Energie Glossar

Die wichtigsten Fachbegriffe auf einen Blick

Fachwissen kompakt und verständlich erklärt. Das MONTANA Energie-ABC bietet Ihnen die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund um das Thema Energie.

A
  • Abgas
    Beim Verbrennungsprozess werden gasförmige Verbrennungsprodukte freigesetzt, welche schließlich über das Gasgerät entweichen. Diese Gase werden als Abgase bezeichnet. Man unterteilt Abgase in zwei verschieden Gruppen: feuchte und trockene Abgase. Dabei beherbergen feuchte Abgase Wasserdampf. Abgase beinhalten im Wesentlichen den bereits erwähnten Wasserdampf, Stickstoff, Sauerstoff und Kohlendioxid.
  • Abgas-Absperreinrichtung
    ist eine thermisch-gesteuerte oder mechanisch betätigte Klappe im Abgasweg. Diese ist lediglich bei Betrieb der Gasfeuerstätte geöffnet, ansonsten befindet sie sich jedoch in geschlossenem Zustand.
  • Abgasanlage
    Eine Abgasanlage dient der Abführung von Abgasen der Gasfeuerstätte ins Freie. Generell setzt sich eine Abgasanlage aus einem Verbindungsstück (Abgasrohr) und dem Schornstein oder einer Abgasleitung und ggf. dem zugehörigen hinterlüfteten Schacht zusammen.
  • Abgasleitung
    bezeichnet eine Leitung, in der Abgas unter Unterdruck oder Überdruck abgeführt wird.
  • Abgastemperatur
    Stellt die Temperatur der Abgase von Gasgeräten dar. Der Betrag erweist sich u. a. als abhängig von Messort, Feuerungsanlage und Feuerführung. Die Abgastemperatur wird zur Ermittlung des Abgasverlustes benötigt. Die Abgastemperaturmessung wird im Verbindungsstück (Abgasrohr) des Gasgerätes an der Messöffnung im Kern des Abgasstromes (heißester Punkt im Querschnitt) vollzogen.
  • Abgasverlust
    Energiemenge der zugeführten Energie, welche als Wärme durch die Abgasanlage entweicht. Die zulässigen Höchstwerte sind in der 1. BImSchV festgelegt. Das Schornsteinfegerhandwerk prüft jährlich die Einhaltung der Grenzwerte jener Anlagen, welche eine Nennwärmeleistung von 11 KW aufweisen.
  • Abgasüberwachungseinrichtung
    Die Abgasüberwachungseinrichtung ist Bestandteil des Gasgerätes. Diese bricht die Gaszufuhr bei Abgasaustritt aus der Strömungssicherung in den Aufstellraum selbsttätig ab.
  • Abluft
    Unter Abluft versteht man die aus einem Raum abströmende Luft.
  • Abpinseln
    bezeichnet das Verfahren von Dichtheitsprüfungen an Gasinstallationsleitungen mittels einer schaumbildenden Substanz. Dabei ergibt sich aufgrund des austretenden Gases an undichten Stellen eine Blasenbildung, welche von außen sichtbar ist.
  • Absauganlage
    ist eine Einrichtung, welche der mechanischen Abführung von Abgasen dient.
  • Abzweigleitung
    Die Abzweigleitung ist der von der Verbrauchsleitung zur Geräteanschlussarmatur führende Leitungsteil einer Gasinstallation. Sie dient lediglich der Versorgung eines Gasgerätes.
  • Alternative Energien
    Bezeichnet alle nicht auf fossilen Brennstoffen basierenden Energieformen. Diese sind z. B. Solarenergie, Wasser- und Windkraft.
  • Anbohrgerät
    Mittels eines Anbohrgerätes werden Abzweige an einer unter Druck stehenden, also mit Erdgas gefüllten Rohrleitung hergestellt. Dabei muss die Gasversorgung nicht gestoppt werden. Die Technik findet beispielsweise bei der Anschließung neuer Gasabnehmer an eine bestehende Erdgasleitung Verwendung.
B
  • Balgengaszähler
    Der Balgengaszähler ist ein sogenannter Verdrängungsmesszähler. Die Messung erfolgt durch das periodische Füllen und Entleeren der Messkammern, welche durch Membranen voneinander separiert sind.
  • Bar
    Bar bzw. „mbar“ ist die in der Gastechnik benutzte Druckeinheit. Nach den SI-Einheiten ist Pascal [Pa] die Vorzugseinheit für Druck.
  • Baukostenzuschuss
    Das Gasversorgungsunternehmen verfügt über die Berechtigung, einen angemessenen Baukostenzuschuss von den Anschlussnehmern einzufordern, welcher der partiellen Abdeckung der bei der wirtschaftlichen Betriebsführung notwendigen Kosten für die Erstellung bzw. Verstärkung der Verteilungsanlagen der örtlichen Versorgung dient. Dies gilt jedoch nur, sofern diese ausschließlich dem Anschluss zugeordneten Versorgungsbereich entsprechen.
  • Belastung
    Die Belastung eines Gasgerätes stellt den im Gas zugeführten Energiestrom in kW oder in kJ/s dar, der Wert bezieht sich hierbei auf den Heizwert.
  • Betriebsbehälter
    Bei Betriebsbehältern handelt es sich um Druckgasbehälter. Diesen wird, während sich die Gasgeräte in aktivem Zustand befinden, Flüssigkeit entnommen.
  • Biogas
    Gas z. B. aus Bioabfallvergärungsanlagen. Dieses findet Verendung zur Erzeugung von Strom und Wärme. Biogas entsteht bei der bakteriellen Zerstörung von organischen Stoffen. Es setzt sich vorwiegend aus Methan (ca. 60 %) Kohlendioxid (ca. 35 %) sowie Stickstoff, Wasserstoff und Schwefelwasserstoff zusammen. Bevor es als Brenngas benutzt werden kann, bedarf es einer entsprechenden Aufbereitung.
  • Biomasse
    Unter Biomasse versteht man sämtliche durch Tiere oder Pflanzen erzeugte organische Substanzen. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen Zwecken - also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung - differenziert man nachwachsende Rohstoffe (Energiepflanzen) von organischem Abfall.
  • Bivalent
    In Bezug auf Fahrzeuge beschreibt der Begriff „bivalent“ ein solches, das mit Erdgas sowie einer weiteren Kraftstoffart betrieben werden kann.
  • Blockheizkraftwerk
    Die Funktionsweise eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) geht dem ressourcenschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung nach. Demnach erfolgt die Strom- und Wärmeproduktion mit einem Gesamtwirkungsgrad von 80 % bis 90 %. Generell besteht ein BHKW aus einem Verbrennungsmotor mit einem nachgeschaltetem Generator. Die Abgase des Motors sowie das aufgeheizte Kühlwasser dienen zu Heizzwecken. Hingegen wird Strom durch den mit dem erdgasbetriebenen Verbrennungsmotor direkt gekoppelten Generator erzeugt. Auch andere Brennstoffe, wie z. B. Flüssiggas, Biogas, Deponiegas oder Heizöl eignen sich zum Betrieb von BHKWs.
  • Bohrung
    Um das in geologischen Strukturen eingeschlossenen Erdgas zu fördern, werden Bohrungen bis zu den Lagerstätten durchgeführt. Die Bohrungen werden überwiegend in einem so genannten Rotary – Bohrverfahren ausgeführt. Dabei wird ein drehender Meißel (rotierend) an einem Gestänge in das Erdreich eingebracht. Je tiefer die Bohrung wird, umso mehr Gestängerohre werden als Verlängerung angeschraubt. Die einzelnen Gestängerohre haben dabei eine Länge von 9 m. Bei den Bohrungen werden etwa 50 - 250 Umdrehungen erreicht. Das Bohrgestänge hängt an einem Flaschenzug, der an der Turmkrone des 30 m - 40 m hohen Bohrturms hängt. Im Inneren des Bohrgestänges wird Spülflüssigkeit übertragen, die zum Austrag des Bohrkleins (aufgebohrtes Bodenmaterial) und zur Kühlung des Meißels verwendet wird. Die Bohrlochwand wird mit Zementschlamm verfestigt, um Futterrohr zu verankern und das Eindringen von Öl und Gas zu verhindern. Nach dem Abschluss der Bohrungen wird ein Steigrohr installiert und mit Gummimanschetten gegen das umgebende Gebirge abgedichtet. Danach wird mit einer Perforationskanone (Stahlrohr mit mehreren Sprengladungen) die Öffnung zwischen der Erdgaslagerstätte und dem Steigrohr hergestellt. Das Erdgas tritt mit Überdruck in das Steigrohr und kann gefördert werden. Die Förderung erfolgt auf sogenannten Bohrinseln mit einer schwimmenden Plattform, auf welcher sich der Bohrturm befindet. Die Bohrinsel ist bis zu einer Wassertiefe von ca. 100 m mit Stützbeinen und bis 300 m als Halbtaucher ausgebildet. Bei der Halbtaucherausführung ist aus Stabilitätsgründen der größere Teil unter Wasser und mit Ankern am Meeresgrund befestigt. Bis zu einer Wassertiefe von 3000 m werden Bohrschiffe eingesetzt, die mittels computergesteuerter Schiffsantriebe auf Position gehalten werden.
