicklungspotenzial von Erdgasmotoren bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Der TÜV Bayern-Sachsen hat alternative Antriebskonzepte untersucht. Danach weist Erdgas gegenüber konventionellen Kraftfahrzeugen und anderen alternativen Antriebskonzepten eine herausragende Umweltbilanz auf. Vergleichbare Ergebnisse werden nur von Wasserstoff und mit Einschränkungen von Flüssiggas erreicht. Der TÜV stellt dabei heraus, dass Erdgas zurzeit als die vielversprechendste Alternative zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen anzusehen ist. Diese Ergebnisse belegen, dass mit dem Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen die Chance besteht, die verkehrsbedingten Schadstoffemissionen in hochbelasteten innerstädtischen Gebieten erheblich zu senken und Smog-Situationen zu vermeiden. Siehe auch www.erdgasfahrzeuge.de
  • Erdgashydrat
    Neben den „konventionellen“ Lagerstätten lässt sich Erdgas auch aus anderen Quellen gewinnen. Diese feste, schneeförmige Verbindung zwischen Erdgas und Wasser ist bei hohem Druck bis zu einer Temperatur von 20° C stabil. Riesige Erdgashydratlager befinden sich z. B. in Sibirien und Alaska.
  • Erdgaspreis
    Er setzt sich aus den Kosten für die Energiebeschaffung, Vertrieb und Netznutzung zusammen. dazu kommen staatliche und kommunale Abgaben und Steuern. Energieanbieter haben dabei nur begrenzt Einfluss auf den Energiepreis.
  • Erdgasspeicher
    Die Erdgasspeicherung dient dem Versorgungsunternehmen, auch bei erhöhter zeitlicher Abnahme von Erdgas, die gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten. Dazu wird in abnahmeschwachen Zeiten Erdgas aus dem normalen Verteilungsnetz in sogenannte Erdgasspeicher eingespeist. Dieses gespeicherte Gas kann dann bei Bedarf (z. B. in der Winterperiode) wieder in das Versorgungsnetz zurückgespeist werden. Dies ist auch ein wirtschaftlicher Fakt, denn die Einspeicherung von Erdgas ermöglicht auch die Spitzenbedarfsdeckung. Zur Speicherung werden verschieden Arten von Erdgasspeichern verwendet. Gasbehälter sind oberirdische Speicheranlagen, die zur kurzzeitigen Gaseinspeisung bei z. B. Störungen der normalen Gasversorgung verwendet werden. Speicher in Rohren sind Hochdruckspeicher (siehe HD), die unterirdisch verlegt werden. Porenspeicher sind unterirdisch in ausgedienten Erdgaslagerstätten und Ölfeldern angelegt. Das Erdgas wird dabei in vorhandene poröse Erdschichten eingepresst. Sie dienen hauptsächlich der Spitzenbedarfsdeckung. Kavernenspeicher sind Speicher, bei denen das Erdgas in Salzstöcke eingepresst wird. Sie können eine Tiefe von 2000 m erreichen. Die Salzstöcke werden dabei durch die Einleitung von Süßwasser ausgesolt (Lösung des Salzes und die Entnahme dieser Sole). In den entstehenden Hohlräumen wird das Erdgas gespeichert.
  • Erdwärme
    Wärme, die der Erdkern besitzt. Man kann sie als Energiequelle (z.B. zum Heizen) verwenden.
  • Erdöl
    Erdöl ist ein Gemisch aus vielen verschieden Kohlenwasserstoffen mit verschiedenen Eigenschaften. In einer Raffinerie werden die Inhaltsstoffe von Erdöl durch Destillation getrennt und die daraus entstehenden Produkte können zu unterschiedlichen Zwecken (z.B. Heizen) genutzt werden.
  • Erneuerbare Energien
    Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stehen. Die drei originären Quellen sind: Solarenergie, Erdwärme (Geothermie), Gezeitenkraft. Diese können entweder direkt genutzt werden oder indirekt in Form von Biomasse, Wind, Wasserkraft, Wellenenergie sowie Umgebungswärme.
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Abnahme und die Vergütung von Strom, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, durch Versorgungsunternehmen, die Netze für die allgemeinen Stromversorger betreiben (Netzbetreiber).
  • Ersatzversorgung
    Der Grundversorger wird zum Ersatzversorger, wenn das vom Letztverbraucher außerhalb der Grundversorgung gewählte Energieversorgungsunternehmen ungeplant ausfällt, z.B. wenn dieses den Letztverbraucher aufgrund einer Insolvenz nicht mehr beliefern kann. Nach einer Übergangsfrist von drei Monaten gehen Sie automatisch von der Ersatzversorgung in die Grundversorgung über - sofern Sie bis dahin kein neuen Liefervertrag (bei einem Versorger Ihrer Wahl) abgeschlossen haben.
  • Etagenheizung
    Heizungsanlage, mit der alle Räume einer Wohnung/Etage eines Mehrfamilienhauses beheizt werden.
  • Ex-Ausführung
    Die Kennzeichnung eines Gerätes mit dem EX Zeichen zeigt an, dass dieses Gerät in einer Umgebung verwendet werden darf, in der explosive Gasgemische entstehen können.
  • Ex-Zone
    Mit der Kennzeichnung Ex-Zone bzw. explosionsgefährdete Bereiche sind Räume definiert, in denen ein explosives Gasgemisch auftreten kann.
  • Explosionsgrenze
    Brenngase zünden nur, wenn sie in einem bestimmten Verhältnis mit Luft gemischt werden. So muss z. B. ein zündfähiges Erdgas-Luft-Gemisch einen Methananteil zwischen 4,4 und 16,5 Vol.% aufweisen. Die Grenzkonzentrationen werden obere bzw. untere Zünd- bzw. Explosionsgrenze genannt.
  • Explosionsschutz
    Der Explosionsschutz ist der Schutz vor Gefahren, die durch Explosionen hervorgerufen werden können. Dabei werden unterschieden: Maßnahmen, die das Entstehen von explosiven Gasgemischen verhindern oder einschränken (primär); Maßnahmen, die das Entzünden von explosiven Gasgemischen verhindern (sekundär); Maßnahmen, die Auswirkungen von Explosionen auf ein ungefährliches Maß begrenzen (territorial).
F
  • Fachbetrieb
    Ein Fachbetrieb für Flüssiggas ist ein Unternehmen, das Flüssiggasanlagen nach TRF 96 errichten darf. Das sind hauptsächlich: Fachbetriebe, die für den Heizungs- und Lüftungsbau (Installation und Heizungsbau)zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind. Fachbetriebe, die für Gas- und Wasserinstallation (Installation und Heizungsbau) zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind.
  • Ferngasunternehmen
    Ein Ferngasunternehmen versorgt Regional- und Kommunalversorger sowie Großkunden (Endverbraucher) über große Entfernungen mit Erdgas. Die Übergabe des Gases erfolgt in Erdgasübergabestationen und Regelanlagen. Ferngasunternehmen können auch als Transportgesellschaften bezeichnet werden und schaffen die Verbindung von der Erdgasgewinnung zum Gasversorgungsunternehmen vor Ort.
  • Fernheizung
    Die Fernheizung ist eine Wärmeversorgungsanlage, bei der mehrerer Gebäude oder Stadtteile durch den Transport von Wärme aus einem Fernheizwerk versorgt werden.
  • Fernwärme
    Nutzung der Abwärme, die in den Kraftwerken als Beiprodukt der Stromerzeugung (durch Kraft-Wärme-Kopplung) besteht. Die entstandene Wärme erhitzt Wasser, welches direkt ins Netz eingespeist wird und dadurch Haushalte mit Wärme versorgt.
  • Feuerfest
    Die Kennzeichnung feuerfest gilt für alle Materialien, die unempfindlich gegen Feuer und Hitzeeinwirkung sind (Stein, Mineralfasern).
  • Feuerraumbelastung
    Die Feuerraumbelastung kennzeichnet die Wärmemenge, die in einem Feuerraum in einer bestimmten Zeitspanne erzeugt wird.
  • Feuerungstechnischer Wirkungsgrad
    Der Feuerungstechnische Wirkungsgrad erfasst bei Gasgeräten die Abgasverluste; ist also das Verhältnis aus zugeführter Energie und Abgasenergie.
  • Feuerungsverordnung
    Länderspezifisches Baugesetz, das Bestimmungen und Vorschriften über die Errichtung und den Betrieb von Feuerungs- und Brennstoffversorgungsanlagen enthält.
  • Flammenwächter
    In Gasgeräten werden Flammenwächter eingesetzt, um das Vorhandensein einer Brennflamme zu überprüfen. Bei Nichtvorhandensein einer Flamme wird als Reaktion die Gaszufuhr getrennt und unkontrollierter Gasaustritt verhindert.
  • Flammenüberwachungseinrichtung
    Die Flammenüberwachungseinrichtung ist eine Sicherheitseinrichtung eines Gasgerätes. Dadurch wird erreicht, dass kein Gas zum Brenner strömt, wenn die Flamme noch nicht oder nicht mehr brennt.
  • Fließdruck
    Fließdruck ist der statische Druck des strömenden Gases.
  • Flüssiggasanlage
    Eine Flüssiggasanlage besteht aus der Versorgungsanlage und der Verbrauchsanlage.
  • Flüssiggase
    Im weitesten Sinne alle Gase, deren kritische Temperatur über der Normaltemperatur liegt, so dass sie bei Umgebungstemperatur unter Druck verflüssigt werden können. Sie lassen sich in Druckbehältern als Flüssigkeiten lagern und transportieren. Flüssiggase kommen vorwiegend als Propan oder Butan bzw. gemischt verflüssigt in den Handel. Die Qualität ist in den Vorschriften DIN 51622 und DVGW-G-260 festgelegt.
  • Flüssiggasgewinnung
    Flüssiggas fällt weltweit in großen Mengen als Begleitgas bei der Förderung von Erdöl und Erdgas an. Flüssiggas ist ebenfalls ein Produkt der Erdöl- und Kohleveredelung.
  • Formstücke
    Formstücke sind Bauelemente einer Rohrleitungsanlage zur Abzweigung oder Richtungsänderung; z. B. Winkel, Bögen, T-Stücke.
  • Fossile Energieträger
    Zu den fossilen Energieträgern zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich – je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts - aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beiträgt.
  • Fossilie Brennstoffe
    Fossile Brennstoffe sind Energieträger, wie zum Beispiel Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas: - entstanden im Laufe von Millionen von Jahren aus Pflanzen- und Tierresten. Die Energie, die in diesen Stoffen gespeichert ist, kann man durch Verbrennung in Wärmeenergie umwandeln.
  • Fotovoltaik
    Unter Fotovoltaik versteht man die Umwandlung von Strahlungsenergie in der Regel Sonnenlicht, in elektrische Energie. Die Umwandlung findet in Solarzellen statt.
  • Fotovoltaik
    Unter Fotovoltaik versteht man die Umwandlung von Strahlungsenergie in der Regel Sonnenlicht, in elektrische Energie. Die Umwandlung findet in Solarzellen statt.
  • Fußbodenheizung
    System zur Beheizung einer Wohnung/eines Hauses, bei dem unter dem Estrich des Fußbodens Heizflächen installiert sind. Diese großflächige, raumsparende Verteilung der Heizflächen sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Raum.
  • Förderprogramme
    Häufig unterstützen Bund, Länder und auch Stadtwerke mit speziellen Förderprogrammen das Bemühen, Energie einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Dabei wird insbesondere die Umstellung auf Erdgasheizung sowie die Anschaffung erdgasbetriebener Fahrzeuge gefördert.
  • Führungsraum
    In diesem Raum der Wohnung ist der Temperaturfühler installiert, der den Betrieb der Heizungsanlage entsprechend steuert. Dieser Raum wird auch Referenzraum genannt.
G
  • Gas
    Bezeichnung für einen Stoff im gasförmigen Aggregatzustand.
  • Gas-Center
    Die Funktionen dieser speziellen Gasgeräte sind das Kochen, Backen, Heizen mit Heizaggregat und das Warmwassererzeugen.
  • Gas-Druckregler
    Er hat die Aufgabe, im nachgeschalteten Teil der Leitungsanlage einen konstanten Gasdruck zu gewährleisten. Gasdruckregelung ist notwendig, da wegen unterschiedlicher Anforderungen der Privat- und Industrieverbraucher im Versorgungsnetz ein höherer schwankender Druck auftritt, als er für die meisten Anlagen notwendig ist. Der Gasdruck muss beim Verbraucher auf den für die Brenner geeigneten Wert (Erdgas 20 - 22 mbar) reduziert werden.
  • Gas-Einbauherd
    Spezielle Herdform zum Möbeleinbau.
  • Gas-Einbaukochmulde
    Die Bauarten dieses speziellen Gaskochers sind mit offenen Kochstellen in einer emailliertem Stahlwanne oder Edelstahlwanne oder einem Kochfeld aus Glas-Keramik ausgestattet.
  • Gas-Heizherd
    Der Gas-Heizherd ist eine Gasfeuerstätte zum Kochen /Backen und zum unmittelbaren Beheizen des Aufstellraumes über Heizflächen. Ein Schornsteinanschluss ist dabei notwendig.
  • Gas-Standherd
    Der Gas-Standherd ist ein frei aufstellbarer Gasherd.
  • Gas-Unterbauherd
    Durch eine Normhöhe von 82 cm passt dieser Herd unter eine Arbeitsplatte. Weitere Bauteile zur Kochmulde oder dem Keramikkochfeld sind Bedienblende, Backofen, Gerätewagen und Sockel.
  • Gas-Vorratswasserheizer
    Ein Gas-Vorratswasserheizer ist ein direkt beheizter Warmwasser-Standspeicher für ein geschlossenes System mit einem Allgasbrenner für Stadtgas, Erdgas und Flüssiggas. Er dient der komfortablen und wirtschaftlichen Warmwasserversorgung von Etagenwohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäusern.