  • Brenner
    Bestandteil eines Gasgerätes. Der Brenner setzt die im Brennstoff gebundene Energie durch Verbrennung mit Luftsauerstoff in Wärme um. Diese kann direkt aber auch indirekt verwendet werden. Respektive der Verbrennungsluftzuführungsart differenziert man in atmosphärische Brenner und Gebläsebrenner.
  • Brennerarten
    Man unterscheidet Gasbrenner ohne Vormischung des Verbrennungsmittels von solchen mit Vormischung des Verbrennungsmittels (Luft). Brenner ohne Vormischung von Brenngas und Luft vor dem Brennermund definiert man als Parallelstrombrenner bzw. einfache Rohrbrenner. Brenner mit Vormischung von z. B. Brenngas und Luft vor dem Brennermund sind z. B. Injektorbrenner (Bunsenbrenner, atmosphärische Gasbrenner) und Gasgebläsebrenner.
  • Brenngas
    Brenngase sind Gase oder Gasgemische die in einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff oder Luft brennbar sind. Sie werden hauptsächlich zur Wärmeerzeugung oder für industrielle Zwecke eingesetzt. Brenngas sind z. B. Erdgas, Propan, Butan, Wasserstoff.
  • Brennstoffzellen
    In einer Brennstoffzelle wird die an den Brennstoff gebundene chemische Energie direkt und ohne Umweg in elektrische und thermische Energie umgewandelt.
  • Brennwert
    Der Brennwert (Ho,n) eines Gases ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeters Gas - gerechnet im Normzustand – frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte bei gleichbleibendem Druck eine Temperatur von 25° C haben und das bei der Verbrennung entstandene Wasser flüssig vorliegt.
  • Brennwertgerät
    Gasgerät zur Beheizung oder Warmwasserbereitung, in dem die fühlbare Wärme des Verbrennungsgases und zusätzlich Kondensationswärme des im Verbrennungsgas enthaltenen Wasserdampfes genutzt wird.
  • Bundes-Immissionsschutzgesetz
    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz – BimSchG – Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnlichen Vorgängen, stellt ein wichtiges Gesetz auf dem Gebiet des Umweltschutzes dar. Intention des Gesetzes ist es, Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre, Kulturgüter und Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen Schutz zu bieten, welche durch Immissionen hervorgerufen werden, sowie dem Aufkommen schädlicher Umwelteinwirkungen präventiv entgegenzuwirken. Seine Umsetzungen findet das Gesetz über sogenannte Verordnungen. Für Gasanlagen erweist sich u. a. die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Kleinfeuerungsanl. – 1. BimSchV) als bedeutend. (Siehe auch Gesetze, Verordnungen)
  • Butan
    Butan ist ein Brenngas, das eine Art Flüssiggas nach DIN 51622 ist. Als Einzelgas C4H10 weist es folgende wichtige Daten aus: Dichte des flüssigen Gases: 0,60 kg/1 bei 0° C Normdichte des Gases: 2,59 kg/m³ Brennwert: 13,74 kWh/kg Heizwert: 12,69 kWh/kg Zündgrenzen: 1,4 - 9,3 Vol.% Zündtemperatur: 400° C Theoretischer Luftbedarf: 32,31 m³/m³ Theoretische Verbrennungsgasmenge, feucht: 34,71 m³/m³ Maximaler CO2-Gehalt: 14,1 Vol.%
C
  • CE-Zeichen
    Das Kürzel CE steht für „Communautè Europèenne“ (frz.: Europäische Gemeinschaft). Es zeichnet Produkte aus, die den EG-Richtlinien (diese beinhalten z. B. grundlegende Sicherheitsanforderungen). Seit dem 1. Januar 1998 dürfen nur noch jene den EU-Richtlinien Folge leistenden Gasgeräte auf den Markt gebracht werden. Jedoch handelt es sich bei dem CE-Zeichen meist nur um eine Aussage des Herstellers. Deshalb ist das CE-Zeichen nicht als Prüfzeichen anzusehen. Verfügt die CE-Zeichnung allerdings über eine 4-stellige Nummer, lässt dies darauf schließen, dass eine unabhängige Prüfleistungsstelle herangezogen wurde. Damit verfügt das CE-Zeichen schließlich über eine sogenannte Prüfzeichenqualität.
  • CNG
    Erdgas wird seit einigen Jahren auch verstärkt als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge verwendet und in diesem Zusammenhang wegen seiner komprimierten und verflüssigten Form als CNG Compressed Natural Gas (komprimiertes Erdgas) bezeichnet. Erdgastankstellen entnehmen das Gas dem Erdgasnetz und komprimieren es auf einen Druck von 200 bar.
  • CNG-Zapfsäule
    Eine CNG-Zapfsäule dient zur Betankung von Erdgasfahrzeugen und stellt also eine Kompressorstation dar.
  • CO
    Kohlenmonoxid (CO) resultiert aus der chemischen Verbindung von Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung, z. B. von kohlenstoffhaltigen Stoffen. Da es sich anstelle des Sauerstoffs mit den roten Blutkörperchen verbindet, stellt es eine Blockade für die Sauerstoffaufnahme durch das Blut dar. Es wirkt sich bereits in geringer Konzentration gesundheitsschädigend aus.
  • CO2
    Kohlendioxid (CO2) ist ein farbloses, nicht brennbares Gas. Es entsteht als Reaktionsprodukt von Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2). CO2 ist ein natürlicher Bestandteil der Luft. Die Zunahme von CO2 Emissionen führt, laut Experten, zum Treibhauseffekt.
  • Ceran
    Ceran ist ein international geschützter Markenname für Kochflächen von Elektro- oder Gasherden aus Glaskeramik.
E
  • Eigentumsgrenze
    Die Eigentumsgrenze ist die Schnittstelle, an der die Zuständigkeit der Gasversorgungsunternehmen endet und die des Kunden beginnt. Normalerweise ist diese Grenze die Absperreinrichtung an der Hauseinführung. Die notwendigen Installations- und Wartungsaufgaben nach dieser Grenze obliegen dem Kunden. Die Arbeiten daran sollten nur durch ein kompetentes Fachunternehmen durchgeführt werden, um die Sicherheit und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
  • Einspeisung
    Einspeisung ist die Gaseinleitung in ein bestehendes Gasversorgungnetz. Der Ort der Einspeisung kann eindeutig festgelegt und die Gasmenge gemessen werden.
  • Einstellwert
    Der Einstellwert ist der Volumenstrom in Liter je Minute (l/min), auf den die Brenner der Gasgeräte eingestellt werden müssen, um die Nennwärmebelastung zu erreichen.
  • Einzelofenheizung
    Gas-Heizgerät, das nur seinen eigenen Aufstellraum beheizt; auch Gasraumheizer genannt.
  • Einzelzuleitung
    Die Einzelzuleitung ist bei Gasinstallationen mit nur einem Gasgerät der Leitungsteil von der Hauptabsperreinrichtung bis zur Geräteanschlussarmatur.
  • Emissionen
    Zu den Emissionen zählen sowohl die von einer Anlage, einem Gebäude, einer Fabrik oder einem Verkehrsmittel in die Umwelt abgegebenen gasförmigen, flüssigen und festen Schadstoffe, als auch die Abgabe von Wärme, Strahlung, Geräuschen u. ä. Die Einwirkung von Emissionen wird als Immission bezeichnet.
  • Emissionsgrenzwerte
    Emissionsgrenzwerte sind Höchstwerte für die rechtlich zulässige Schadstoffabgabe an die Umwelt.
  • Endverteiler
    Der Endverteiler ist das Ortsgasunternehmen, welches die Gasverteilung zum Kunden realisiert. Er wird auch als lokaler Endverteiler bezeichnet.
  • Energie
    Energie ist die Fähigkeit oder Möglichkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (WS).Nach der Reihenfolge ihres Einsatzes lässt sich Energie in verschiedene Stufen einteilen: Primärenergien kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas sowie erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen muss diese Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in Sekundärenergie umgewandelt werden (Koks, Briketts, Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin). Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird – in Heiz- und Prozesswärme, Licht, Schall oder Bewegungsenergie.