  • Gasabgabe
    Die Gasabgabe ist die Gasmenge, welche vom Versorgungsunternehmen abgegeben wird.
  • Gasabnahme
    Die Gasabnahme ist die Gasmenge, welche vom Kunden bezogen wird.
  • Gasanlage
    Sie besteht im Gebäude üblicherweise aus Leitungsanlage, Gasgeräten, Luft- und Abgasanlage. Sie beginnt hinter der Hauptabsperreinrichtung (HAE) und endet an der Mündung der Abgasanlage.
  • Gasaufbereitung
    Nach der Förderung muss das Rohgas so behandelt werden, dass unerwünschte Gasbegleitstoffe entfernt werden. Dies ist notwendig, da diese Komponenten einen störenden Einfluss auf den Transport und die Verwendung der Gase haben. Dabei werden verschiedene Verfahrensschritte angewandt. Grundlegende Prozesse sind die Kühlung und Kondensation, die mechanische bzw. elektrostatische Abscheidung von Staub und Aerosolen (Nebel) und Absorptionsverfahren.
  • Gasbedarf
    Der Gasbedarf ist die erwartete Gasmenge, die ein Verbraucher pro Zeiteinheit abnimmt. Diese Gasmenge bestimmt die Dimensionierung der Gaszuführungsleitungen und den Versorgungsdruck. Sie ist eine wichtige Größe bei der Auslegung von z. B. neuen Gasversorgungssystemen in Bebauungsgebieten. Dabei muss für alle zukünftigen Gasabnehmer eine Prognose des Gasverbrauches erstellt werden. Ebenso bei der Einbindung von Neukunden in ein bestehendes Versorgungsgebiet sind die Gasbedarfsangaben entscheidend für eine stabile Erdgasversorgung.
  • Gasbezug
    Gasmenge, die ein Gasversorgungsunternehmen von einem anderen bezieht.
  • Gasdruck
    Der Gasdruck ist der statische Überdruck gegenüber der Atmosphäre. Dieser wird meistens in der Einheit bar angegeben. Weitere Einheiten sind PASCAL (Pa), Megapascal (MPa).
  • Gasfamilien
    Brenngase, die zur öffentlichen Gasversorgung eingesetzt werden und sich in physikalischen und verbrennungstechnischen Eigenschaften nahe stehen, werden einer Gasfamilie zugeordnet. Im DVGW- Arbeitsblatt G 260 ist diese Einteilung in Gasfamilien wie folgt vorgenommen: 1. Gasfamilie Stadt- und Ferngase; sie tragen das Kurzzeichen S und weisen einen hohen Wasserstoffgehalt auf. Wegen des Gehaltes an Kohlenmonoxid sind diese Gase als giftig einzustufen. Das Stadtgasgemisch aus Steinkohlegas und Wassergas sicherte vor Jahren die Versorgung der Städte; heute ist die Verwendung nur noch wenig anzutreffen. 2. Gasfamilie Naturgase, Erd- und Erdölgase; sie tragen das Kurzzeichen N. Es sind Gase aus natürlichen Vorkommen; ihr Hauptbestandteil ist Methan. 3. Gasfamilie Flüssiggase; sie tragen das Kurzzeichen F. Flüssiggase (Propan), (Butan) sind hauptsächlich Nebenprodukte der Erdölraffinierung. Flüssiggas ist etwa doppelt so schwer wie Luft.
  • Gasfeuerstätte
    Gasgerät, dessen Abgase durch eine Abgasanlage ins Freie geführt wird.
  • Gasgeruch
    Brenngase, die zur öffentlichen Gasversorgung verwendet werden, müssen einen durch den Menschen deutlich wahrnehmbaren Geruch haben.
  • Gasgerät
    Gasgeräte sind Anlagen, in denen die Energie der Brenngase weitgehend in Nutzenergie umgewandelt wird. Gasgerät ist die Sammelbezeichnung für Geräte, deren Abgase über eine Abgasanlage ins Freie abgeführt werden (Gasfeuerstätte) und für Gasgeräte ohne Abgasanlage.
  • Gasgerätearten
    Art A: Gasgerät ohne Abgasanlage. Die Verbrennungsluft wird dem Aufstellraum entnommen, die Abgase strömen direkt in den Aufstellraum, z. B. Gasherd, Hockerkocher, Laborbrenner, Einbaubackofen. Art B: Gasgerät mit Abgasanlage, das die Verbrennungsluft dem Aufstellraum entnimmt (raumluftabhängige Gasfeuerstätte). Art C: Gasgerät mit Abgasanlage, das die Verbrennungsluft über ein geschlossenes System dem Freien entnimmt (raumluftunabhängige Gasfeuerstätte).
  • Gasgrill
    Der Gasgrill ist ein Gasgerät zum Rösten von Grillgut auf einem Grillrost oder einer Grillplatte.
  • Gasheizkessel
    Der Gasheizkessel ist eine Gasfeuerstätte, in dem umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird.
  • Gasheizstrahler
    Der Gasheizstrahler ist ein Gasgerät, bei dem die Wärme durch Strahlung abgeben wird. Der Einsatzort für Strahler sind hauptsächlich Werkstattbereiche, Hallen und Räume mit lokalen Arbeitsbereichen. Unterschiedlichen Typen von Gasheizstrahlern sind Dunkel- und Hellstrahler.
  • Gasheizung
    Die Gasheizung ist eine Raumheizung, die durch die Verbrennung von Gas Wärme zur Heizung des Raumes erzeugt. Die Abgase, die bei der Verbrennung entstehen, müssen durch eine Abgasanlage ins Freie geführt werden.
  • Gasherd
    Der Gasherd ist ein Gasgerät, zum Kochen und Backen.
  • Gasindustrie
    Der Begriff Gasindustrie umfasst den gesamten Bereich, in dem Gase (Erdgas, Flüssiggas usw.) gefördert, transportiert, verteilt und zur Wärmegewinnung bzw. Energieerzeugung oder als Systemgas (z. B. Erdgasfahrzeuge, Beleuchtung) verwendet werden.
  • Gaskraftwerk
    Ein mit Erdgas befeuertes Kraftwerk zur Stromerzeugung.
  • Gaslaterne
    Die Gaslaterne ist ein Gasgerät für die Beleuchtung.
  • Gasmengenumwerter
    Ein Mengenumwerter ist eine Einrichtung für Gaszähler, in dem der gemessene Volumenstrom im Betriebszustand in den Normzustand umgerechnet wird. Dabei werden Druck und Temperatur gemessen und in der Anzeige berücksichtigt.
  • Gasmotor
    Der Gasmotor ist ein Verbrennungsmotor, der mit Gas als Brennstoff betrieben wird. vgl. auch Erdgasfahrzeuge.
  • Gasometer
    Der Gasometer ist ein Gasbehälter, der auch zur Volumenmessung dient. Es wird unter verschiedenen Gasometerarten unterschieden. Der Oberhausener Gasometer z. B. ist ein sogenannter trockener Scheibengasbehälter, die modernste Variante unter den verschiedenen Gasometerarten. Das Prinzip des Scheibengasbehälters wurde 1915 von der Firma MAN in Mainz entwickelt.
  • Gasspeicherung
    Gas-Spezialheizkessel.
  • Gassteckdose
    Die Gassteckdose ist eine Sicherheitsarmatur, an der Gasgeräte über einen Sicherheitsgasschlauch angeschlossen werden.
  • Gasströmungswächter
    Ein Gasströmungswächter ist eine Armatur, die den Gasdurchfluss bei Überschreitung eines bestimmten Durchflusses selbsttätig absperrt.
  • Gastankstellen
    Gastankstellen sind genau wie andere Tankstellen Anlagen zum Versorgen der Fahrzeuge mit Treibstoff. Da noch nicht an jeder Tankstelle die Versorgung von Gas gewährleistet ist, finden Sie unter unserer Tankstellenübersicht von get-gas bundesweit existierende Standorte von Gastankstellen.
  • Gasthermometer
    Das Gasthermometer ist ein Thermometer, welches die Temperatur über die Ausdehnung eines (möglichst idealen) Gases bei konstantem Druck oder die Druckzunahme des Gases bei konstantem Volumen misst.
  • Gasverbrauch
    Der Gasverbrauch im Versorgungsgebiet wird thermisch, das heißt nach Energieeinheiten (kWh) abgerechnet. Dazu wird der gemessene Verbrauch (m³) mit einem Umrechnungsfaktor (kWh/m³) multipliziert. Der Umrechnungsfaktor hängt vom Brennwert des Gases und den Anschlussverhältnissen ab; er wird für jede Abrechnung ermittelt. Die Verrechnungstemperatur beträgt 15° C.
  • Gaswarnanlagen
    Eine Gaswarnanlage überwacht die Raumluft auf ihren Gehalt an gefährlichen und explosiven Gasen. Dabei wird bei Überschreitung eines Grenzwertes ein Alarmsignal ausgelöst. Dies kann akustisch oder optisch erfolgen. Der Einsatz dieser Gaswarnmelder kann in der Industrie oder im Haushaltbereich erfolgen. Die heute schon sehr preiswerten Geräte können z. B. Gasanschlussräume und Aufstellungsräume überwachen und Gasaustritte rechtzeitig melden.
  • Gaswerk
    Ein Gaswerk ist eine Anlage, in der brennbare Gase erzeugt werden (Stadtgas, Generatorgas). Unter Luftabschluss wird z. B. bei der Entgasung Steinkohle auf etwa 1000 bis 1200° C erhitzt. Als Rückstand bleibt Koks, der zu Heizzwecken oder Rohstoff verwendet werden kann. Das Entgasungsgas wird gereinigt und über einen Gasometer, dem Verbraucher zugeführt. Die Verwendung von Erdgas im Haushalt macht die Nutzung von Gaswerken unnötig.
  • Gaswärmepumpe
    Arbeitet nach dem Prinzip einer Elektrowärmepumpe; hier wird aber der Kompressor durch einen Gasmotor getrieben.
  • Gaswärmezentrum
    Kompaktes Gasgerät, bestehend aus Umlaufwasserheizer und Warmwasserspeicher in einer formschönen Ummantelung.
  • Gaszusammensetzung
    Die Gaszusammensetzung gibt die Bestandteile eines Brenngases ohne Begleitstoffe an. Zusammensetzung von russischem Erdgas E (exemplarisch): Methan 97,96 Vol.%; Stickstoff 0,89 Vol.%; Ethan 0,70 Vol.%; höhere KW 0,32 Vol.%; Kohlendioxid 0,13 Vol.%.
  • Gaszähler
    Der Gaszähler, auch Gasuhr genannt, ist eine Einrichtung zur Gas-Volumenmessung. Er dient der Bestimmung der vom Verbraucher bezogenen Gasmenge. Der Vorgang erfolgt üblicherweise als Volumenmessung mit Anzeige in Kubikmeter. Durch Multiplikation mit dem Brennwert des Gases wird die Abrechnungsmenge bezogen auf den Wärmeinhalt in Kilowattstunden bestimmt.
  • Gebrauchsbehälter
    Flüssiggas-Gebrauchsbehälter sind Druckgasbehälter, die zum Betreiben der Gasgeräte an die Versorgungsanlage angeschlossen sind. Das können Betriebs- oder Reservebehälter sein.
  • Gebäudeklassen
    Gebäude werden nach der Bauordnung nach Lage, Nutzung und Höhe in die Klassen 1 bis 5 eingeteilt. Das hat u. a. Einfluss auf brandschutztechnische Forderungen.
  • Generator
    Eine elektrische Maschine, die mechanische Energie oder Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt.
  • Geothermie
    Verfahren zur Nutzung von Erdwärme zur Wärmeversorgung oder Stromgewinnung.
  • Geräteanschlussleitung
    Diese Leitung verbindet direkt die Geräteanschlussarmatur mit dem Gasgerät.
  • Geräteschild
    An allen Gasgeräten ist es notwendig, durch den Hersteller ein Geräteschild anzubringen. Auf diesem Geräteschild sind die Kenndaten des betreffenden Gerätes angeben (Hersteller, Nennwärmebelastung, DIN-DVGW Zeichen).
  • Gerätewirkungsgrad
    Der Gerätewirkungsgrad eines Gasgerätes ist der energetische Gesamtwirkungsgrad.
  • Gigawattstunde (GWh)
    1GWh entspricht 1.000.000 kWh.
  • Glaskeramik
    Glaskeramik ist ein Werkstoff, der durch gesteuerte Kristallisation aus Glasschmelzen hergestellt wird. Die Schmelze geht durch eine Temperaturbehandlung in den kristallinen Zustand über. Produkte aus Glaskeramik sind temperaturunempfindlich und werden daher besonders für Koch- und Backgeräte verwendet.
  • Gleichstrom
    Elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung (Polarität) sich nicht ändert, wie beim Wechselstrom.
  • Gleichzeitigkeitsfaktor
    Bei der Ermittlung des Gasvolumenstromes, der maximal durch eine Gaszuleitung fließt, berücksichtigt man das nicht zeitgleiche Auftreten der Einzelhöchstlasten der Gasgeräte durch einen sogenannten Gleichzeitigkeitsfaktor.
  • Glühbirne
    Bei einer Glühlampe leuchtet ein weiß glühender Draht aus Wolfram in einem luftleeren Glaskörper. Der größte Teil der elektrischen Energie wird aufgewendet, den Draht auf 2000 Grad aufzuheizen. Ganze 5% des Stroms werden dabei als Licht in den Raum zurückgegeben, der Rest ist Wärme.
  • Gradtagszahl
    Die Gradtagszahl ist das Produkt aus der Anzahl der Heiztage und der Differenzen zwischen der mittleren Raumtemperatur und den Tagesmitteln der Außen-Lufttemperatur über alle Heiztage, die zwischen Beginn und Ende der Heizperiode liegen. Sie dient der Ermittlung, der Kontrolle und dem Vergleich des Wärmeverbrauchs in der Heizperiode.
  • Großflaschenanlage
    Flüssiggas-Großflaschenanlagen sind Anlagen mit Großflaschen zur Gasbereitstellung. Großflaschen sind Druckgasbehälter mit einem Füllgewicht von mehr als 14 kg. Flüssiggas-Versorgungsanlagen mit Großflaschen werden im Allgemeinen außerhalb der Gebäude in sogenannten Flaschenschränken untergebracht.
  • Grundlast
    Die Grundlast bezeichnet den Anteil des gesamten Lastverlaufs, der über einen bestimmten Zeitraum (z.B. einem Tag oder Jahr) kontinuierlich abgenommen wird, d.h. der in diesem Zeitraum nicht unterschritten wird.
  • Grundpreis/Grundgebühr
    Der Grundpreis oder die Grundgebühr ist neben dem Arbeitspreis die zweite Komponente einer Gasrechnung. Er ist vom Verbrauch unabhängig und kann monatlich oder jährlich erhoben werden. Er deckt feste Kosten wie Gaszähler, Abrechnung und Inkasso ab.
  • Grundversorger
    Grundversorger ist nach dem Energiewirtschaftsgesetz dasjenige Energieversorgungsunternehmen(EVU) in einem Netzgebiet, welches die Mehrzahl der Haushaltskunden versorgt. Häufig wird dies das örtliche Stadtwerk sein. Der Grundversorger ist verpflichtet, jedermann gemäß den rechtlichen Bedingungen der Grundversorgung mit Elektrizität oder Gas zu versorgen.
  • Grüner Strom (Ökostrom)
    Mit dem Begriff "grüner Strom" wird Strom, der durch Regenerative Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugt wurde, bezeichnet.
H
  • Hanf
    Hanf ist eine einjährige, krautige Grünpflanze mit fingerförmigen, gefiederten Blättern. Ihren Ursprung hat die Pflanze vermutlich in Mittelasien. Deren Fasern verwendet man als Dichtungsmaterial, zum Abdichten von Gewindeverbindungen. Es wird in der Gas- und Wasserinstallation verwendet. Um die Hanffasern zu gewinnen, wird der Hanf zunächst zum Antrocknen auf dem Feld belassen. Danach werden die trockenen Hanfstängel geröstet, gebrochen und zerkleinert (ähnlich wie bei Flachs).
  • Hauptabsperreinrichtung
    Die Absperreinrichtung befindet sich am Ende der Hausanschlussleitung an leicht zugänglicher Stelle. Sie ist die Leistungsgrenze zwischen den Zuständigkeiten von Gasversorgungsunternehmen und Eigentümer der im Haus installierten Gasanlage.
  • Hausinstallation
    Die Hausinstallation umfasst die Gesamtheit der in Gebäuden installierten Gasleitungen und Geräte.
  • Heizgaspreis
    Heizgaspreise sind Preisregelungen, die für den Gasverbrauch zu Heizzwecken angesetzt werden.
  • Heizkostenverteiler
    Heizkostenverteiler dienen der verbrauchsabhängigen Erfassung der Heizkosten. Ihre Montage erfolgt am Heizkörper nach einheitlichen Bestimmungen. Man unterscheidet zwischen elektronischen Heizkostenverteilern und Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip.
  • Heizkurve
    Regelungstechnisch gehört zu jeder Außentemperatur eine bestimmte Heizmitteltemperatur, um den außentemperaturabhängigen Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Eine Regelung erfolgt durch Änderung der Heizwasser-Vorlauftemperatur am Mischventil des Heizkessels entsprechend der Außentemperatur. Die den Zusammenhang beschreibende mathematische Funktion wird der Regelung mittels der Heizkurve vorgeben. Diese kann an Gebäudespezifika und die Nutzerbedürfnisse angepasst werden.
  • Heizkörperventil
    Das Heizkörperventil ist heute allgemein ein thermostatisches Ventil, das am Raumheizkörper einer Warmwasserheizung den Heizwasserstrom reguliert. Dabei dient die Raumlufttemperatur als Führungsgröße. Im Ventil ist eine temperaturabhängige Wachspatrone, die durch Ausdehnung die Stellung des Ventilkegels regelt.
  • Heizleistung
    Die Heizleistung ist die Wärmemenge, die von einem Gasgerät zu Heizzwecken abgegeben wird.
  • Heizraum
    Als Heizraum wird nach Feuerungsverordnung der gesonderte Aufstellraum für Feuerstätten mit festen und flüssigen Brennstoffen mit mehr als 50 kW Nennwärmeleistung verstanden. Bei Gasfeuerstätten spricht man nur von Aufstellräumen.
  • Heizwert
    Der Heizwert (Hu,n) eines Gases ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeter Gas - gerechnet im Normzustand - frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte bei gleichbleibendem Druck eine Temperatur von 25° C haben und das bei der Verbrennung entstandene Wasser dampfförmig vorliegt.
  • Helium
    Helium, griech. helios = Sonne, ist ein Edelgas mit chemischem Zeichen He. Es besitzt eine Atommasse von 4,0026, die Ordnungszahl 2 sowie eine Dichte von 0,1785 g/l. In der Luft kommt Helium zu 0,00046 % vor, man findet es unter anderem auch in Uranmineralien und in Erdgasquellen. Es wird zwischen natürlichen Isotopen: 3-He und 4-He sowie künstlichen Isotopen: 5-He, 6-He und 8-He unterschieden. Verwendung findet Helium vor allem wegen seiner Dichte und Nichtbrennbarkeit als Traggas für Luftschiffe. In Verbindung mit Sauerstoff (Heliumluft) dient es zum Atmen für Tuberkulose- und Asthmakranke. Weiterhin wird es zur Füllung von Gasthermometern und Gasentladungslampen benutzt.
  • Hellstrahler
    Beim Hellstrahler wird einer Brennkammer über den Injektor ein Gas-Luft-Gemisch zugeführt. Durch feine Kapillaren in Keramikplatten wird es nach außen geleitet und gezündet. Die Keramikplatten erhitzen sich in kurzer Zeit bis zum Glühen (800° - 900° C) und senden Wärmestrahlen vorzugsweise im infraroten Bereich aus. Ein Reflektor bündelt die Infrarotstrahlung und richtet sie nach unten auf die zu beheizende Fläche.
  • Hochspannung
    Eine elektrische Spannung über 1.000 Volt (1kV) wird als Hochspannung bezeichnet.
  • Hochspannung
    Eine elektrische Spannung über 1.000 Volt (1kV) wird als Hochspannung bezeichnet.
  • Hochtarif (HT)
    Er misst die Energie, die Sie tagsüber in der Zeit zwischen 6:00 und 22:00 Uhr verbrauchen. In der restlichen Zeit (u.U. auch am Wochenende und an Feiertagen) gilt ein Niedertarif (NT) (auch Schwachlasttarif oder Nachttarif) mit einem reduzierten Arbeitspreis.
  • Höchstlast
    Die Höchstlast (auch Höchstleistung) ist die höchste (z.B. elektrische) Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist. Beispielsweise die Jahreshöchstleistung, die Monatshöchstleistung oder die Tageshöchstleistung. Bei der Leistungsverrechnung von Strom wird die Höchstlast i.d.R. gebildet, indem die höchste über einen Zeitraum von 15 Minuten verbrauchte Strommenge durch diesen Zeitraum geteilt wird.
I
  • Ideales Gas
    Ein Gas, welches bei allen Drücken die thermische Zustandsgleichung p * v = Ri * T exakt befolgen würde, bezeichnet man als ideales Gas. p steht für den Absolutdruck. Der konstante Wert Ri wird als individuelle, spezielle oder ionisationsüberwachungspezifische Gaskonstante eines bestimmten Gases bezeichnet. Viele Gase, z. B. Stadtgas oder auch Erdgas bei niedrigen Drücken, kann man wie Idealgas behandeln, obwohl es ein ideales Gas in Wirklichkeit nicht gibt.
  • Immissionen
    Immissionen sind Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen, die auf Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirken.
  • Inerte
    Als Inerte werden die nicht brennbaren Bestandteile eines Brenngases bezeichnet; z. B. Stickstoff und Kohlendioxid.
  • Injektorbrenner
    Gasbrenner, bei dem die Verbrennungsluft durch die Injektorwirkung einer Brenngasdüse in ein Mischrohr gesaugt wird. Die Gasbrenner von den meisten Gasgeräten arbeiten nach diesem Grundprinzip.
  • Innenleitung
    Eine Innenleitung ist eine Gasleitung, im Gebäude. Zu diesem System gehören die Verteilungsleitung(en), Steigleitung(en), Verbrauchsleitung(en), Abzweigleitung(en) und Geräteanschlussleitung(en).
  • Innung
    Das Handwerk braucht sowohl ein funktionierendes Selbstverwaltungsorgan als auch eine wirksame Interessenvertretung nach außen - und dies auf allen Ebenen. Auf der Kreisebene wird dies durch die Innung abgedeckt.
  • Instandhaltung
    Als Instandhaltung bezeichnet man alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Tüchtigkeit eines Systems; dazu gehören u. a. Wartung, Reparatur, Inspektion, Revision.
  • Intelligente Energie
    Benutzung und Förderung von erneuerbaren Energien und energieeffizienten Geräten und Anlagen, um Energie nachhaltig zu nutzen.
  • Ionisationsüberwachung
    Die Ionisationsüberwachung ist eine Sicherheitseinrichtung im Gasgerät und dient der Flammenüberwachung. In einer Gasflamme findet während der Verbrennung eine chemische Reaktion statt, durch die freie Elektronen auftreten. Diese sorgen dafür, dass die Flamme elektrisch leitfähig geworden ist, d. h. bei Anlegen einer Spannung fließt ein Strom – der Ionisationsstrom. Da sich die Ionen nur in Flammenrichtung bewegen, kann auch der Strom nur in eine Richtung fließen. Die Flamme wirkt also wie ein Gleichrichter. Dieser Gleichrichtereffekt wird zur Flammenüberwachung genutzt.
  • Isolierstück
    Ein Isolierstück ist ein Bauelement einer Gasleitung, welches den Stromfluss über die metallene Hülle unterbricht.
J
  • Jahresbrennstoffbedarf
    Dieser lässt sich rechnerisch ermitteln. Jahresbrennstoffbedarf (m³/a) = Jahresenergiebedarf (kWh/a) : Heizwert (kWh/m³) Der jährliche Energiebedarf errechnet sich wie folgt: Jahresenergiebedarf (kWh/a) = Gesamtwärmebedarf (kW) x Vollbenutzungsstunden (h/a) : Nutzungsgrad.
  • Jahresheizkostenabrechnung
    Die tatsächlichen Kosten einer Anlage zur Heizung und Warmwasserbereitung werden in der Regel jährlich ermittelt (Jahresheizkostenabrechnung). Dabei finden folgende Einzelkosten Berücksichtigung: - kapitalgebundene Kosten: Sie ergeben sich aus der Umrechnung der Investition für die Erstellung und Instandsetzung in jährliche Kosten. - betriebsgebundene Kosten: Diese beinhalten die Kosten für Wartung, Schornsteinfegergebühr und Aufwendungen für Abrechnung. - verbrauchsgebundene Kosten: Dies sind vor allem die Brennstoffkosten. Verbrauchsabhängig sind im Weiteren die Kosten für Hilfsenergie wie z. B. elektrischen Strom für die Umwälzpumpen.
  • Jahresnutzungsgrad
    Siehe Jahreswirkungsgrad.
  • Jahreswirkungsgrad
    Der Jahreswirkungsgrad oder auch Jahresnutzungsgrad ist das Verhältnis der jährlich genutzten Wärmemenge zur aufgewandten Wärme bei Betrieb eines Wärmeerzeugers.
  • Joule
    Joule ist die Internationale Maßeinheit für Energie.
  • Jährliche Wartung
    Die regelmäßige Wartung muss durch eine Fachfirma durchgeführt werden und beinhaltet die Reinigung des Gerätes, eine Funktionsüberprüfung sowie die Messung und Einstellung der Abgaswerte. Dies gewährleistet eine schadstoffarme und energiesparende Verbrennung der Heizmedien.
K
  • KWK-G-Umlage
    Die Umlage aus dem KWK-Gesetz (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) mit dem Ziel, die erhöhten Kosten der Betreiber von Blockheizkraftwerken über einen Aufschlag, auf die Netznutzungsentgelte auf die Letztverbraucher umzulegen. Diese Regelung steht in direktem Zusammenhang mit den Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches die Förderung regenerativer Energieträger unter anderem durch die EEG- und KWK-Umlage festlegt. Ähnlich der darin festgeschriebenen EEG-Umlage wurde 2002 auch die KWK-Umlage beschlossen.
  • KWK-Gesetz
    Das Gesetz für die Erhaltung, Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung regelt die gesetzliche Zuschussregelung zur Förderung von Strom aus bestehenden und modernisierten KWK-Anlagen.
  • Kalorimeter
    Ein Kalorimeter ist ein Messgerät, das zur Bestimmung des Brennwertes und des Heizwertes eines Brennstoffes dient.
  • Kehr- und Überprüfungsordnung
    Die Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) regelt auf Landesebene die gesetzliche Kehr- und Überprüfungspflicht u. a. von Gasgeräten durch den Schornsteinfeger. Inhalt ist der Umfang der durchzuführenden Arbeiten und die dafür geltenden Fristen.
  • Kennwerte
    Kennwerte von Gasen sind wichtige chemisch-physikalische Größen dieser Gase, wie z. B. Heizwert, Dichte, Zähigkeit.