  • Energie-Einsparverordnung (EnEV)
    Seit Februar 2002 gültig fasst die EnEV die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) zusammen. Die EnEV begrenzt nicht mehr den zulässigen Heizwärmebedarf, sondern den Primärenergiebedarf für die Heizung. Sie verbindet Anlagentechnik und Gebäudetechnik. Effiziente Wärmeerzeugung und Wärmeschutz sind von gleicher Bedeutung – siehe auch Rubrik Gesetze/Verordnungen. Somit können Architekten und Bauherren im Hinblick auf Gestaltung und Kosten die aus ihrer Sicht günstigste Lösung wählen. Die EnEV stützt sich auf die neuen Normen DIN V 4108-6, die die Berechnung des Heizwärmebedarfs festlegt, und die DIN V 4701-10, die die Berechnung der primärenergetischen Effizienzkennzahl (Anlagenaufwandszahl) regelt.
  • Energieeffizienz
    Energieeffizientes Handeln ist ein wichtiger Baustein unserer Gesellschaft und findet ihre Grundlage im Energiekonzept der Bundesregierung und der Europäischer Union. Hierin wird darauf abgezielt, die Nutzung der einzelnen Energieträger im Hinblick auf die effiziente Verwendung zu durchleuchten und das Verhältnis von Verbrauch und Nutzen zu optimieren. MONTANA unterstützt die Menschen dabei, Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Wie auch Sie Ihren Erdgas und Stromverbrauch senken können, ohne auf Komfort zu verzichten, erfahren Sie in unseren Energiespartipps. Weitere Informationen finden Sie im Energieeinspargesetz (EnEG) und der Energiesparverordnung (EnEV).
  • Energieformen
    Im Rahmen der Energieversorgung und -anwendung wird zwischen verschiedenen Energieformen unterschieden: Primärenergie, Sekundärenergie, Endenergie, Nutzenergie. Nach dem Energieerhaltungssatz kann Energie nicht vernichtet, sondern nur von einer Energieform in andere Energieformen gebracht werden.
  • Energiepolitik
    Energiepolitik ist ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaftspolitik und steht im Dienst der allgemeinen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Ziele. Eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung ist eine Grundvoraussetzung für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft und die Befriedigung fundamentaler Bedürfnisse der Bürger. Im Hinblick auf die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen spielen für die Energiepolitik Maßnahmen, die auf eine Verminderung der durch Energieerzeugung und -verwendung hervorgerufenen Emissionen abzielen, eine wichtige Rolle. (Umweltschutz).
  • Energiereserven
    Die in der Erde lagernden Vorräte an fossilen Brennstoffen (fossile Energieträger), die nachgewiesen, sicher verfügbar und mit heutiger Technik wirtschaftlich gewinnbar sind, bezeichnet man als Energiereserven. Gleichbleibenden Energiebedarf und gleichbleibende Nutzung unterstellt, reichen die derzeit bekannten Welt-Energiereserven an Erdöl 43 und Erdgas 66 Jahre, sowie bei Kohle ca. 170 Jahre.
  • Energieressourcen
    Neben den Energiereserven gibt es nachgewiesene und vermutete Vorräte von Energieträgern (sogenannte Energieressourcen), die jedoch derzeit aus technischen und/oder wirtschaftlichen Gründen noch nicht gewinnbar sind. Dazu gehören bei Erdgas die Methanhydrate. Methanhydrate sind Verbindungen zwischen Methan und Wasser, die in riesigen Mengen auf dem Meeresboden lagern.
  • Energierückgewinnung
    Die Energie, die nach dem gewünschten Prozess noch vorhanden ist, kann zum Teil zurückgewonnen und damit für andere Prozesse nutzbar gemacht werden. In dieser Maßnahme steckt ein großes Potenzial für die Einsparung von Energie. Die Rückgewinnung von z. B. Wärmeenergie aus verschiedenen Heizprozessen erfolgt über Wärmeübertrager im Abgasstrom.
  • Energiesparen
    Unter Energiesparen versteht man Maßnahmen, die den Energieverbrauch vermindern. Dabei gibt es für den energiebewussten Verbraucher eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Einsparung, ohne auf Komfort verzichten zu müssen: Beispielsweise durch Absenken der Raumtemperatur über Nacht oder indem man unnötigen Verbrauch (Stand-by) vermeidet. Energiesparen kann man des Weiteren auch durch eine Verbesserung der Nutzungsgrade von Geräten und Anlagen senken sowie durch Energierückgewinnung und Reduzieren des Nutzenergiebedarfs (Beispiel: Gebäudedämmung) oder durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme.
  • Energieträger
    Darunter versteht man Stoffe, die Energien gebunden haben, z. B. Mineralöl, Erdgas, Kohle, Holz.
  • Energieverbrauch
    In Deutschland werden pro Jahr zirka 14.500 Petajoule an Primärenergie verbraucht, davon sind über 90 Prozent fossile Energieträger. Die privaten Haushalte sind beim Endenergieverbrauch mit 30 Prozent Spitzenreiter, gefolgt vom Verkehr mit ca. 28 Prozent sowie der Industrie mit rund 25 Prozent. An vierter Stelle liegen mit ca. 16 Prozent Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.
  • Entlüftungsleitung
    Ist eine Leitung, die zum Entlüften von Gasleitungen dient, wobei die Luft oder inertes Gas durch das Gas aus der Leitung herausgedrückt wird. Die Entlüftungsleitung muss an einer gefahrlosen Stelle münden.
  • Erdgas
    Erdgas ist ein Gemisch, das hauptsächlich aus Methan (CH4), Stickstoff (N2), einem geringen Anteil anderer Kohlenwasserstoffe (Ethan, Propan, Butan und Methan) und Spuren von Helium besteht. Das Erdgas, was heute verbraucht wird, ist bereits vor vielen Millionen Jahren in größeren Tiefen unter der Erdoberfläche entstanden. Es hat sich unter besonderen Bedingungen über verschiedene geochemische Umwandlungsprozesse aus organischem Material gebildet. Dieses Gas ist durch Risse und Poren in den Gesteinsschichten nach oben gewandert. Traf es auf eine natürliche Barriere, z. B. eine Aufwölbung gasdichter Schichten, konnte sich eine Gaslagerstätte bilden. Gefördert wird das Gas aus diesen Lagerstätten über Bohrungen. An der Erdoberfläche wird das Gas gereinigt und getrocknet und gelangt anschließend über Pipelinesysteme bis zum Endverbraucher.
  • Erdgasfahrzeuge
    Neben dem herkömmlichen Treibstoff wie Benzin und Diesel, wird nicht zuletzt wegen des Umweltschutzes, der Einsatz von Erdgas als Treibstoff zunehmend angewendet. Der Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen bietet die Chance, die verkehrsbedingten Schadstoffbelastungen erheblich zu senken. Besonders Ballungsräume und inner-städtische Gebiete sind von einer hohen Belastung durch Stickoxide (NOx), Schwefeldioxid (SO2), Benzol, Ruß und flüchtige organische Verbindungen (HC) betroffen. Allein in den alten Bundesländern stammten 1990 fast 60 % der Gesamtemissionen an NOx, und 70 % der Kohlenmonoxid Emissionen (CO) aus dem Straßenverkehr, d.h., die daraus resultierenden Symptome Sommersmog und Waldsterben können im wesentlichen dem hohen Verkehrsaufkommen zugeschrieben werden. Nur eine drastische Reduzierung der Abgaswerte wird eine spürbare Verbesserung bringen. Einen wirksamen Beitrag kann hierbei der Einsatz von alternativen Kraftstoffen leisten, zu denen auch Erdgas gehört. Durch Erdgasfahrzeuge werden die fahrzeugspezifischen Emissionen wie z. B. Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO), höhere Kohlenwasserstoffe (HC) und auch die Geräuschemissionen deutlich vermindert. Damit besteht die Möglichkeit zu einer erheblichen Verbesserung der Umweltsituation in den besonders hoch belasteten innerstädtischen Gebieten. Im Vergleich mit herkömmlichen Fahrzeugen wird das spezifische Ozonbildungspotenzial um ca. 80 % reduziert. Die zur Jahrtausendwende eingeführten „Euro3“-Grenzwerte werden von Erdgasmotoren deutlich unterschritten. Dabei ist das Entwicklungspotenzial von Erdgasmotoren bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Der TÜV Bayern-Sachsen hat alternative Antriebskonzepte untersucht. Danach weist Erdgas gegenüber konventionellen Kraftfahrzeugen und anderen alternativen Antriebskonzepten eine herausragende Umweltbilanz auf. Vergleichbare Ergebnisse werden nur von Wasserstoff und mit Einschränkungen von Flüssiggas erreicht. Der TÜV stellt dabei heraus, dass Erdgas zurzeit als die vielversprechendste Alternative zur Verringerung der verkehrsbedingten Emissionen anzusehen ist. Diese Ergebnisse belegen, dass mit dem Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen die Chance besteht, die verkehrsbedingten Schadstoffemissionen in hochbelasteten innerstädtischen Gebieten erheblich zu senken und Smog-Situationen zu vermeiden. Siehe auch www.erdgasfahrzeuge.de
  • Erdgashydrat
    Neben den „konventionellen“ Lagerstätten lässt sich Erdgas auch aus anderen Quellen gewinnen. Diese feste, schneeförmige Verbindung zwischen Erdgas und Wasser ist bei hohem Druck bis zu einer Temperatur von 20° C stabil. Riesige Erdgashydratlager befinden sich z. B. in Sibirien und Alaska.