  • Kilowattpeak (kWp)
    KWp ist eine Maßeinheit, so wie Gramm oder Kilo. "Peak" ist Englisch und bedeutet "Spitze". In Kilowattpeak wird die Spitzenleistung einer Solarzelle angegeben. Das bedeutet: Deren Leistungsabgabe bei einer Bestrahlungsstärke der Sonne von 1.000 W/m² und einer Solarzellen-Temperatur von 25 Grad Celsius, dann gibt die Solarzelle ihre höchste Leistung ab, die gemessen wird in kWp.
  • Kilowattstunde
    Die Kilowattstunde (kWh) ist eine Einheit für die Größe Energie.
  • Kleinflaschenanlage
    Flüssiggas-Kleinflaschenanlagen sind Anlagen mit Kleinflaschen zur Gasbereitstellung. Kleinflaschen sind dabei Druckgasbehälter mit einem Füllgewicht bis 14 kg. In einer Wohnung dürfen sich höchstens 2 Kleinflaschen befinden, wobei in einem Raum nur eine Kleinflasche aufgestellt werden darf.
  • Klimaneutrales Erdgas / Zertifikat
    Mit der Option klimaneutral werden, für einen geringen Aufpreis, Klimaschutzzertifikate gekauft, die CO2 in der Atmosphäre reduzieren und damit das bei der Erdgasverbrennung entstandene CO2 ausgleichen.
  • Klimawandel
    Der Klimawandel beschreibt die Veränderung des globalen Klimas über einen bestimmten Zeitraum. Neben den natürlichen Prozessen bezieht er sich besonders auf die von den Menschen verursachten Veränderungen und die damit verbundenen Folgen.
  • Klärgas
    Klärgas ist ein Gas, das durch biologische Umwandlungsprozesse aus Abwässern entsteht. Es besteht zum größten Teil aus CH4 und CO2. Klärgas wird zur Erzeugung von Strom und Wärme verwendet.
  • Kohle
    Kohle gehört zu der Gruppe der fossilen Brennstoffe. Kohle ist ein festes Sedimentgestein. Sie entsteht durch Inkohlung, die Zersetzung und Umwandlung von Pflanzen - und Tierresten.
  • Kohlendioxid
    Kohlendioxid ist heute in den Mittelpunkt der energiebedingten Emissionen gerückt; es entsteht bei jeder Verbrennung fossiler Stoffe. Damit ist es untrennbar mit der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verbunden. Kohlendioxid gehört zu den Spurengasen in der Atmosphäre, welche Eigenschaft haben, für langwellige Wärmestrahlen „undurchlässig“ zu sein. Daher gilt es als Hauptverursacher des Treibhauseffekts. Erdgas setzt bei der Verbrennung geringere Mengen CO2 frei als andere fossile Energieträger.
  • Kohlenmonoxid
    Kohlenmonoxid (CO) ist ein giftiges, geruch- und farbloses Gas; entsteht im Wesentlichen bei unvollständiger und unvollkommener Verbrennung von Brennstoffen.
  • Kombiwasserheizer
    Ein Gas-Kombiwasserheizer ist eine Gasfeuerstätte, in der durchlaufendes Wasser zur Entnahme und umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird. Im Allgemeinen kann dies nicht gleichzeitig erfolgen; es gibt eine Vorrangschaltung zugunsten der Trinkwassererwärmung. Ein Kombiwasserheizer ist eine Kombination aus Umlaufwasserheizer, und Durchlaufwasserheizer mit nur einem Brenner.
  • Kondensat
    Kondensat fällt z. B. in einer Feuerungsanlage an, wenn die Verbrennungsgase/Abgase unter den Wassertaupunkt abgekühlt werden. In konventionellen Heizungssystemen ist dies unerwünscht. In Brennwertanlagen ist diese Kondensation erwünscht, sie ist die Quelle zur Nutzung der latenten Verdampfungswärme des Verbrennungsgases/Abgases.
  • Kondensationswärme
    Die Kondensationswärme ist die Enthalpie, die bei der Kondensation von Wasserdampf zu Wasser frei wird. Dies wird in der Brennwerttechnik – Brennwertkessel genutzt, um den Wirkungsgrad zu erhöhen.
  • Kondensationswärme
    Kondensationswärme ist die Energie, die frei wird, wen Abgase vom gasförmigen in den flüssigen Zustand übergehen.
  • Konzessionsabgabe
    Konzessionsabgaben sind Entgelte für die Einräumung des Rechts zur unmittelbaren Versorgung von Verbrauchern mit Gas im Gemeindegebiet u. a. für die Benutzung öffentlicher Verkehrswege zur Verlegung und den Betrieb von Leitungen (§ 1 Abs. 2 der Konzessionsabgabenverordnung - KAV vom 09.01.1992). Diese Entgelte sind in den allgemeinen Tarifpreisen enthalten und vom Versorgungsunternehmen an die entsprechenden Gemeinden abzuführen. Die Konzessionsabgabe wird nach Centbeträgen je gelieferter Kilowattstunde (ct/kWh) bemessen.
  • Konzessionsabgabe
    Leistung, die an Gemeinden gezahlt wird, welche den Energieversorgern das Recht einräumt, Leitungen für die Versorgung mit Strom und Erdgas zu nutzen und ggfs. neu zu verlegen.
  • Konzessionsvertrag
    Der Konzessionsvertrag wir zwischen einer Gemeinde und einem Versorgungsunternehmen geschlossen, um abzusichern, dass eine Benutzung von öffentlichen Flächen für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen abgesichert wird.
  • Kraft-Wärme-Kopplung
    Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden elektrische Energie und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt. Mit der KWK wird beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk ein höherer thermischer Wirkungsgrad erreicht, als bei der ausschließlichen Stromerzeugung. Somit liegt der Nutzungsgrad höher.
  • Kraftbegrenzer
    Der Kraftbegrenzer ist ein Bauelement einer Hausanschlussleitung, die als Sollbruchstelle wirkt.
  • Kraftwerk
    Ein Kraftwerk (z.B. Wasserkraftwerk oder Windkraftwerk) erzeugt Strom und speist diese elektrische Energie in das Stromnetz ein.
  • Kugelgasbehälter
    Der Kugelgasbehälter ist ein Hochdruckgasbehälter, der zur Speicherung von Gas dient.
  • Kurzzeitige Betriebsunterbrechung
    Man spricht bei Gasanlagen von einer kurzzeitigen Betriebsunterbrechung z. B. im Falle des Wechsels des Gaszählers oder bei Wartungsarbeiten.
  • Kyoto-Protokoll
    Das Protokoll wurde auf der Weltklimakonferenz 1997 in Kyoto erstellt. 38 Industrieländer verpflichten sich erstmals dazu, ihre Gesamtemissionen von sechs wichtgen Treibhausgasen um mindestens 5,2% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.
L
  • LED
    LED steht für "Light Emitting Diode". Es handelt sich hierbei um Halbleiterdioden, die bei Stromzufuhr Licht an ihre Umwelt abgeben. Diese Leutdioden produzieren im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen viel weniger Wärme und können bis zu 90% Strom sparen.
  • LNG
    Verflüssigtes Erdgas – liquified natural gas.
  • LPG
    Flüssiggas z. B. Propan und Butan – liquified petrol gas.
  • Lagerbehälter
    Erdgedeckte Flüssiggas-Lagerbehälter sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4681. Sie sind mit mind. 0,5 m Erdüberdeckung einzulagern; auch dann, wenn das dazu führt, dass die Erddeckung Oberkante Terrain überragt. Diese Art der Einlagerung ist bei Behältern ab 3 t Lagerkapazität vorgeschrieben. Halboberirdische Flüssiggas-Lagerbehälter: sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4680. Diese Behälter werden mit ihrer unteren Hälfte bis zur Behälterachse nach den Bedingungen für erdgedeckte Behälter eingeordnet. Die andere Hälfte liegt frei. Oberirdische Flüssiggas-Behälter sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4680. Frei aufgestellte Behälter sind nur so bis zu einer Lagerkapazität < 3 t aufstellbar und müssen u. a. mit einem reflektierenden Schutzanstrich versehen sein.
  • Lagerstätte
    Eine Lagerstätte ist ein Gebiet, in dem reichlich natürliche Vorkommen von Kohle, Erdöl, Erdgas oder/und Mineralien in der Erde vorhanden sind. Zumeist lagert Erdgas in mehreren tausend Metern Tiefe unter der Erdoberfläche oder auf dem Meeresgrund. Zurzeit sind Vorkommen bis zu einer Tiefe von 7000 m bekannt. In diesen Erdgasfeldern aus porösen Gesteinsschichten steht das Gas, in Abhängigkeit von der Tiefe, unter einem Druck von bis zu 300 bar.
  • Lamba-Regelung
    Eine Lamba-Regelung regelt für einen Verbrennungsprozess das Verhältnis zwischen zugeführtem Brenngas und zugeführter Verbrennungsluft.
  • Langgewindeverbindung
    Klassische Verbindung von Rohren untereinander mittels Gewinde; zählt zu den lösbaren Gewindeverbindungen; für Neuanlagen in der Gasinstallation ist diese nicht mehr zugelassen.
  • Lastgang
    Lastgang, Lastprofil, Lastkurve, Lastganglinie, Lastgangkennlinie oder, je nach Zeitachse auch Tages- oder Jahresgang, bezeichnen in der Elektrizitätswirtschaft bzw. Energieversorgung den zeitlichen Verlauf der abgenommenen Leistung (z.B. der elektrischen Leistung oder der Gas-Leistung) über eine zeitliche Periode.
  • Lastschwankungen
    Lastschwankungen sind Schwankungen in der Gasversorgung beim Gaskunden. Dies bedeutet, dass die Abnahmemenge sich verändert.
  • Leckgassicherung
    Eine Leckgassicherung ist eine Sicherheitsarmatur bei Flüssiggasanlagen, die gewerblich in Räumen unter Erdgleiche benutzt werden. Sie schließt die Gaszufuhr im Falle eines Lecks in der Schlauch-Zuleitung zum Gasgerät.
  • Leistung
    Im Gasfach wird die Leistung in einer stündlichen Menge m³/h oder in einer Energiemenge kWh/h angegeben.
  • Liberalisierung
    Die Liberalisierung eines Energiemarktes bezeichnet die Öffnung eines bislang geschlossenen Marktes für andere Anbieter einer gleichen Dienstleistung. In einem liberalisierten Mark können mehrere Unternehmen um netzgebundene Kunden werben, die bislang nur durch einen Versorger bedient wurden. Die Zugänge für Unternehmen in die Versorgungsleitungen der bisherigen Lieferanten werden durch Gesetzlichkeiten geregelt, z. B. Netznutzung.
  • Licht
    Licht ist ein Bereich der elektromagnetischen Strahlung, der für Menschen sichtbar ist. Er wird in Wellenlängen angegeben.
  • Luft-Abgas-Schornstein
    Diese spezielle Art eines Schornsteins (LAS) besteht aus zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten. Dabei wird die Verbrennungsluft über einen Schacht an die Feuerstätte herangeführt und die Abgase in dem anderen Schacht über das Dach an die Atmosphäre abgegeben. Hier gibt es die Möglichkeit einer Mehrfachbelegung, dabei sind mehrere raumluftunabhängige Gasfeuerstätten an einen Luft-Abgas-Schornstein angeschlossen.
  • Luftbedarf
    Der Luftbedarf ist die Luftmenge bzw. der Luftmengenstrom der zur Verbrennung einer Menge Brenngas erforderlich ist.
  • Luftheizer
    Luftheizer sind Heizgeräte, die Warmluft für Heizungszwecke und/oder Trockenprozesse bereitstellen.
  • Luftmischanlagen
    Anlagen, in denen Gemische aus Brenngas und Luft ( z. B. Propan/Luft) hergestellt werden.
  • Luftvorwärmer
    Der Luftvorwärmer, auch Rekuperator genannt, wärmt die Luft, z. B. Verbrennungsluft, vor.
  • Luftzahl
    Die Luftzahl (Luftverhältniszahl) gibt das Verhältnis von zugeführtem zu theoretisch erforderlichem Luftstrom zur Verbrennung an.
  • Lumen
    Als Lumen bezeichnet man die Einheit de Lichtstroms, das heißt der sichtbaren Energie, die von einer Lichtquelle pro Zeiteinheit angestrahlt wird. In der Photometrie benennt es die pro Sekunde abgestrahlte Leistung im Wellen Bereich des sichtbaren Lichts.
  • Lumen
    Als Lumen bezeichnet man die Einheit des Lichtstroms, das heißt der sichtbaren Energie, die von einer Lichtquelle pro Zeiteinheit angestrahlt wird. In der Photometrie benennt es die pro Sekunde abgestrahlte Leistung im Wellenbereich des sichtbaren Lichts.
  • Lux
    Lux ist die Maßeinheit der abgeleiteten Beleuchtungsstärke und der Lichtausstrahlung.
M
  • Magnet
    Ein Magnet ist ein Körper, der andere Körper magnetisch anzieht oder abstößt. Er ist von einem Magnetfeld umgeben. Ein Magnet hat zwei Pole, die man Nord- und Südpol nennt.
  • Megawattstunde (MWh)
    1 MWh entspricht 1.000 kWh
  • Methan
    Methan ist ein geruchs- und farbloses Gas, das brennbar ist. Mehtan wird bei der Verdauung erzeugt und spielt eine wichtige Rolle im Bereich Biomasse.
N
  • Nachhaltigkeit
    Bedeutet so viel wie Dauerhaftigkeit, Zukunftsfähigkeit. Wenn ein Projekt von Dauer und zukunftsorientiert ist, so wird das Projekt "nachhaltig" genannt.
  • Nahwärme
    Unter Nahwärmeversorgung wird im Gegensatz zur Versorgung mit Fernwärme - die Verteilung von Wärme im direkten Umfeld des Orts der Energieerzeugung verstanden, z.B. in kleinen Siedlungen oder Mehrfamilien Häusern. Dabei werden häufig Blockheizkraftwerke eingesetzt.
  • Nennleistung
    Nennleistung ist die vom Hersteller festgelegte und im Dauerbetreib, unter Beachtung des vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrads, als einhaltbar garantierte größte Leistung.
  • Netznutzungsentgelte
    Entgelte, die Strom- und Gasnetzbetreiber für die Netznutzung zur Netzdurchleitung von den Netznutzern erheben.
  • Neutron
    Ein Neutron befindet sich im Atomkern eines Atoms und ist elektrisch neutral.
  • Niedertarif (NT)
    Der Niedertarif (auch Schwachlasttarif oder Nachttarif) rechnet die Energie, die Sie zwischen 22:00 und 6:00 Uhr, u.U. auch am gesamten Wochenende und an Feiertagen, verbrauchen mit einem reduzierten Arbeitspreis. In den restlichen Zeiten gilt ein Hochtarif (HT).
  • Nutzenergie
    Energie, die nach Umwandlung dem Endverbraucher zur Verfügung steht, wie z.B. Licht, Wärme oder mechanische Energie.
O
  • Odorierung
    Gase der öffentlichen Gasversorgung müssen einen hinreichenden Geruch (Warngeruch) haben. Da Erdgas von Natur aus geruchlos ist, muss es odoriert werden. Die Odorierung ist in erster Linie eine Sicherheitsmaßnahme für den Gaskunden.
  • Offshore Windpark
    "Offshore" bezeichnet feststehende Gebäude, die auf offener See vor der Küste stehen. Der Offshore Windpark bezeichnet somit Windkraftanlagen auf offener See.
  • Offshore-Haftungsumlage
    Das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (Beschluss Bundestag vom 20.12.12) enthält auch eine Haftungsregelung, mit der die Betreiber von Offshore-Windanlagen bei Störungen oder Verzögerungen der Netzanbindung entschädigt werden. Ein Teil dieser Entschädigung soll über eine bundesweit geltende Offshore-Haftungsumlage für Stromkunden eingebracht werden.
  • Ozon
    Ozon – ein Sauerstoffmolekül mit 3 Atomen – bildet sich auf natürliche Weise in Höhen zwischen 12 und 50 Kilometern. Die einfallende Sonnenstrahlung wird von dieser Schicht absorbiert und so von der Erdoberfläche ferngehalten. Seit den 70er Jahren registrieren Experten eine Abnahme dieser Ozonschicht - verursacht vor allem durch Gastreibmittel in Spraydosen, den FCKW oder Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen. Außerdem kann sich Ozon in Bodennähe bei hohen Konzentrationen an Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen bei starker Sonneneinstrahlung verstärkt bilden. Dies führt in Ballungsgebieten zu wesentlich erhöhten Belastungen für die Menschen, da reines Ozon ein Atemgift ist.
  • Ozonloch
    Die Abnahme der Ozonschicht an einem spezifischen geographischen Ort wird Ozonloch genannt. Es gibt zwei größere Ozonlöcher: am Nordpol und am Südpol.
  • Ökostrom (Grüner Strom)
    Mit dem Begriff "Ökostrom" wird Strom, der durch Regenerative Energiequellen wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugt wurde, bezeichnet.
  • Ölpreisbindung
    Seit den 60er-Jahren sind die beiden wesentlichen Konkurrenzenergien im Wärmemarkt (Erdgas/Heizöl) durch die Ölpreisbindung aneinander gekoppelt. Die Ölpreisbindung ist Bestandteil der Verträge zwischen Gasproduzenten, Importeuren und weiterverteilenden Unternehmen. Die Gaspreise folgen mit mehrmonatigem Abstand dem Ölpreis. Damit sollen Preissprünge verhindert werden. Dies stellt sicher, dass die investitionsintensive Förderung, der technisch aufwendige Import und die Verteilung über Leitungsnetze eine preislich berechenbare Basis haben.
P
  • Pauschaltarif
    Dieser Tarif ist ein Abrechnungstarif, bei dem auf Erfahrungswerte zurückgegriffen wird. Zum Beispiel bei einer Kochpauschale wird von der entsprechenden Leistung des Gerätes und dem Verbrauchsverhalten des Kunden ausgegangen und ein fester Gasverbrauch pro Jahr der Abrechnung zugrunde gelegt. Dieses System kann jedoch zu einer Benachteiligung einzelner Kundengruppen mit einem geringeren Gasverbrauch führen, so dass mehr Gas bezahlt wird, als verbraucht wurde.
  • Permeabilität
    Die Permeabilität ist die Durchlässigkeit von Materialien gegenüber Gas. Sie gibt an, wie viel Gasmenge in einer Zeiteinheit über eine bestimmte Fläche fließt. Da kein Material 100% dicht ist, wird besonders beim Einsatz von neuen Materialien (Gewebe u. a.) auf die Permeabilität großen Wert gelegt.
  • Photovoltaik
    Technik, bei der Sonnenstrahlung und Licht mit Hilfe von Solarzellen in elektrische Energie direkt umgewandelt wird. Technisch ausgereiftes System mit guten Voraussetzungen zum Einsatz auch in Mitteleuropa.
  • Piezoelektrische Zündeinrichtung
    Geräte zum Anzünden von Brenngas-Luft-Mischungen in Gasgeräten. Hier wird der piezoelektrische Effekt angewendet. Dabei handelt es sich um eine Direktumwandlung von mechanischer Energie in Elektroenergie mit hohen Spannungen. So springt über zwei Elektroden ein Funke über, der das Brenngas-Luft-Gemisch zum Zünden bringen kann.
  • Plattenheizkörper
    Diese Heizkörper sind dadurch gekennzeichnet, dass sie bei sehr geringer Tiefe große glatte oder profilierte Heizflächen besitzen. Sie geben ihre Wärmeleistung je nach Ausführung in unterschiedlich großen Anteilen durch Strahlung und durch Konvektion ab.
  • Porenspeicher
    Spezielle Form eines Erdgasspeichers, bei dem das Gas in poröse Erdschichten eingepresst wird. Siehe Erdgasspeicher.
  • Preisanpassungsklausel
    Preisbestimmungen, in welchen eine automatische Preisanpassung vertraglich festgelegt ist. Damit wird z. B. der Gaspreis in Abhängigkeit von verschiedenen Ölsorten festgelegt. Es kann auch eine terminliche Festlegung getroffen werden, bei dem der Preis in einem festgelegten Zeitraum angepasst wird.
  • Primärenergie
    Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Hierzu zählen fossile Energieträger wie: Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl mit 39 Prozent der wichtigste Energieträger, gefolgt von Gas (21 Prozent) und Steinkohle (13 Prozent). Die erneuerbaren Energieträger decken rund zwei Prozent des Primärenergieverbrauchs.
  • Primärluft
    Bei Gasbrennern kann die zur Verbrennung erforderliche Luftmenge dosiert zugegeben werden; zuerst wird die sog. Primärluft zugegeben.
  • Propan
    Propan ist ein Brenngas, das eine Art Flüssiggas nach DIN 51622 ist. Als Einzelgas C3H8 weist es folgende wichtige Daten aus: - Dichte des flüssigen Gases: 0,53 kg/l bei 0° C - Normdichte des Gases: 1,97 kg/m³ - Brennwert: 13,98 kWh/kg - Heizwert: 12,87 kWh/kg - Zündgrenzen: 1,7 - 10,9 Vol.% - Zündtemperatur: 460° C - Theoretischer Luftbedarf: 24,36 m³/m³ - Theoretische Verbrennungsgasmenge, feucht: 26,24 m³/m³ - Maximaler CO2-Gehalt: 13,8 Vol.%
  • Proton
    Ein Proton ist ein positiv geladenes Teilchen, welches sich im Kern eines Atoms befindet.
  • Prüfgase
    Gasgeräte werden im Labor mit einheitlichen Brenngasen geprüft; sogenannte Prüfgase.
  • ppm
    parts per million (10-6)
R
  • RLM (registrierte Leistungsmessung)

    Fernauslesbarer Lastgangszähler mit monatlicher Abrechnung.

    - bei Strom: ab 100.000 kWh/a Verbrauch

    - Bei Erdgas: ab 1.200.000 kWh/a Verbrauch

    - oder bei einer Leistung > 500 kW/a

  • Raffineriegas
    Brenngas, das bei der Verarbeitung von Rohöl anfällt. Es enthält in Abhängigkeit von der Herkunft des Rohöls unterschiedliche Anteile an niedrigmolekularen Kohlenwasserstoffen und Wasserstoff.
  • Raumgröße
    Anforderungen an die Größe des Aufstellraumes von Gasgeräten werden aus Gründen der Verbrennungsluftbereitstellung gestellt.
  • Raumluftüberwachungseinrichtung
    Die Raumluftüberwachungseinrichtung ist eine Einrichtung an einem Gasgerät, die bei Überschreiten eines vorgegebenen CO-Wertes in der Raumluft die Gaszufuhr selbsttätig schließt.
  • Raumtemperatur
    Temperatur in einem Raum an einer bestimmten Stelle. Sie ist mitbestimmend für den Energieverbrauch und die Heizkosten, eine Raumtemperatur von 20° C im Wohnbereich reicht aus. 1° C Temperaturabsenkung von 21° C auf 20° C bringt eine Energieeinsparung von ca. 6 %.
  • Regelenergieumlage (heute Bilanzierungsumlage)
    Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrags aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird eine Bilanzierungsumlage erhoben.
  • Regelung
    Unter Regelung versteht man einen Vorgang, bei dem eine physikalische Größe (Regelgröße) aufgrund einer Messung fortlaufend erfasst, mit einer anderen Größe (Führungsgröße) verglichen und trotz störender Einflüsse von außen möglichst konstant oder auf vorgeschriebenen Werten gehalten wird.
  • Regenerative Energien
    Siehe erneuerbare Energien.
  • Regionalversorger
    Ein Regionalversorger ist ein Gas- bzw. Energieversorgungsunternehmen mit einem territorial eingegrenzten Versorgungsgebiet. Dies bedeutet, dass keine Gas- bzw. Energielieferung außerhalb der Versorgungsgebiete durchgeführt wird, aber wiederum nicht nur Abnehmer einer Stadt versorgt werden.
  • Reinigungsöffnung
    Diese Öffnung an Anlagen und Leitungen dient der Reinigung von innen und zur Inspektion. Die Öffnung ist mit einem Verschluss versehen. Eine spezielle Form am Hausanschluss eines Gaskunden kann ein Reinigungs-T-Stück sein. Von dieser Stelle aus ist die Reinigung und Inspektion der Hausanschlussleitung möglich. Üblicherweise ist das Reinigungs-T-Stück mit einem Stopfen verschlossen.
  • Rekuperator
    Siehe Luftvorwärmer.
  • Reparatur
    Instandhaltung einer Gasanlage, bei der Bauteile erneuert werden.
  • Reservebehälter
    Reservebehälter einer Flüssiggas-Versorgungsanlage sind Druckgasbehälter, die nach Entleerung der Betriebsbehälter die Versorgung der Geräte übernehmen.
  • Ressourcen
    In der Gaswirtschaft bezeichnet man damit alle Gasmengen, die durch Probebohrungen nachgewiesen sind. Mindestens die Hälfte davon ist wirtschaftlich nutzbar.
  • Rohgas
    Bezeichnung für Gas, das im Rahmen seiner Herstellung noch nicht die Qualität für die Abgabe an die Verbraucher hat.
  • Rohreinzugsverfahren
    Das Rohreinzugsverfahren ist ein Sanierungsverfahren, bei welchem eine neue Rohrleitung in eine alte Rohrleitung eingezogen wird.
  • Rußzahl
    Maß für den Rußgehalt von Abgasen aus Heizölfeuerstätten. Die Rußbildung darf den Schwärzungsgrad 3 nicht überschreiten. Die Messung wird vom Schornsteinfeger durchgeführt.
  • Rücklauf
    Der Rücklauf ist der Teil des Heizungssystems, in dem das Heizmedium (z. B. Wasser) zurück zum Wärmeübertrager des Heizgerätes fließt oder gepumpt wird.
S
  • SKE
    Siehe Steinkohleeinheit.
  • SLP (Standard Lastprofil) - i.d.R. wie zu Hause

    Klassischer Strom- und Gaszähler mit "manueller" Ablesung und monatlichen Abschlägen:

    - bei Strom: bis 100.000 kWh/a Verbrauch

    - Bei Erdgas: bis 1.200.000 kWh/a Verbrauch

    - Oder bei einer Leistung < 500 kW/a

  • SNG
    Synthetisch hergestelltes Brenngas aus Stein- oder Braunkohle: „synthetic natural gas“.
  • Scheinarbeit
    Die Scheinarbeit ist die Scheinleistung multipliziert mit einer definierten Zeitspanne. Die Einheit ist kWh.
  • Scheinleistung
    Die Scheinleistung ist die elektrische Leistung, die vom Stromnetz bereitgestellt werden muss. Sie ist die geometrische Summe aus Wirkleistung und Blindleistung.
  • Schornstein
    Ist ein Schacht in oder an Gebäuden (bzw. auch freistehend), der ausschließlich dazu bestimmt ist, Abgase über das Dach ins Freie zu fördern.
  • Schutzabstand
    Um eine Beeinflussung von technischen Systemen untereinander oder der Umwelt einzuschränken, werden Abstände definiert. Der Schutzabstand bei Flüssiggasanlagen ist z. B. der Abstand zwischen Flüssiggasbehältern und benachbarten Anlagen, Einrichtungen, Gebäuden oder öffentlichen Verkehrswegen, zum Zweck, den Flüssiggasbehälter vor einem Schadensereignis, wie Erwärmung infolge Brandbelastung oder mechanischen Beschädigungen zu schützen bzw. das Umfeld vor Wirkungen des Flüssiggasbehälters zu schützen.