  • Erdgasspeicher
    Die Erdgasspeicherung dient dem Versorgungsunternehmen, auch bei erhöhter zeitlicher Abnahme von Erdgas, die gleichmäßige Versorgung zu gewährleisten. Dazu wird in abnahmeschwachen Zeiten Erdgas aus dem normalen Verteilungsnetz in sogenannte Erdgasspeicher eingespeist. Dieses gespeicherte Gas kann dann bei Bedarf (z. B. in der Winterperiode) wieder in das Versorgungsnetz zurückgespeist werden. Dies ist auch ein wirtschaftlicher Fakt, denn die Einspeicherung von Erdgas ermöglicht auch die Spitzenbedarfsdeckung. Zur Speicherung werden verschieden Arten von Erdgasspeichern verwendet. Gasbehälter sind oberirdische Speicheranlagen, die zur kurzzeitigen Gaseinspeisung bei z. B. Störungen der normalen Gasversorgung verwendet werden. Speicher in Rohren sind Hochdruckspeicher (siehe HD), die unterirdisch verlegt werden. Porenspeicher sind unterirdisch in ausgedienten Erdgaslagerstätten und Ölfeldern angelegt. Das Erdgas wird dabei in vorhandene poröse Erdschichten eingepresst. Sie dienen hauptsächlich der Spitzenbedarfsdeckung. Kavernenspeicher sind Speicher, bei denen das Erdgas in Salzstöcke eingepresst wird. Sie können eine Tiefe von 2000 m erreichen. Die Salzstöcke werden dabei durch die Einleitung von Süßwasser ausgesolt (Lösung des Salzes und die Entnahme dieser Sole). In den entstehenden Hohlräumen wird das Erdgas gespeichert.
  • Erneuerbare Energien
    Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die nach den Zeitmaßstäben des Menschen unendlich lange zur Verfügung stehen. Die drei originären Quellen sind: Solarenergie, Erdwärme (Geothermie), Gezeitenkraft. Diese können entweder direkt genutzt werden oder indirekt in Form von Biomasse, Wind, Wasserkraft, Wellenenergie sowie Umgebungswärme.
  • Etagenheizung
    Heizungsanlage, mit der alle Räume einer Wohnung/Etage eines Mehrfamilienhauses beheizt werden.
  • Ex-Ausführung
    Die Kennzeichnung eines Gerätes mit dem EX Zeichen zeigt an, dass dieses Gerät in einer Umgebung verwendet werden darf, in der explosive Gasgemische entstehen können.
  • Ex-Zone
    Mit der Kennzeichnung Ex-Zone bzw. explosionsgefährdete Bereiche sind Räume definiert, in denen ein explosives Gasgemisch auftreten kann.
  • Explosionsgrenze
    Brenngase zünden nur, wenn sie in einem bestimmten Verhältnis mit Luft gemischt werden. So muss z. B. ein zündfähiges Erdgas-Luft-Gemisch einen Methananteil zwischen 4,4 und 16,5 Vol.% aufweisen. Die Grenzkonzentrationen werden obere bzw. untere Zünd- bzw. Explosionsgrenze genannt.
  • Explosionsschutz
    Der Explosionsschutz ist der Schutz vor Gefahren, die durch Explosionen hervorgerufen werden können. Dabei werden unterschieden: Maßnahmen, die das Entstehen von explosiven Gasgemischen verhindern oder einschränken (primär); Maßnahmen, die das Entzünden von explosiven Gasgemischen verhindern (sekundär); Maßnahmen, die Auswirkungen von Explosionen auf ein ungefährliches Maß begrenzen (territorial).
F
  • Fachbetrieb
    Ein Fachbetrieb für Flüssiggas ist ein Unternehmen, das Flüssiggasanlagen nach TRF 96 errichten darf. Das sind hauptsächlich: Fachbetriebe, die für den Heizungs- und Lüftungsbau (Installation und Heizungsbau)zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind. Fachbetriebe, die für Gas- und Wasserinstallation (Installation und Heizungsbau) zugelassen und dafür in die Handwerksrolle eingetragen sind.
  • Ferngasunternehmen
    Ein Ferngasunternehmen versorgt Regional- und Kommunalversorger sowie Großkunden (Endverbraucher) über große Entfernungen mit Erdgas. Die Übergabe des Gases erfolgt in Erdgasübergabestationen und Regelanlagen. Ferngasunternehmen können auch als Transportgesellschaften bezeichnet werden und schaffen die Verbindung von der Erdgasgewinnung zum Gasversorgungsunternehmen vor Ort.
  • Fernheizung
    Die Fernheizung ist eine Wärmeversorgungsanlage, bei der mehrerer Gebäude oder Stadtteile durch den Transport von Wärme aus einem Fernheizwerk versorgt werden.
  • Feuerfest
    Die Kennzeichnung feuerfest gilt für alle Materialien, die unempfindlich gegen Feuer und Hitzeeinwirkung sind (Stein, Mineralfasern).
  • Feuerraumbelastung
    Die Feuerraumbelastung kennzeichnet die Wärmemenge, die in einem Feuerraum in einer bestimmten Zeitspanne erzeugt wird.
  • Feuerungstechnischer Wirkungsgrad
    Der Feuerungstechnische Wirkungsgrad erfasst bei Gasgeräten die Abgasverluste; ist also das Verhältnis aus zugeführter Energie und Abgasenergie.
  • Feuerungsverordnung
    Länderspezifisches Baugesetz, das Bestimmungen und Vorschriften über die Errichtung und den Betrieb von Feuerungs- und Brennstoffversorgungsanlagen enthält.
  • Flammenwächter
    In Gasgeräten werden Flammenwächter eingesetzt, um das Vorhandensein einer Brennflamme zu überprüfen. Bei Nichtvorhandensein einer Flamme wird als Reaktion die Gaszufuhr getrennt und unkontrollierter Gasaustritt verhindert.
  • Flammenüberwachungseinrichtung
    Die Flammenüberwachungseinrichtung ist eine Sicherheitseinrichtung eines Gasgerätes. Dadurch wird erreicht, dass kein Gas zum Brenner strömt, wenn die Flamme noch nicht oder nicht mehr brennt.
  • Fließdruck
    Fließdruck ist der statische Druck des strömenden Gases.
  • Flüssiggasanlage
    Eine Flüssiggasanlage besteht aus der Versorgungsanlage und der Verbrauchsanlage.
  • Flüssiggase
    Im weitesten Sinne alle Gase, deren kritische Temperatur über der Normaltemperatur liegt, so dass sie bei Umgebungstemperatur unter Druck verflüssigt werden können. Sie lassen sich in Druckbehältern als Flüssigkeiten lagern und transportieren. Flüssiggase kommen vorwiegend als Propan oder Butan bzw. gemischt verflüssigt in den Handel. Die Qualität ist in den Vorschriften DIN 51622 und DVGW-G-260 festgelegt.
  • Flüssiggasgewinnung
    Flüssiggas fällt weltweit in großen Mengen als Begleitgas bei der Förderung von Erdöl und Erdgas an. Flüssiggas ist ebenfalls ein Produkt der Erdöl- und Kohleveredelung.
  • Formstücke
    Formstücke sind Bauelemente einer Rohrleitungsanlage zur Abzweigung oder Richtungsänderung; z. B. Winkel, Bögen, T-Stücke.
  • Fossile Energieträger
    Zu den fossilen Energieträgern zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie unter dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten. Grenzen für die Nutzung fossiler Energieträger ergeben sich – je nach Technologieeinsatz und Entwicklung des technischen Fortschritts - aus den unterschiedlichen Ressourcenverfügbarkeiten sowie aus deren Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Bei der Verbrennung bzw. Umwandlung der fossilen Brennstoffe wird Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, das wesentlich zur Klimabelastung beiträgt.
  • Fußbodenheizung
    System zur Beheizung einer Wohnung/eines Hauses, bei dem unter dem Estrich des Fußbodens Heizflächen installiert sind. Diese großflächige, raumsparende Verteilung der Heizflächen sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im Raum.
  • Förderprogramme
    Häufig unterstützen Bund, Länder und auch Stadtwerke mit speziellen Förderprogrammen das Bemühen, Energie einzusparen und die Umwelt zu entlasten. Dabei wird insbesondere die Umstellung auf Erdgasheizung sowie die Anschaffung erdgasbetriebener Fahrzeuge gefördert.
  • Führungsraum
    In diesem Raum der Wohnung ist der Temperaturfühler installiert, der den Betrieb der Heizungsanlage entsprechend steuert. Dieser Raum wird auch Referenzraum genannt.
G
  • Gas
    Bezeichnung für einen Stoff im gasförmigen Aggregatzustand.