  • Schutzstreifen
    Ein Schutzstreifen ist ein z. B. Geländestreifen, der sich längs einer Rohrleitungstrasse befindet. Auf diesem Streifen ist die Zufahrt und Begehbarkeit der Leitung zwecks Kontrolle immer zu gewährleisten. Dies wird vertraglich zwischen dem Besitzer und dem Versorger vereinbart. Auf dem Schutzstreifen dürfen z. B. keine Gebäude mit festen Fundamenten gebaut werden oder sonstige leitungsgefährdende Arbeiten durchgeführt werden. Die Breite des Schutzstreifens ist vom Leitungsdurchmesser abhängig. Siehe auch Wegerecht.
  • Schutzziel
    Bei der Aufstellung von Gasgeräten der Art B sind 2 Schutzziele einzuhalten. Schutzziel 1 beurteilt das Betriebsverhalten des Gasgerätes im Anfahrtszustand; Schutzziel 2 sichert ausreichende Verbrennungsluftbereitstellung.
  • Schwefeldioxid
    Schwefeldioxid ist ein farbloses, permanentes Gas mit stark reizendem Geruch; einer der weitest verbreiteten Pflanzenschadstoffe. Es entsteht u. a. bei Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe und ist dann in den Abgasen von Feuerungsanlagen sowie in den Abgasen der Kraftfahrzeuge enthalten.
  • Sekundärenergie
    Bezeichnet die nach der Umwandlung der Primärenergie verbleibende Energie (z.B. elektrischer Strom aus Erdgaskraftwerken).
  • Sekundärenergie
    Sekundärenergie ist die Energie, die als Ergebnis eines Umwandlungsprozesses und unter Energieverlust aus der Primärenergie gewonnen wird. Sekundärenergie gibt es entweder in Form leitungsgebundener Energie wie Strom, Fernwärme und Brenngas oder in Form von Produkten wie Benzin, Heizöl, Koks, Briketts.
  • Sicherheitsabblaseventil (siehe auch Sicherheitsabsperrarmatur)
    Das Sicherheitsabblaseventil (SBV) ist ein Überdruckventil, das z. B. Gas aus einer Rohrleitung oder einem Druckbehälter entlässt, wenn der Druck darin zu groß wird. Auf das gefahrlose Ableiten der austretenden Gase ist zu achten.
  • Sicherheitsabsperrarmatur
    Mit Sicherheitsabsperrarmaturen werden z. B. Brenner ausgerüstet sein, um im Fall einer Störmeldung oder Brennerabschaltung die Brenngaszufuhr zu unterbrechen. Dies geschieht z. B. mit sogenannten Sicherheitsabsperrventilen.
  • Sicherheitsabsperrventil
    Das Sicherheitsabsperrventil (SAV) ist ein Sicherheitsbauteil in einer Gasrohrleitung, welches vom Gas durchströmt wird und bei Überschreiten und /oder Unterschreiten eines eingestellten Ansprechdruckes die Gasdurchströmung unterbricht. Es öffnet nicht von selbst, wenn der Druck danach wieder den Normalwert erreicht. (Siehe auch Sicherheitsabsperrarmatur).
  • Sicherheitstemperaturbegrenzer
    Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) ist eine Sicherheitseinrichtung, die bei zu hohen Temperaturen im System eine Sicherheitsabschaltung (Störabschaltung) bewirkt. Ein STB ist z. B. Teil der Sicherheitseinrichtung von Heizungsanlagen. Jeder Wärmeerzeuger muss einen typgeprüften Sicherheitstemperaturbegrenzer mit eigenem Fühler haben. Er misst z. B. die Vorlauftemperatur nach dem Heizungskessel und unterbricht die Brennstoffzufuhr zum Kessel bei Überschreitung einer eingestellten Vorlauftemperatur.
  • Solaranlagen
    Solaranlagen sind Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung direkt nutzen. Sonnenkollektoren können in unseren Breiten z. B. für die Warmwasserbereitung und zur Schwimmbadbeheizung eingesetzt werden; in Photovoltaikanlagen wird Strom direkt erzeugt.
  • Solarenergie
    "Solar" heißt: von der Sonne. Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die Energie, die von der Sonne kommt.
  • Solarthermie
    Mit Flüssigkeit gefüllte Röhren werden von der Sonne erhitzt. Diese heiße Flüssigkeit wird mit Hilfe eines Pumpsystems in den Warmwasserspeicher geleitet, wo die Flüssigkeit ihre Wärme an das Wasser abgibt. Die Solarthermie nutzt also die Energie der Sonnenstrahlen in Form von Wärme
  • Sonnenkollektoren
    Bauteil, welches benötigt wird, um mit der Sonne warmes Wasser herzustellen. Ein Sonnenkollektor besteht aus einer dunklen Absorbieroberfläche(absorbieren bedeutet hier Energie aufnehmen), in denen Kupferrohre eingelassen sind. Hierin zirkuliert ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, das durch die Sonneneinstrahlung aufgehitzt wird und über einen Wärmetauscher das Trinkwasser erwärmt.
  • Spannung
    Die Spannung ist die Voraussetzung dafür, dass ein Strom fließen kann. Die Spannung selbst kann dabei als "Maß für das Bestreben der Elektronen, sich von einem Pol zum anderen ausgleichen zu wollen" bezeichnen.
  • Speicher
    Sie dienen dem Ausgleich von verbrauchsabhängigen, vorwiegend saisonal bedingten Schwankungen in Gasversorgungsleitungen. Man unterscheidet zwei Arten: - Porenspeicher bestehen aus porösem Gestein und nehmen ähnlich wie ein Schwamm, das Gas in Ihren Poren auf. Eine geschlossene Deckschicht sorgt dafür, dass kein Gas nach oben ausströmen kann. Nach unten ist die Dichtheit durch wasserführendes Erdreich gegeben. Zurzeit werden 20 Porenspeicher in Deutschland betrieben. - Bei Kavernenspeichern wird das Gas in unterirdische Hohlräume gedrückt, die durch den Abbau von Salz entstanden sind. Zurzeit werden 14 Kavernenspeicher in Deutschland betrieben.
  • Spitzenvolumenstrom
    Berechnungsvolumenstrom für Gasleitungen.
  • Stadtgas
    Das Stadtgas ist ein wasserstoffreiches Brenngas, das in Gaswerken hergestellt wird. Heute hat es keine Verbreitung mehr und ist durch das höherwertige Erdgas abgelöst worden.
  • Stadtwerke
    Meist kommunale Unternehmen, die die Grundversorgung einer Stadt mit Strom, Wasser, Gas und Abwasser-Entsorgung übernehmen.
  • Stand-By-Verbrauch
    Geräte, deren Stromverbindung nicht getrennt wird, sondern die ausgeschaltet im Leerlauf sind, benötigen trotzdem Energie. Die Nutzfunktion ist deaktiviert, kann aber jederzeit ohne Wartezeit wieder angeschaltet werden. Das nennt man Stand-by-Funktion.
  • Steigleitung
    Der geschossübergreifende Teil einer Rohrleitungsanlage im Gebäude wird mit Steigleitung benannt.
  • Steinkohleeinheit
    Die Steinkohleeinheit (SKE) ist das Standardmaß für den Energieinhalt fossiler Brennstoffe. 1 SKE hat einen Energiegehalt von 8,141 kWh. Ein kg Öl entspricht 1,44 kg SKE, ein Normkubikmeter Gas 1,33 kg SKE. Auch ein Sekundärenergieträger kann in diese Energieeinheit umgerechnet werden: 1 kWh Strom entspricht 0,123 kg SKE.
  • Stillgelegte Leitungen
    Stillgelegte Leitungen sind Gasleitungen, die bestimmungsgemäß auf Dauer nicht mehr betrieben werden und von der gasführenden Zuleitung getrennt sind.
  • Strahlungsbrenner
    Strahlungsbrenner sind Gasbrenner, die Wärme vorzugsweise in Form von Strahlung abgeben. Sie finden z. B. zur Beheizung von großen Räumen (Hallen usw.) Anwendung. Dabei wird das vorgemischte Luft-Erdgasgemisch in einem kurzflammigen Flammenteppich verbrannt. Dies geschieht auf glühenden keramischen oder metallenen Brennflächen. Es werden ein hoher Wirkungsgrad und eine geringe Umweltbelastung erreicht.
  • Strahlungsverlust
    Der Strahlungsverlust ist eine Art Wärmeverlust an die Umgebung, der z. B. bei Gasfeuerstätten auftritt.
  • Streckenbelastung
    Die Streckenbelastung ist im Rahmen der Berechnung von Installationsleitungen die Summe der danach angeschlossenen Nennbelastungen der Gasgeräte. Multipliziert mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor ergibt sich die für die Berechnung des Durchmessers/Druckverlustes anzusetzende Belastung.
  • Strom
    Unter Strom versteht man die Bewegung von Elektronen im Leitungsdraht. Elektronen kann man sich als kleine, unsichtbare Kügelchen vorstellen. Wenn diese sich in eine bestimmte Richtung bewegen, bzw. strömen, spricht man von Strom.
  • Strompreis
    Der Strompreis setzt sich aus den Kosten für Energiebeschaffung, Vertrieb und Netznutzung zusammen. Dazu kommen staatliche und kommunale Abgaben sowie Steuern. Die Energieanbieter haben nur begrenzten Einfluss auf den Energiepreis.
  • Stromsteuer
    Die Stromsteuer ist eine indirekte Verbrauchssteuer, die beim Stromversorger anfällt, wen Strom von einem Letztverbraucher aus dem Versorgungsnetz entnommen wird. Die Stromsteuer beträgt seit 2003 2,05 ct/kWh.
  • Stromstärke
    Die Stromstärke gibt an, wie viele Elektronen in einer bestimmten Zeit durch die Stromleitung fließen.
  • Stromzähler
    Ein Messgerät, welches die genutzte elektrische Energie und damit die erbrachte Leistung misst.
  • Strömungssicherung
    Bauteil eines Gasgerätes der Art B1, das im Abgasweg unmittelbar nach dem Gerät angeordnet ist. Sie stellt eine offene Verbindung zum Aufstellraum her und bewirkt bei Schornsteinzug das Einströmen von Mitluft in die Abgasanlage und bei Stau oder Rückstrom im Abgasweg das Einströmen von Abgas in den Aufstellraum. Die Strömungssicherung bewirkt bei Gasgeräten der Art B die einwandfreie Gasverbrennung unabhängig von den Verhältnissen in der Abgasanlage.
  • Störfallverordnung
    Die 12. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz wird Störfallverordnung genannt.
  • Sumpfgas
    Dieses methanreiche Gas entsteht bei Faulprozessen in Sumpfgebieten und wird an die Atmosphäre abgegeben.
T
  • TRGI
    Abkürzung für Technische Regeln für Gasinstallationen; DVGW-Arbeitsblatt G 600.
  • TRK-Wert
    Der Wert der Technischen Richtkonzentration gibt die Konzentration von Gasen, Dämpfen und Schwebestoffen in der Luft an, die für zu treffende Schutzmaßnahmen und messtechnische Überwachungen am Arbeitsplatz heranzuziehen sind. Dies betrifft nicht die Stoffe, für die MAK-Werte festgelegt sind. Darin sind die Festlegungen für die TRK-Werte für einen 8 Stundenbetrieb und die Wochenregelungen (bei 40 Stunden) enthalten. Bei der Anwendung dieser sind die TRGS 402 (Technische Regeln für gesundheitsgefährdende Stoffe) heranzuziehen.
  • Tank
    Ein Tank ist ein geschlossener Behälter für Flüssigkeiten oder Gase.
  • Tarifsystem
    Das Tarifsystem regelt die einheitliche Preisgestaltung und Preisstruktur in bestimmten Regionen für gleiche Verbrauchergruppen oder Verwendungsbereiche. Die Tarifstruktur kann dabei von Region zu Region sehr unterschiedlich gestaltet sein. Die Unterschiede richten sich dabei auch nach Produkt und Dienstleistung. Unterschieden werden in den meisten Fällen zwei Tarifteile. Dies ist zum einen der feste Preisanteil mit zusätzlicher Abhängigkeit von der verbrauchten Energiemenge und eine von der bezogenen Arbeit abhängende Tarifgestaltung. Der Tarif kann weiterhin in Starklast- bzw. Schwachlaststunden und saisonal unterteilt werden.
  • Taupunkt
    Darunter versteht man die Temperatur, bei der die Feuchtigkeit der Luft oder des Abgases auskondensiert, also in flüssiger Form vorliegt. Bei Erdgas liegt der Taupunkt bei 57° C und bei Heizöl bei ca. 48° C. Der erreichbare Nutzen bei Brennwertgeräten ist aus diesem Grund bei Heizöl geringer. Daher überwiegt Gaseinsatz in der Brennwerttechnik.
  • Technische Regeln Flüssiggas
    Die Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) sind vom DVGF herausgegebene Regeln, die für die Planung, Errichtung, Instandhaltung und Änderung sowie Prüfung von Anlagen, die mit Flüssiggas betrieben werden, verbindlich sind. Diese Flüssiggasanlagen bestehen aus einer Flüssiggas-Versorgungsanlage und einer Flüssiggas-Verbrauchsanlage in Gebäuden und auf Grundstücken.
  • Technische Regeln Gasinstallation
    Die Technischen Regeln Gasinstallation (TRGI) sind vom DVGW herausgegebene Regeln, die für die Planung, Errichtung, Instandhaltung und Änderung sowie Prüfung von Anlagen, die mit Erdgas betrieben werden, verbindlich sind. Diese Gasanlagen bestehen aus einer Rohrleitungsanlage, Gasgeräten, Zuluft-und Abgasanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken. (Siehe auch Rubrik Gesetze/Verordnungen)
  • Teillast
    Eine Anlage wird in Teillast betrieben, wenn ihre Leistung zwischen Mindestleistung und Dauerleistung liegt.
  • Terawattstunde (TWh)
    1 TWh entspricht 1.000.000.000 kWh.
  • Thermisch auslösende Absperreinrichtung
    Bauelement einer Gasinstallation (TAE). Diese Absperreinrichtung bewirkt, dass der Gasdurchfluss abgesperrt wird, wenn eine Temperatur von 100° C im Umfeld der TAE auftritt. Dies geschieht z. B. in einem Brandfall im Gebäude. So muss z. B. vor jedem Gasgerät, das in einem Gebäude betrieben wird, in die Zuleitung, unmittelbar vor dem Gerät, eine solche TAE eingebaut werden.
  • Thermische Gasabrechnung
    Als Thermische Gasabrechnung bezeichnet man ein Abrechnungsverfahren, bei dem die gelieferte Energie zugrunde gelegt wird. Grundlage dafür ist der Brennwert des Gases. Das gemessene Gasvolumen wird mit Druck und Temperatur auf den Bezugswert des Brennwertes umgerechnet und mit ihm multipliziert.
  • Thermografie
    Ein Verfahren, bei dem mit einer Infrarotkamera die für das menschliche Auge unsichtbare Wärmestrahlung erfasst, elektronisch umgewandelt und sichtbar gemacht wird. Die Thermografie wird zur Visualisierung von Wärmeströmen für die Indikation von Wärmeverlusten für die Überprüfung von Baukörpern eingesetzt. Bei der Industriethermografie werden mögliche Störquellen in elektrischen Anlagen sichtbar gemacht.
  • Thermostatventil
    Siehe Heizkörperventil.
  • Transportleitung
    Dies sind Rohrleitungen, die unter Hochdruck zum Transport von Gasen dienen. In der Regel ist dieser Transport über weite Entfernungen und mit großem Leitungsvermögen verbunden.
  • Trasse
    Die Trasse ist der Bereich, in welchem eine Rohrleitung verlegt ist. (Siehe auch Schutzstreifen)
  • Trassenwarnband
    Das Trassenwarnband ist ein Kunststoffband, das ca. 20 cm über der Gasrohrleitung verlegt wird. Es dient dazu, bei Bauarbeiten zu erkennen, dass sich in diesem Bereich eine Erdgasleitung befindet. Es hat die Farbe Gelb und ist mit der Aufschrift Gasleitung versehen. Damit ist die Gasleitung eindeutig zu identifizieren.
  • Trassierung
    Nach Erkundung des Geländes wird die allgemeine Linienführung einer Gasleitung mit Behörden sowie Planungsstellen abgestimmt. Nach Zustimmung wird die Leitungsführung im Gelände vermessen, wobei für schwierige oder besiedelte Gelände nicht nur der Grundriss, sondern auch der Aufriss (Längs- und Querprofil) ermittelt wird. Erforderlich sind solche Profile u. a. für die Genehmigung von Kreuzungen mit Straßen, Bächen, Bahnen etc.
  • Treibhauseffekt
    Ähnlich wie in einem Glashaus (z. B. Gewächshaus) erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung die Erdatmosphäre. Dabei lassen verschiedene Elemente in der Luft die Sonnenstrahlung durch und behindern die Rückstrahlung von der Erdoberfläche. Dadurch kommt es zu Erderwärmung. Für diesen Effekt sind z. B. Kohlendioxid, FCKW und andere verantwortlich.
  • Treibhausgas
    Als Treibhausgas werden Gase bezeichnet, welche zum Treibhauseffekt beitragen. Zu den wichtigsten Treibhausgasen zählen CO2, Methan, Stickstoff und Wasserdampf.
  • Treibstoff
    Treibstoff ist ein Brennstoff für den Antrieb von Motoren, Turbinen oder Strahltriebwerken. Man kann Treibstoffe in gasförmigem (Flüssig- bzw. Erdgas, Treibgas), flüssigem (Benzin, Dieselöl) und festem (Kohlenstaub, Magnesium) Aggregatszustand vorfinden.
U
  • Ultraschallgaszähler
    Mit dem Ultraschallgaszähler wird ein spezielles Prinzip zur Gasmengenmessung angewendet. Dabei wird die Durchflussgeschwindigkeit gemessen. Mit der Gasgeschwindigkeit ist es möglich, den Volumenstrom und damit die Gasmenge zu bestimmen.
  • Umlage nach §19 StromNEV
    Die Stromentgeltverordnung (StromNEV), eine deutsch Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Elektrizitätsversorgungsnetzen, regelt im liberalisierten Energiemarkt die Ermittlung der Netznutzungsentgelte für die Durchleitung von Strom durch die Netze der Stromnetzbetreiber zu den Verbrauchern. Die den Netzbetreibern daraus entstehenden Kosten werden auf die übrigen Letztverbraucher umgelegt.
  • Umlaufwasserheizer
    Der Gas-Umlaufwasserheizer ist eine Gasfeuerstätte, in der umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird.
  • Umrechnungsfaktor
    Der Umrechnungsfaktor ist der Multiplikator für die Umrechnung des Gasverbrauchs von Kubikmetern (m³) in Kilowattstunden (kWh). Er setzt sich zusammen aus Zustandszahl (Druck und Temperatur) und Brennwert.
  • Umspannwerk
    Die Verteilung der Energie von Kraftwerken bis zu den Verbrauchern läuft über die Umspannwerke als Zwischenstation. Dort werden zwei unterschiedliche Spannungsebenen umgewandelt / transformiert.
  • Umstellung
    Die Umstellung von Gasgeräten ist eine Maßnahme, die erforderlich ist, wenn sich die Gasversorgung von einer Gasfamilie auf eine andere Gasfamilie ändert. Dabei kann der Austausch von Bauteilen an Gasgeräten erforderlich werden.
  • Umwandlungsverluste
    Es handelt sich um die Verluste, die bei der Umwandlung von Energie entstehen. (Siehe Wirkungsgrad)
  • Umwelt
    Zusammen mit moderner Verbrennungstechnik ist Erdgas eine umweltschonende Wärmeenergie. Erdgas bietet aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften sehr gute Voraussetzungen für eine besonders schadstoffarme Verbrennung. Der gasförmige Zustand ermöglicht eine gezielte Durchmischung mit der Verbrennungsluft und somit eine annähernd vollkommene Verbrennung. Erdgas hat nur geringe Kohlenstoffanteile und setzt bei der Verbrennung geringere Mengen CO2 frei als andere fossile Energieträger. Das Umweltbundesamt hat mit seinen Ermittlungen bekräftigt, dass Erdgas eine die Umwelt schonende Energie ist. Danach hat Erdgas einen Anteil von 20 % am emissionsverursachenden Energieverbrauch in den alten Bundesländern (ohne Prozesswärme). Bei Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid (SO2), Staub und organischen Verbindungen ist der Anteil des Erdgases daran vernachlässigbar gering. Der Ausstoß von Stickstoffoxid (NOx) mit 5-%-Anteil an diesem Energieverbrauch kann darüber hinaus durch den Einsatz moderner Anwendungstechnik, wie der Gas- Brennwerttechnik vermindert werden.
  • Überdruck
    Der Überdruck ist der statische Druck, der in einem geschlossenen Raum (Rohrleitung, Behälter) gegenüber der Umgebung herrscht.
  • Überdrucksicherung
    Eine Überdrucksicherung schließt die Gaszufuhr zu einer Anlage oder einem Gerät, wenn der Druck über einen vorher eingestellten Wert steigt. Damit wird die gesamte nachfolgende Anlage vor zu hohem Druck abgesichert.
  • Übergabe
    Die Übergabe stellt die Gasmenge dar, die in eine Anlage des Netzbetreibers übergeben wird.
  • Übernahme
    Die Übernahme stellt die Gasmenge dar, die in eine Anlage des Netzbetreibers übernommen wird.
V
  • Verbindungsstück
    Ein Verbindungsstück ist ein abgasführendes Bauteil zwischen dem Gasgerät und dem ins Freie führenden Teil der Abgasanlage.
  • Verbrauchsabrechnung
    Die Verbrauchsabrechnung ist die Mitteilung über den Gasverbrauch an den Kunden. Diese schriftliche Benachrichtigung wird vor oder mit der Rechnung übergeben und beinhaltet die gesamten Verbrauchsdaten.
  • Verbrauchsanlage
    Die Flüssiggas-Verbrauchsanlage umfasst die Baugruppen einer Flüssiggasanlage nach dem Hauptabsperrorgan. Das sind im Allgemeinen: Rohrleitungsanlage, Gasgeräte, Zuluft- und Abgasanlage.
  • Verbrauchsdichte
    Die Verbrauchsdichte ist der Gasverbrauch oder auch Energieverbrauch eines Versorgungsgebietes bezogen auf die Fläche des versorgten Gebietes.
  • Verbrauchsleitung
    Die Verbrauchsleitung transportiert das Brenngas zwischen Gaszähler und einem Abzweig. Dieses Gas ist bereits gemessen und die Durchflussmenge registriert.
  • Verbrennung
    Die Oxidation eines Brennstoffes mit Sauerstoff wird dann Verbrennung genannt, wenn dabei technisch und wirtschaftlich nutzbare Wärme entsteht.
  • Verbrennungsluft
    Dieses ist die Luft, die Gasgeräten zur Verbrennung bei Betrieb zuströmt.
  • Verbrennungsluftraum
    Darunter versteht man einen Raum, mit mindestens einem zu öffnenden Fenster oder einer Außentür, in den Luft einströmen kann, die zur Verbrennung genutzt werden kann.
  • Verbrennungsluftverbund
    Ist der lufttechnische Verbund von Aufstellräumen mit Verbrennungslufträumen zur Sicherstellung der Verbrennungsluftversorgung der Feuerstätten.
  • Verbundraum
    Der Verbundraum ist im Sinne der Verbrennungsluftzuführung für Gasgeräte in Gebäuden ein Raum zwischen dem Verbrennungsluftraum und Aufstellraum.
  • Verbändevereinbarung
    Einige bundesweit arbeitende Verbände haben eine Verbändevereinbarung zum Netzzugang von Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland festgelegt. Sie hat zum Ziel, die Organisation des Netzzugangs auf Vertragsbasis von Erdgas zu konkretisieren. Sie schafft damit eine Grundlage für frei auszuhandelnde Vereinbarungen über den Netzzugang auf Vertragsbasis (NTPA) und die entsprechenden Netzzugangsentgelte. Die Vereinbarung soll den Wettbewerb gemäß den Zielen der Richtlinie 98/30/EG und der genannten Gesetze fördern.
  • Verflüssigung
    Dabei werden Gase durch Kühlung oder Druckerhöhung für Transport und Speicherung in den flüssigen Zustand versetzt.
  • Verpuffung
    Von einer Verpuffung wird gesprochen, wenn es durch eine ungewollte Verbrennungsreaktion zwar zu einer Volumenerweiterung, nicht aber zu einem relevanten Druckaufbau kommt. Beispielhaft sind Verpuffungen in Feuerungsanlagen, in denen bei fehlender Vorbelüftung (unverbrannte Brennstoffe) oder durch unvollständige Verbrennung (CO-Bildung) eine gefährliche explosive Atmosphäre auftreten kann. Wird diese Atmosphäre an einer heißen Oberfläche oder beim wiederholten Brennerstarten durchgezündet, entsteht eine Druckwelle, die zum Kamin hin und ggf. über Explosionsklappen zum Teil entspannt wird. Da die Brennräume in der Regel nicht für eine Druckbelastung ausgelegt sind, können solche Verpuffungen Schäden hervorrufen.
  • Versorgerwechsel
    Ein Versorgerwechsel aus der Grund- oder Ersatzversorgung dauert heutzutage in der Regel 14 Tage ab Auftragseingang. Bei Sonderverträgen sind die Laufzeiten und Kündigungsfristen zu beachten. Der Wechsel des Energieversorgers geschieht für Sie unmerklich und reibungslos. Die durchgängige Belieferung ist während des gesamten Anbieterwechsels ist gesetzlich garantiert. Bei einem Wechsel benötigt der neue Versorger folgende Daten:
    - Vertragspartner
    - Adresse
    - Anschrift der Lieferstelle (falls abweichend)
    - Jahresverbrauch
    - Aktueller Versorger, sowie Kundennummer/ Vertragskontonummer
    - Zählernummer
    Tipp: Die Daten finden Sie in Ihrer letzten Jahresabrechnung
  • Versorgungsanlage
    Die Flüssiggas-Versorgungsanlage umfasst alle zur Versorgung der Verbrauchsanlage mit Flüssiggas dienender Anlagenteile, d. h. den Druckbehälter (Druckgasbehälter) und die Rohrleitungsanlage bis einschließlich der Hauptabsperreinrichtung, und zwar unabhängig von der im Einzelfall gewählten örtlichen Lage der Hauptabsperreinrichtung.
  • Versorgungsdruck
    Der Versorgungsdruck ist der Gasdruck in der Versorgungsleitung, an der das zu versorgende Grundstück angeschlossen ist.
  • Versorgungsgebiet
    Das Versorgungsgebiet ist das gesamte Gebiet, das von einem Gasversorgungsunternehmen (GVU) mit Gas versorgt wird.
  • Verteilungsleitung
    Diese Leitung transportiert das Gas ungemessen zum Zähler, das heißt, bevor die Gasmenge im Gaszähler registriert wird.
  • Vertragsinstallationsunternehmen
    Erstellungs-, Änderungs- und Instandhaltungsarbeiten an Gasanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken dürfen, außer durch das Gasversorgungsunternehmen, nur von Installationsunternehmen ausgeführt werden, die in ein Installateurverzeichnis eines Gasversorgungsunternehmens als Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) eingetragen sind.
  • Vertriebsstelle
    Die Vertriebsstelle ist eine Einrichtung zum Umschlag von Flüssiggasflaschen. Die dabei vorgenommene Zwischenlagerung von Flüssiggasflaschen unterliegt verschiedenen Vorschriften, u. a. der Druckbehälterverordnung sowie den Technischen Regel Druckgase, hier TRG 280: Allgemeine Anforderungen an Druckgasbehältern und Betreiben von Druckgasbehältern.