  • Gas-Center
    Die Funktionen dieser speziellen Gasgeräte sind das Kochen, Backen, Heizen mit Heizaggregat und das Warmwassererzeugen.
  • Gas-Druckregler
    Er hat die Aufgabe, im nachgeschalteten Teil der Leitungsanlage einen konstanten Gasdruck zu gewährleisten. Gasdruckregelung ist notwendig, da wegen unterschiedlicher Anforderungen der Privat- und Industrieverbraucher im Versorgungsnetz ein höherer schwankender Druck auftritt, als er für die meisten Anlagen notwendig ist. Der Gasdruck muss beim Verbraucher auf den für die Brenner geeigneten Wert (Erdgas 20 - 22 mbar) reduziert werden.
  • Gas-Einbauherd
    Spezielle Herdform zum Möbeleinbau.
  • Gas-Einbaukochmulde
    Die Bauarten dieses speziellen Gaskochers sind mit offenen Kochstellen in einer emailliertem Stahlwanne oder Edelstahlwanne oder einem Kochfeld aus Glas-Keramik ausgestattet.
  • Gas-Heizherd
    Der Gas-Heizherd ist eine Gasfeuerstätte zum Kochen /Backen und zum unmittelbaren Beheizen des Aufstellraumes über Heizflächen. Ein Schornsteinanschluss ist dabei notwendig.
  • Gas-Standherd
    Der Gas-Standherd ist ein frei aufstellbarer Gasherd.
  • Gas-Unterbauherd
    Durch eine Normhöhe von 82 cm passt dieser Herd unter eine Arbeitsplatte. Weitere Bauteile zur Kochmulde oder dem Keramikkochfeld sind Bedienblende, Backofen, Gerätewagen und Sockel.
  • Gas-Vorratswasserheizer
    Ein Gas-Vorratswasserheizer ist ein direkt beheizter Warmwasser-Standspeicher für ein geschlossenes System mit einem Allgasbrenner für Stadtgas, Erdgas und Flüssiggas. Er dient der komfortablen und wirtschaftlichen Warmwasserversorgung von Etagenwohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäusern.
  • Gasabgabe
    Die Gasabgabe ist die Gasmenge, welche vom Versorgungsunternehmen abgegeben wird.
  • Gasabnahme
    Die Gasabnahme ist die Gasmenge, welche vom Kunden bezogen wird.
  • Gasanlage
    Sie besteht im Gebäude üblicherweise aus Leitungsanlage, Gasgeräten, Luft- und Abgasanlage. Sie beginnt hinter der Hauptabsperreinrichtung (HAE) und endet an der Mündung der Abgasanlage.
  • Gasaufbereitung
    Nach der Förderung muss das Rohgas so behandelt werden, dass unerwünschte Gasbegleitstoffe entfernt werden. Dies ist notwendig, da diese Komponenten einen störenden Einfluss auf den Transport und die Verwendung der Gase haben. Dabei werden verschiedene Verfahrensschritte angewandt. Grundlegende Prozesse sind die Kühlung und Kondensation, die mechanische bzw. elektrostatische Abscheidung von Staub und Aerosolen (Nebel) und Absorptionsverfahren.
  • Gasbedarf
    Der Gasbedarf ist die erwartete Gasmenge, die ein Verbraucher pro Zeiteinheit abnimmt. Diese Gasmenge bestimmt die Dimensionierung der Gaszuführungsleitungen und den Versorgungsdruck. Sie ist eine wichtige Größe bei der Auslegung von z. B. neuen Gasversorgungssystemen in Bebauungsgebieten. Dabei muss für alle zukünftigen Gasabnehmer eine Prognose des Gasverbrauches erstellt werden. Ebenso bei der Einbindung von Neukunden in ein bestehendes Versorgungsgebiet sind die Gasbedarfsangaben entscheidend für eine stabile Erdgasversorgung.
  • Gasbezug
    Gasmenge, die ein Gasversorgungsunternehmen von einem anderen bezieht.
  • Gasdruck
    Der Gasdruck ist der statische Überdruck gegenüber der Atmosphäre. Dieser wird meistens in der Einheit bar angegeben. Weitere Einheiten sind PASCAL (Pa), Megapascal (MPa).
  • Gasfamilien
    Brenngase, die zur öffentlichen Gasversorgung eingesetzt werden und sich in physikalischen und verbrennungstechnischen Eigenschaften nahe stehen, werden einer Gasfamilie zugeordnet. Im DVGW- Arbeitsblatt G 260 ist diese Einteilung in Gasfamilien wie folgt vorgenommen: 1. Gasfamilie Stadt- und Ferngase; sie tragen das Kurzzeichen S und weisen einen hohen Wasserstoffgehalt auf. Wegen des Gehaltes an Kohlenmonoxid sind diese Gase als giftig einzustufen. Das Stadtgasgemisch aus Steinkohlegas und Wassergas sicherte vor Jahren die Versorgung der Städte; heute ist die Verwendung nur noch wenig anzutreffen. 2. Gasfamilie Naturgase, Erd- und Erdölgase; sie tragen das Kurzzeichen N. Es sind Gase aus natürlichen Vorkommen; ihr Hauptbestandteil ist Methan. 3. Gasfamilie Flüssiggase; sie tragen das Kurzzeichen F. Flüssiggase (Propan), (Butan) sind hauptsächlich Nebenprodukte der Erdölraffinierung. Flüssiggas ist etwa doppelt so schwer wie Luft.
  • Gasfeuerstätte
    Gasgerät, dessen Abgase durch eine Abgasanlage ins Freie geführt wird.
  • Gasgeruch
    Brenngase, die zur öffentlichen Gasversorgung verwendet werden, müssen einen durch den Menschen deutlich wahrnehmbaren Geruch haben.
  • Gasgerät
    Gasgeräte sind Anlagen, in denen die Energie der Brenngase weitgehend in Nutzenergie umgewandelt wird. Gasgerät ist die Sammelbezeichnung für Geräte, deren Abgase über eine Abgasanlage ins Freie abgeführt werden (Gasfeuerstätte) und für Gasgeräte ohne Abgasanlage.
  • Gasgerätearten
    Art A: Gasgerät ohne Abgasanlage. Die Verbrennungsluft wird dem Aufstellraum entnommen, die Abgase strömen direkt in den Aufstellraum, z. B. Gasherd, Hockerkocher, Laborbrenner, Einbaubackofen. Art B: Gasgerät mit Abgasanlage, das die Verbrennungsluft dem Aufstellraum entnimmt (raumluftabhängige Gasfeuerstätte). Art C: Gasgerät mit Abgasanlage, das die Verbrennungsluft über ein geschlossenes System dem Freien entnimmt (raumluftunabhängige Gasfeuerstätte).
  • Gasgrill
    Der Gasgrill ist ein Gasgerät zum Rösten von Grillgut auf einem Grillrost oder einer Grillplatte.
  • Gasheizkessel
    Der Gasheizkessel ist eine Gasfeuerstätte, in dem umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird.
  • Gasheizstrahler
    Der Gasheizstrahler ist ein Gasgerät, bei dem die Wärme durch Strahlung abgeben wird. Der Einsatzort für Strahler sind hauptsächlich Werkstattbereiche, Hallen und Räume mit lokalen Arbeitsbereichen. Unterschiedlichen Typen von Gasheizstrahlern sind Dunkel- und Hellstrahler.
  • Gasheizung
    Die Gasheizung ist eine Raumheizung, die durch die Verbrennung von Gas Wärme zur Heizung des Raumes erzeugt. Die Abgase, die bei der Verbrennung entstehen, müssen durch eine Abgasanlage ins Freie geführt werden.
  • Gasherd
    Der Gasherd ist ein Gasgerät, zum Kochen und Backen.
  • Gasindustrie
    Der Begriff Gasindustrie umfasst den gesamten Bereich, in dem Gase (Erdgas, Flüssiggas usw.) gefördert, transportiert, verteilt und zur Wärmegewinnung bzw. Energieerzeugung oder als Systemgas (z. B. Erdgasfahrzeuge, Beleuchtung) verwendet werden.
  • Gaskraftwerk
    Ein mit Erdgas befeuertes Kraftwerk zur Stromerzeugung.
  • Gaslaterne
    Die Gaslaterne ist ein Gasgerät für die Beleuchtung.
  • Gasmengenumwerter
    Ein Mengenumwerter ist eine Einrichtung für Gaszähler, in dem der gemessene Volumenstrom im Betriebszustand in den Normzustand umgerechnet wird. Dabei werden Druck und Temperatur gemessen und in der Anzeige berücksichtigt.
  • Gasmotor
    Der Gasmotor ist ein Verbrennungsmotor, der mit Gas als Brennstoff betrieben wird. vgl. auch Erdgasfahrzeuge.