  • Vollversorgungstarif
    Der Vollversorgungstarif wird dann abgeschlossen, wenn eine Versorgung mit Gas für Kochen, Heizen und Warmwasser durchgeführt wird.
  • Vorlauf
    Der Vorlauf ist der Teil des Heizungssystems, in dem das Heizmedium (z. B. Wasser) vom Wärmeübertrager des Heizgerätes zum zu beheizenden Medium fließt oder gepumpt wird. Dabei ist die im Medium enthaltene Wärmemenge noch gespeichert, um das zu beheizende Medium zu erwärmen.
  • Vormischbrenner
    Der Vormischbrenner ist eine Brennerart, bei der Erdgas und Verbrennungsluft vorgemischt werden. (Siehe auch Gasbrenner)
  • Vorratswasserheizer
    Gas-Vorratswasserheizer (Speicherwassererwärmer) sind Gasfeuerstätten, in denen Wasser auf Vorrat direkt erwärmt wird.
  • Vorversorgung
    Man spricht von Vorversorgung, wenn einem Abnehmer nicht sofort Erdgas zur Anwendung zum erforderlichen Termin bereitgestellt werden kann. In diesem Fall wird die Anlage mit Flüssiggas vorversorgt werden, bis Erdgas vor Ort bereitsteht.
W
  • Wartung
    Zur Wartung gehören Überwachung und Pflege, Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, sowie das Inspizieren der Anlagenteile (Durchsicht, regelmäßige Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich Einstellung der Heizungsanlage).
  • Wassergefährdung
    Abhängig von dem Wassergefährdungsgrad werden Stoffe in 4 Wassergefährdungsklassen WGK eingeteilt. Flüssiggas ist in die WGK 0 eingestuft und kann somit auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden.
  • Wasserkraftwerk
    Im Wasserkraftwerk wird die Bewegung des Wassers, die mecanische Energiem n elektrischen Strom umgewandelt. Das Wasser treibt eine Turbine an, die wiederum einen Generator antreibt, der den elektrischen Strom erzeugt.
  • Wasserstoff
    Wasserstoff ist ein brennbares Gas mit hohem Energiegehalt, das beispielsweise in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung eingesetzt wird.
  • Watt
    Mit Watt bezeichnet man die Einheit der elektrischen Leistung. Ein Watt [W] ist die Leistung eines Vorgangs, bei dem in einer Sekunde [s] die Arbeit ein Joule [J] verrichtet wird. Dezimale Vielfache sind das Kilowatt (kW = 1000 Watt), das Megawatt (MW = 1000 Kilowatt) und das Gigawatt (GW = 1000 Megawatt).
  • Wattstunde (Wh)
    Eine Wattstunde beschreibt die Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt.
  • Wechselstrom
    Der Unterschied zwischen Wechselstrom und Gleichstrom besteht darin, dass der Wechselstrom ca. 50 mal in der Sekunde(50Hz) seine Richtung(Polarität) wechselt.
  • Wegerecht
    Siehe Trassierung.
  • Windenergie
    Die Umwandlung von kinetischer Energie, der bewegten Luftmassen der Atmosphäre in elektrische Energie nennt man Windenergie. Windenergie steht im Zusammenhang mit Sonnenenergie und gehört zu den erneuerbaren Energien.
  • Windrad
    Mit Hilfe einer Windenergieanlage, die umgangssprachlich auch Windrad genannt wird, wird die Bewegungsenergie der Luftströme auf die Rotorblätter abgegeben und der Rotor in eine Drehbewegung versetzt. Der Rotor gibt die Rotationsenergie an einen Generator weiter, die dort in elektrische Energie umgewandelt wird.
  • Wirkarbeit
    Die Wirkarbeit ist die Wirkleistung multipliziert mit einer definierten Zeitspanne. Die Wirkarbeit wird in kWh angegeben.
  • Wirkleistung
    Die Wirkleistung ist die elektrische Leistung, die für die Umsetzung in eine andere Leistung verfügbar ist, z.B. in mechanische, thermische, chemische, optische oder akustische Leistung. Die Wirkleistung wird in kW(Kilowatt) angegeben.
  • Wirkungsgrad
    Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebener Leistung(Nutzen) zu zugeführter Leistung(Aufwand). Er wird verwendet, um die Effizienz einer Energie Umwandlung, Energieverteilung oder Energieübertragung zu beschreiben.
  • Wirkungsgrad
    Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei Energieumwandlungen. Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (z. B. Blockheizkraftwerk und Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk) erreichen einen besonders hohen Wirkungsgrad.
  • Wobbe-Index
    Der Wobbe-Index ist ein Kennwert für die Austauschbarkeit von Gasen hinsichtlich der Wärmebelastung einer Gasverbrauchseinrichtung. Gase mit gleichem Wobbe-Index haben bei gleicher Düse auch gleiche Wärmebelastung. In der Praxis dient der Wobbe-Index z. B. dazu, über den Düsendruck die Wärmebelastung eines Brenners einzustellen und die Austauschbarkeit von Gasen zu beurteilen.
  • Wärme
    Dies ist – vereinfacht gesagt – die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform. Bewirkt die Zufuhr von Wärmeenergie bei einem Stoff eine Temperaturerhöhung, spricht man von fühlbarer Wärme. Stoffe können auf Wärmezufuhr auch mit einer Phasenumwandlung, einer Änderung ihres Aggregatzustandes oder einer chemischen Umwandlung reagieren, ohne dass sich dabei die Temperatur ändert. Man spricht dann von latenter Wärme, da die Wärme bei der Stoffänderung gespeichert oder gebunden wird.
  • Wärmebedarf
    Der Wärmebedarf ist die Wärmemenge, die für den Heizprozess notwendig ist. Die Wärmemenge definiert sich aus der zu beheizenden Fläche, den Raumnutzungsarten und der speziellen Bauweise des zu beheizenden Hauses oder der Wohneinheit (Fenster, Wand usw.).
  • Wärmebelastung
    Die Wärmebelastung eines Gerätes, ist der vom Gas zugeführte Wärmestrom in kW, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffs. Die größte Wärmebelastung ist die vom Hersteller des Gasgerätes auf dem Geräteschild angegebene Wärmebelastung in kW, die bei Einstellung des Gasgerätes nicht überschritten werden darf. Die kleinste Wärmebelastung ist die vom Hersteller des Gasgerätes auf dem Geräteschild angegebene Wärmebelastung in kW, die bei Einstellung des Gasgerätes nicht unterschritten werden darf. (Siehe auch Nennwärmebelastung)
  • Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
    Ist das Maß für die Wärmemenge, die durch ein Bauteil von einer Wärmeren in eine kältere Umgebung fließt. Die Einheit ist Watt je Quadratmeter und je Kelvin (W/(m²K)).
  • Wärmedämmung
    Der Heizenergieverbrauch eines Gebäudes hängt im wesentlichen Teil von der Wärmedämmung der Gebäudehülle ab. Um Wärmeverluste möglichst gering zu halten, verbessert man die Wärmedurchgangskoeffizienten, indem man Dämmstoffe zum Einsatz bringt. Als Dämmstoffe gelten solche Stoffe, deren Wärmeleitfähigkeit < 0,1 W/mK ist.
  • Wärmeleistung
    Die Nennwärmeleistung ist der vom Gasgerät nutzbar gemachte Wärmestrom in kW. Die Gesamtnennwärmeleistung ist die Summe der Nennwärmeleistungen der in einem Raum, einer Wohnung oder einer sonstigen Nutzungseinheit aufgestellten Feuerstätten, die gemeinsam betrieben werden können. (Siehe auch Nennwärmebelastung)
  • Wärmeleitfähigkeit
    Die Wärmeleitfähigkeit ist die Eigenschaft eines Stoffes, Wärme zu leiten. Gute Wärmeleiter sind z. B. Metalle, hingegen schlechte Wärmeleiter z. B. Mineralfasern. Je schlechter ein Stoff die Wärme leitet, umso besser sind seine Dämmeigenschaften.
  • Wärmepumpe
    Die Wärmepumpe funktioniert wie ein „umgekehrter“ Kühlschrank. Ihre Heizenergie bekommt sie aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich. Mit Strom pumpt sie dazu Kühlflüssigkeit durch das wärmere Medium. Die Kühlflüssigkeit erwärmt sich und gibt diese Erwärmung anschließend über einen Wärmetauscher an den Heizwasserkreislauf ab. Diese Technologie eignet sich hervorragend, um moderne Erdgasheizanlagen in den kalten Wintermonaten durch ergänzende Wärme zu entlasten und so den Spitzenverbrauch zu reduzieren. Das spart Energiekosten und schont die Umwelt.
  • Wärmerückgewinnung
    Wärmerückgewinnung ist ein Sammelbegriff für Verfahren, bei denen ein Teil der thermischen Energie, die an die Umgebung abgegeben wird, nutzbar gemacht wird. Zur Wärmerückgewinnung werden Wärmeüberträger eingesetzt, mit denen zum Teil über 90% der Wärme zurückgewonnen werden. Wenn die Temperatur des Mediums nicht hoch genug ist, um Wärmeübertragung nutzbringend einzusetzen, können in manchen Fällen Wärmepumpen verwendet werden.
  • Wärmewert
    Sammelbezeichnung für Brennwert und Heizwert, er gibt Auskunft über die bei der vollständigen Verbrennung freiwerdende Wärmemenge.
Z
  • Zentralheizung
    Sind dadurch gekennzeichnet, dass es für die zu beheizenden Räume nur eine Feuerstelle gibt und dass die erzeugte Wärme unter Zwischenschaltung eines Wärmeträgers den einzelnen Räumen zugeführt wird. Als Wärmeträger wird Wasser, Dampf oder Luft verwendet, so dass sich die Zentralheizungen in Warmwasser-, Dampf- und Luftheizungen einteilen lassen.
  • Zuluft
    Dieses ist die gesamte Luft, die dem Aufstellraum zugeführt wird. Ein Teil davon nimmt als Verbrennungsluft an der chemischen Reaktion mit dem Brennstoff teil.
  • Zuständigkeit
    Zuständig für alle Fragen um die Gasversorgung ist das örtliche GVU. Dabei kann es sich um Regionalversorger oder Stadtwerke handeln. Bei Bedarf lässt sich der zuständige Gasversorger über ErdgasRuf in Erfahrung bringen. Für alle Versorgungseinrichtungen bis zur Hauptabsperrung im Gebäude ist das GVU zuständig. Die Verlegung von Gasleitungen innerhalb des Gebäudes und der Anschluss von Gasgeräten ist die Aufgabe des Fachhandwerks. Dabei dürfen die Arbeiten nur von Betrieben durchgeführt werden, die eine entsprechende Eintragung bei einem GVU besitzen. Dies sind Vertragsinstallationsunternehmen - VIU.
  • Zusätzliche Zähler
    Für jeden zusätzlichen Zähler einer bestimmten Größe wird von den Versorgern ein Grundpreis pro Jahr erhoben.
  • Zähleranschlussleitung
    Dieser Teil der Hausinstallation verbindet die Verteilungsleiter mit dem Gaszähler.
  • Zählernummer
    Die Zählernummer finden Sie auf Ihrer letzten Jahresrechnung oder direkt auf Ihrem Strom- bzw. Gaszähler. Diese befinden sich entweder in der Wohnung oder in den Kellerräumen. Die Zählernummer ist eine feststehende, sich nicht verändernde Nummer mit vier bis 16 Ziffern. Sie steht meist über oder unter einem Strichcode. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem Zählerstand. Der Zählerstand verändert sich je nach Energieverbrauch und gibt die aktuelle Zahl der bisher verbrauchten Energie an.
  • Zählpunktbezeichnung
    Der Zählpunkt ist die Bezeichnung in der Energiewirtschaft für den Punkt, an dem Versorgungsleistungen wie z.B. Elektrizität, Erdgas oder Fernwärme an den Verbraucher geleistet oder von Erzeugern bezogen werden. Dem Zählpunkt wird eine eindeutige Bezeichnung, die Zählpunktbezeichnung zugeordnet.
  • Zündeinrichtung
    Die Zündeinrichtung dient bei einer Gasfeuerungsanlage zum Anzünden des aus dem Hauptbrenner ausströmenden Brenngases. Übliche Zündeinrichtungen sind: Zündbrenner, Funkenanzündeinrichtungen, Glühwendelanzündeinrichtungen.
  • Zündflamme
    Die Zündflamme entzündet das Gas am Brenner.
  • Zündgrenze
    Die Zündgrenze ist eine bestimmte Gemischkonzentration von Brenngas und Luft. Es gibt eine obere und eine untere Zündgrenze. Ab der unteren Zündgrenze ist die vorhandene Gaskonzentration ausreichend zum Anzünden des Brenngas-Luft-Gemisches. Ab der oberen Zündgrenze ist nicht mehr genügend Sauerstoff im Gemisch zum Zünden vorhanden. Der Bereich zwischen den Zündgrenzen wird als zündfähiger Bereich (explosionsfähiger Bereich) bezeichnet.
  • Zündsicherung
    Siehe Flammenüberwachung.
  • Zündtemperatur
    Unter der Zündtemperatur ist die zur Entzündung eines Brenngas-Luft-Gemisches minimal erforderliche Temperatur zu verstehen. Sie ist abhängig von der Gaszusammensetzung und dem Gas-Luft-Verhältnis.
  • z-Zahl
    Die z-Zahl oder Zustandszahl ist das Verhältnis des vom Gaszähler gemessenen Betriebsvolumens (m³b) zum Normvolumen (m³n). Sie wird nach den gesetzlichen Grundlagen für die Abrechnung von Erdgas ermittelt und berücksichtigt die Höhenlage, den Gasdruck und die Gastemperatur.