  • Gasometer
    Der Gasometer ist ein Gasbehälter, der auch zur Volumenmessung dient. Es wird unter verschiedenen Gasometerarten unterschieden. Der Oberhausener Gasometer z. B. ist ein sogenannter trockener Scheibengasbehälter, die modernste Variante unter den verschiedenen Gasometerarten. Das Prinzip des Scheibengasbehälters wurde 1915 von der Firma MAN in Mainz entwickelt.
  • Gasspeicherung
    Gas-Spezialheizkessel.
  • Gassteckdose
    Die Gassteckdose ist eine Sicherheitsarmatur, an der Gasgeräte über einen Sicherheitsgasschlauch angeschlossen werden.
  • Gasströmungswächter
    Ein Gasströmungswächter ist eine Armatur, die den Gasdurchfluss bei Überschreitung eines bestimmten Durchflusses selbsttätig absperrt.
  • Gastankstellen
    Gastankstellen sind genau wie andere Tankstellen Anlagen zum Versorgen der Fahrzeuge mit Treibstoff. Da noch nicht an jeder Tankstelle die Versorgung von Gas gewährleistet ist, finden Sie unter unserer Tankstellenübersicht von get-gas bundesweit existierende Standorte von Gastankstellen.
  • Gasthermometer
    Das Gasthermometer ist ein Thermometer, welches die Temperatur über die Ausdehnung eines (möglichst idealen) Gases bei konstantem Druck oder die Druckzunahme des Gases bei konstantem Volumen misst.
  • Gasverbrauch
    Der Gasverbrauch im Versorgungsgebiet wird thermisch, das heißt nach Energieeinheiten (kWh) abgerechnet. Dazu wird der gemessene Verbrauch (m³) mit einem Umrechnungsfaktor (kWh/m³) multipliziert. Der Umrechnungsfaktor hängt vom Brennwert des Gases und den Anschlussverhältnissen ab; er wird für jede Abrechnung ermittelt. Die Verrechnungstemperatur beträgt 15° C.
  • Gaswarnanlagen
    Eine Gaswarnanlage überwacht die Raumluft auf ihren Gehalt an gefährlichen und explosiven Gasen. Dabei wird bei Überschreitung eines Grenzwertes ein Alarmsignal ausgelöst. Dies kann akustisch oder optisch erfolgen. Der Einsatz dieser Gaswarnmelder kann in der Industrie oder im Haushaltbereich erfolgen. Die heute schon sehr preiswerten Geräte können z. B. Gasanschlussräume und Aufstellungsräume überwachen und Gasaustritte rechtzeitig melden.
  • Gaswerk
    Ein Gaswerk ist eine Anlage, in der brennbare Gase erzeugt werden (Stadtgas, Generatorgas). Unter Luftabschluss wird z. B. bei der Entgasung Steinkohle auf etwa 1000 bis 1200° C erhitzt. Als Rückstand bleibt Koks, der zu Heizzwecken oder Rohstoff verwendet werden kann. Das Entgasungsgas wird gereinigt und über einen Gasometer, dem Verbraucher zugeführt. Die Verwendung von Erdgas im Haushalt macht die Nutzung von Gaswerken unnötig.
  • Gaswärmepumpe
    Arbeitet nach dem Prinzip einer Elektrowärmepumpe; hier wird aber der Kompressor durch einen Gasmotor getrieben.
  • Gaswärmezentrum
    Kompaktes Gasgerät, bestehend aus Umlaufwasserheizer und Warmwasserspeicher in einer formschönen Ummantelung.
  • Gaszusammensetzung
    Die Gaszusammensetzung gibt die Bestandteile eines Brenngases ohne Begleitstoffe an. Zusammensetzung von russischem Erdgas E (exemplarisch): Methan 97,96 Vol.%; Stickstoff 0,89 Vol.%; Ethan 0,70 Vol.%; höhere KW 0,32 Vol.%; Kohlendioxid 0,13 Vol.%.
  • Gaszähler
    Der Gaszähler, auch Gasuhr genannt, ist eine Einrichtung zur Gas-Volumenmessung. Er dient der Bestimmung der vom Verbraucher bezogenen Gasmenge. Der Vorgang erfolgt üblicherweise als Volumenmessung mit Anzeige in Kubikmeter. Durch Multiplikation mit dem Brennwert des Gases wird die Abrechnungsmenge bezogen auf den Wärmeinhalt in Kilowattstunden bestimmt.
  • Gebrauchsbehälter
    Flüssiggas-Gebrauchsbehälter sind Druckgasbehälter, die zum Betreiben der Gasgeräte an die Versorgungsanlage angeschlossen sind. Das können Betriebs- oder Reservebehälter sein.
  • Gebäudeklassen
    Gebäude werden nach der Bauordnung nach Lage, Nutzung und Höhe in die Klassen 1 bis 5 eingeteilt. Das hat u. a. Einfluss auf brandschutztechnische Forderungen.
  • Geräteanschlussleitung
    Diese Leitung verbindet direkt die Geräteanschlussarmatur mit dem Gasgerät.
  • Geräteschild
    An allen Gasgeräten ist es notwendig, durch den Hersteller ein Geräteschild anzubringen. Auf diesem Geräteschild sind die Kenndaten des betreffenden Gerätes angeben (Hersteller, Nennwärmebelastung, DIN-DVGW Zeichen).
  • Gerätewirkungsgrad
    Der Gerätewirkungsgrad eines Gasgerätes ist der energetische Gesamtwirkungsgrad.
  • Glaskeramik
    Glaskeramik ist ein Werkstoff, der durch gesteuerte Kristallisation aus Glasschmelzen hergestellt wird. Die Schmelze geht durch eine Temperaturbehandlung in den kristallinen Zustand über. Produkte aus Glaskeramik sind temperaturunempfindlich und werden daher besonders für Koch- und Backgeräte verwendet.
  • Gleichzeitigkeitsfaktor
    Bei der Ermittlung des Gasvolumenstromes, der maximal durch eine Gaszuleitung fließt, berücksichtigt man das nicht zeitgleiche Auftreten der Einzelhöchstlasten der Gasgeräte durch einen sogenannten Gleichzeitigkeitsfaktor.
  • Gradtagszahl
    Die Gradtagszahl ist das Produkt aus der Anzahl der Heiztage und der Differenzen zwischen der mittleren Raumtemperatur und den Tagesmitteln der Außen-Lufttemperatur über alle Heiztage, die zwischen Beginn und Ende der Heizperiode liegen. Sie dient der Ermittlung, der Kontrolle und dem Vergleich des Wärmeverbrauchs in der Heizperiode.
  • Großflaschenanlage
    Flüssiggas-Großflaschenanlagen sind Anlagen mit Großflaschen zur Gasbereitstellung. Großflaschen sind Druckgasbehälter mit einem Füllgewicht von mehr als 14 kg. Flüssiggas-Versorgungsanlagen mit Großflaschen werden im Allgemeinen außerhalb der Gebäude in sogenannten Flaschenschränken untergebracht.
  • Grundpreis/Grundgebühr
    Der Grundpreis oder die Grundgebühr ist neben dem Arbeitspreis die zweite Komponente einer Gasrechnung. Er ist vom Verbrauch unabhängig und kann monatlich oder jährlich erhoben werden. Er deckt feste Kosten wie Gaszähler, Abrechnung und Inkasso ab.
H
  • Hanf
    Hanf ist eine einjährige, krautige Grünpflanze mit fingerförmigen, gefiederten Blättern. Ihren Ursprung hat die Pflanze vermutlich in Mittelasien. Deren Fasern verwendet man als Dichtungsmaterial, zum Abdichten von Gewindeverbindungen. Es wird in der Gas- und Wasserinstallation verwendet. Um die Hanffasern zu gewinnen, wird der Hanf zunächst zum Antrocknen auf dem Feld belassen. Danach werden die trockenen Hanfstängel geröstet, gebrochen und zerkleinert (ähnlich wie bei Flachs).
  • Hauptabsperreinrichtung
    Die Absperreinrichtung befindet sich am Ende der Hausanschlussleitung an leicht zugänglicher Stelle. Sie ist die Leistungsgrenze zwischen den Zuständigkeiten von Gasversorgungsunternehmen und Eigentümer der im Haus installierten Gasanlage.
  • Hausinstallation
    Die Hausinstallation umfasst die Gesamtheit der in Gebäuden installierten Gasleitungen und Geräte.
  • Heizgaspreis
    Heizgaspreise sind Preisregelungen, die für den Gasverbrauch zu Heizzwecken angesetzt werden.
  • Heizkostenverteiler
    Heizkostenverteiler dienen der verbrauchsabhängigen Erfassung der Heizkosten. Ihre Montage erfolgt am Heizkörper nach einheitlichen Bestimmungen. Man unterscheidet zwischen elektronischen Heizkostenverteilern und Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip.
  • Heizkurve
    Regelungstechnisch gehört zu jeder Außentemperatur eine bestimmte Heizmitteltemperatur, um den außentemperaturabhängigen Wärmebedarf eines Gebäudes zu decken. Eine Regelung erfolgt durch Änderung der Heizwasser-Vorlauftemperatur am Mischventil des Heizkessels entsprechend der Außentemperatur. Die den Zusammenhang beschreibende mathematische Funktion wird der Regelung mittels der Heizkurve vorgeben. Diese kann an Gebäudespezifika und die Nutzerbedürfnisse angepasst werden.
  • Heizkörperventil
    Das Heizkörperventil ist heute allgemein ein thermostatisches Ventil, das am Raumheizkörper einer Warmwasserheizung den Heizwasserstrom reguliert. Dabei dient die Raumlufttemperatur als Führungsgröße. Im Ventil ist eine temperaturabhängige Wachspatrone, die durch Ausdehnung die Stellung des Ventilkegels regelt.
  • Heizleistung
    Die Heizleistung ist die Wärmemenge, die von einem Gasgerät zu Heizzwecken abgegeben wird.
  • Heizraum
    Als Heizraum wird nach Feuerungsverordnung der gesonderte Aufstellraum für Feuerstätten mit festen und flüssigen Brennstoffen mit mehr als 50 kW Nennwärmeleistung verstanden. Bei Gasfeuerstätten spricht man nur von Aufstellräumen.
  • Heizwert
    Der Heizwert (Hu,n) eines Gases ist die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung eines Kubikmeter Gas - gerechnet im Normzustand - frei wird, wenn die Anfangs- und Endprodukte bei gleichbleibendem Druck eine Temperatur von 25° C haben und das bei der Verbrennung entstandene Wasser dampfförmig vorliegt.
  • Helium
    Helium, griech. helios = Sonne, ist ein Edelgas mit chemischem Zeichen He. Es besitzt eine Atommasse von 4,0026, die Ordnungszahl 2 sowie eine Dichte von 0,1785 g/l. In der Luft kommt Helium zu 0,00046 % vor, man findet es unter anderem auch in Uranmineralien und in Erdgasquellen. Es wird zwischen natürlichen Isotopen: 3-He und 4-He sowie künstlichen Isotopen: 5-He, 6-He und 8-He unterschieden. Verwendung findet Helium vor allem wegen seiner Dichte und Nichtbrennbarkeit als Traggas für Luftschiffe. In Verbindung mit Sauerstoff (Heliumluft) dient es zum Atmen für Tuberkulose- und Asthmakranke. Weiterhin wird es zur Füllung von Gasthermometern und Gasentladungslampen benutzt.
  • Hellstrahler
    Beim Hellstrahler wird einer Brennkammer über den Injektor ein Gas-Luft-Gemisch zugeführt. Durch feine Kapillaren in Keramikplatten wird es nach außen geleitet und gezündet. Die Keramikplatten erhitzen sich in kurzer Zeit bis zum Glühen (800° - 900° C) und senden Wärmestrahlen vorzugsweise im infraroten Bereich aus. Ein Reflektor bündelt die Infrarotstrahlung und richtet sie nach unten auf die zu beheizende Fläche.
I
  • Ideales Gas
    Ein Gas, welches bei allen Drücken die thermische Zustandsgleichung p * v = Ri * T exakt befolgen würde, bezeichnet man als ideales Gas. p steht für den Absolutdruck. Der konstante Wert Ri wird als individuelle, spezielle oder ionisationsüberwachungspezifische Gaskonstante eines bestimmten Gases bezeichnet. Viele Gase, z. B. Stadtgas oder auch Erdgas bei niedrigen Drücken, kann man wie Idealgas behandeln, obwohl es ein ideales Gas in Wirklichkeit nicht gibt.
  • Immissionen
    Immissionen sind Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen, die auf Menschen, Tiere, Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter einwirken.
  • Inerte
    Als Inerte werden die nicht brennbaren Bestandteile eines Brenngases bezeichnet; z. B. Stickstoff und Kohlendioxid.
  • Injektorbrenner
    Gasbrenner, bei dem die Verbrennungsluft durch die Injektorwirkung einer Brenngasdüse in ein Mischrohr gesaugt wird. Die Gasbrenner von den meisten Gasgeräten arbeiten nach diesem Grundprinzip.
  • Innenleitung
    Eine Innenleitung ist eine Gasleitung, im Gebäude. Zu diesem System gehören die Verteilungsleitung(en), Steigleitung(en), Verbrauchsleitung(en), Abzweigleitung(en) und Geräteanschlussleitung(en).
  • Innung
    Das Handwerk braucht sowohl ein funktionierendes Selbstverwaltungsorgan als auch eine wirksame Interessenvertretung nach außen - und dies auf allen Ebenen. Auf der Kreisebene wird dies durch die Innung abgedeckt.
  • Instandhaltung
    Als Instandhaltung bezeichnet man alle Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Tüchtigkeit eines Systems; dazu gehören u. a. Wartung, Reparatur, Inspektion, Revision.
  • Ionisationsüberwachung
    Die Ionisationsüberwachung ist eine Sicherheitseinrichtung im Gasgerät und dient der Flammenüberwachung. In einer Gasflamme findet während der Verbrennung eine chemische Reaktion statt, durch die freie Elektronen auftreten. Diese sorgen dafür, dass die Flamme elektrisch leitfähig geworden ist, d. h. bei Anlegen einer Spannung fließt ein Strom – der Ionisationsstrom. Da sich die Ionen nur in Flammenrichtung bewegen, kann auch der Strom nur in eine Richtung fließen. Die Flamme wirkt also wie ein Gleichrichter. Dieser Gleichrichtereffekt wird zur Flammenüberwachung genutzt.
  • Isolierstück
    Ein Isolierstück ist ein Bauelement einer Gasleitung, welches den Stromfluss über die metallene Hülle unterbricht.
J
  • Jahresbrennstoffbedarf
    Dieser lässt sich rechnerisch ermitteln. Jahresbrennstoffbedarf (m³/a) = Jahresenergiebedarf (kWh/a) : Heizwert (kWh/m³) Der jährliche Energiebedarf errechnet sich wie folgt: Jahresenergiebedarf (kWh/a) = Gesamtwärmebedarf (kW) x Vollbenutzungsstunden (h/a) : Nutzungsgrad.
  • Jahresheizkostenabrechnung
    Die tatsächlichen Kosten einer Anlage zur Heizung und Warmwasserbereitung werden in der Regel jährlich ermittelt (Jahresheizkostenabrechnung). Dabei finden folgende Einzelkosten Berücksichtigung: - kapitalgebundene Kosten: Sie ergeben sich aus der Umrechnung der Investition für die Erstellung und Instandsetzung in jährliche Kosten. - betriebsgebundene Kosten: Diese beinhalten die Kosten für Wartung, Schornsteinfegergebühr und Aufwendungen für Abrechnung. - verbrauchsgebundene Kosten: Dies sind vor allem die Brennstoffkosten. Verbrauchsabhängig sind im Weiteren die Kosten für Hilfsenergie wie z. B. elektrischen Strom für die Umwälzpumpen.
  • Jahresnutzungsgrad
    Siehe Jahreswirkungsgrad.
  • Jahreswirkungsgrad
    Der Jahreswirkungsgrad oder auch Jahresnutzungsgrad ist das Verhältnis der jährlich genutzten Wärmemenge zur aufgewandten Wärme bei Betrieb eines Wärmeerzeugers.
  • Jährliche Wartung
    Die regelmäßige Wartung muss durch eine Fachfirma durchgeführt werden und beinhaltet die Reinigung des Gerätes, eine Funktionsüberprüfung sowie die Messung und Einstellung der Abgaswerte. Dies gewährleistet eine schadstoffarme und energiesparende Verbrennung der Heizmedien.
K
  • Kalorimeter
    Ein Kalorimeter ist ein Messgerät, das zur Bestimmung des Brennwertes und des Heizwertes eines Brennstoffes dient.
  • Kehr- und Überprüfungsordnung
    Die Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) regelt auf Landesebene die gesetzliche Kehr- und Überprüfungspflicht u. a. von Gasgeräten durch den Schornsteinfeger. Inhalt ist der Umfang der durchzuführenden Arbeiten und die dafür geltenden Fristen.
  • Kennwerte
    Kennwerte von Gasen sind wichtige chemisch-physikalische Größen dieser Gase, wie z. B. Heizwert, Dichte, Zähigkeit.
  • Kilowattstunde
    Die Kilowattstunde (kWh) ist eine Einheit für die Größe Energie.
  • Kleinflaschenanlage
    Flüssiggas-Kleinflaschenanlagen sind Anlagen mit Kleinflaschen zur Gasbereitstellung. Kleinflaschen sind dabei Druckgasbehälter mit einem Füllgewicht bis 14 kg. In einer Wohnung dürfen sich höchstens 2 Kleinflaschen befinden, wobei in einem Raum nur eine Kleinflasche aufgestellt werden darf.
  • Klärgas
    Klärgas ist ein Gas, das durch biologische Umwandlungsprozesse aus Abwässern entsteht. Es besteht zum größten Teil aus CH4 und CO2. Klärgas wird zur Erzeugung von Strom und Wärme verwendet.
  • Kohlendioxid
    Kohlendioxid ist heute in den Mittelpunkt der energiebedingten Emissionen gerückt; es entsteht bei jeder Verbrennung fossiler Stoffe. Damit ist es untrennbar mit der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verbunden. Kohlendioxid gehört zu den Spurengasen in der Atmosphäre, welche Eigenschaft haben, für langwellige Wärmestrahlen „undurchlässig“ zu sein. Daher gilt es als Hauptverursacher des Treibhauseffekts. Erdgas setzt bei der Verbrennung geringere Mengen CO2 frei als andere fossile Energieträger.
  • Kohlenmonoxid
    Kohlenmonoxid (CO) ist ein giftiges, geruch- und farbloses Gas; entsteht im Wesentlichen bei unvollständiger und unvollkommener Verbrennung von Brennstoffen.
  • Kombiwasserheizer
    Ein Gas-Kombiwasserheizer ist eine Gasfeuerstätte, in der durchlaufendes Wasser zur Entnahme und umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird. Im Allgemeinen kann dies nicht gleichzeitig erfolgen; es gibt eine Vorrangschaltung zugunsten der Trinkwassererwärmung. Ein Kombiwasserheizer ist eine Kombination aus Umlaufwasserheizer, und Durchlaufwasserheizer mit nur einem Brenner.
  • Kondensat
    Kondensat fällt z. B. in einer Feuerungsanlage an, wenn die Verbrennungsgase/Abgase unter den Wassertaupunkt abgekühlt werden. In konventionellen Heizungssystemen ist dies unerwünscht. In Brennwertanlagen ist diese Kondensation erwünscht, sie ist die Quelle zur Nutzung der latenten Verdampfungswärme des Verbrennungsgases/Abgases.
  • Kondensationswärme
    Die Kondensationswärme ist die Enthalpie, die bei der Kondensation von Wasserdampf zu Wasser frei wird. Dies wird in der Brennwerttechnik – Brennwertkessel genutzt, um den Wirkungsgrad zu erhöhen.
  • Konzessionsabgabe
    Konzessionsabgaben sind Entgelte für die Einräumung des Rechts zur unmittelbaren Versorgung von Verbrauchern mit Gas im Gemeindegebiet u. a. für die Benutzung öffentlicher Verkehrswege zur Verlegung und den Betrieb von Leitungen (§ 1 Abs. 2 der Konzessionsabgabenverordnung - KAV vom 09.01.1992). Diese Entgelte sind in den allgemeinen Tarifpreisen enthalten und vom Versorgungsunternehmen an die entsprechenden Gemeinden abzuführen. Die Konzessionsabgabe wird nach Centbeträgen je gelieferter Kilowattstunde (ct/kWh) bemessen.
  • Konzessionsvertrag
    Der Konzessionsvertrag wir zwischen einer Gemeinde und einem Versorgungsunternehmen geschlossen, um abzusichern, dass eine Benutzung von öffentlichen Flächen für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen abgesichert wird.
  • Kraft-Wärme-Kopplung
    Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden elektrische Energie und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt. Mit der KWK wird beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk ein höherer thermischer Wirkungsgrad erreicht, als bei der ausschließlichen Stromerzeugung. Somit liegt der Nutzungsgrad höher.
  • Kraftbegrenzer
    Der Kraftbegrenzer ist ein Bauelement einer Hausanschlussleitung, die als Sollbruchstelle wirkt.
  • Kugelgasbehälter
    Der Kugelgasbehälter ist ein Hochdruckgasbehälter, der zur Speicherung von Gas dient.
  • Kurzzeitige Betriebsunterbrechung
    Man spricht bei Gasanlagen von einer kurzzeitigen Betriebsunterbrechung z. B. im Falle des Wechsels des Gaszählers oder bei Wartungsarbeiten.
L
  • LNG
    Verflüssigtes Erdgas – liquified natural gas.
  • LPG
    Flüssiggas z. B. Propan und Butan – liquified petrol gas.
  • Lagerbehälter
    Erdgedeckte Flüssiggas-Lagerbehälter sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4681. Sie sind mit mind. 0,5 m Erdüberdeckung einzulagern; auch dann, wenn das dazu führt, dass die Erddeckung Oberkante Terrain überragt. Diese Art der Einlagerung ist bei Behältern ab 3 t Lagerkapazität vorgeschrieben. Halboberirdische Flüssiggas-Lagerbehälter: sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4680. Diese Behälter werden mit ihrer unteren Hälfte bis zur Behälterachse nach den Bedingungen für erdgedeckte Behälter eingeordnet. Die andere Hälfte liegt frei. Oberirdische Flüssiggas-Behälter sind zylindrische Stahlbehälter nach DIN 4680. Frei aufgestellte Behälter sind nur so bis zu einer Lagerkapazität < 3 t aufstellbar und müssen u. a. mit einem reflektierenden Schutzanstrich versehen sein.
  • Lagerstätte
    Eine Lagerstätte ist ein Gebiet, in dem reichlich natürliche Vorkommen von Kohle, Erdöl, Erdgas oder/und Mineralien in der Erde vorhanden sind. Zumeist lagert Erdgas in mehreren tausend Metern Tiefe unter der Erdoberfläche oder auf dem Meeresgrund. Zurzeit sind Vorkommen bis zu einer Tiefe von 7000 m bekannt. In diesen Erdgasfeldern aus porösen Gesteinsschichten steht das Gas, in Abhängigkeit von der Tiefe, unter einem Druck von bis zu 300 bar.
  • Lamba-Regelung
    Eine Lamba-Regelung regelt für einen Verbrennungsprozess das Verhältnis zwischen zugeführtem Brenngas und zugeführter Verbrennungsluft.
  • Langgewindeverbindung
    Klassische Verbindung von Rohren untereinander mittels Gewinde; zählt zu den lösbaren Gewindeverbindungen; für Neuanlagen in der Gasinstallation ist diese nicht mehr zugelassen.
  • Lastschwankungen
    Lastschwankungen sind Schwankungen in der Gasversorgung beim Gaskunden. Dies bedeutet, dass die Abnahmemenge sich verändert.
  • Leckgassicherung
    Eine Leckgassicherung ist eine Sicherheitsarmatur bei Flüssiggasanlagen, die gewerblich in Räumen unter Erdgleiche benutzt werden. Sie schließt die Gaszufuhr im Falle eines Lecks in der Schlauch-Zuleitung zum Gasgerät.
  • Leistung
    Im Gasfach wird die Leistung in einer stündlichen Menge m³/h oder in einer Energiemenge kWh/h angegeben.
  • Liberalisierung
    Die Liberalisierung eines Energiemarktes bezeichnet die Öffnung eines bislang geschlossenen Marktes für andere Anbieter einer gleichen Dienstleistung. In einem liberalisierten Mark können mehrere Unternehmen um netzgebundene Kunden werben, die bislang nur durch einen Versorger bedient wurden. Die Zugänge für Unternehmen in die Versorgungsleitungen der bisherigen Lieferanten werden durch Gesetzlichkeiten geregelt, z. B. Netznutzung.
  • Luft-Abgas-Schornstein
    Diese spezielle Art eines Schornsteins (LAS) besteht aus zwei nebeneinander oder ineinander angeordneten Schächten. Dabei wird die Verbrennungsluft über einen Schacht an die Feuerstätte herangeführt und die Abgase in dem anderen Schacht über das Dach an die Atmosphäre abgegeben. Hier gibt es die Möglichkeit einer Mehrfachbelegung, dabei sind mehrere raumluftunabhängige Gasfeuerstätten an einen Luft-Abgas-Schornstein angeschlossen.
  • Luftbedarf
    Der Luftbedarf ist die Luftmenge bzw. der Luftmengenstrom der zur Verbrennung einer Menge Brenngas erforderlich ist.
  • Luftheizer
    Luftheizer sind Heizgeräte, die Warmluft für Heizungszwecke und/oder Trockenprozesse bereitstellen.
  • Luftmischanlagen
    Anlagen, in denen Gemische aus Brenngas und Luft ( z. B. Propan/Luft) hergestellt werden.
  • Luftvorwärmer
    Der Luftvorwärmer, auch Rekuperator genannt, wärmt die Luft, z. B. Verbrennungsluft, vor.
  • Luftzahl
    Die Luftzahl (Luftverhältniszahl) gibt das Verhältnis von zugeführtem zu theoretisch erforderlichem Luftstrom zur Verbrennung an.
O
  • Odorierung
    Gase der öffentlichen Gasversorgung müssen einen hinreichenden Geruch (Warngeruch) haben. Da Erdgas von Natur aus geruchlos ist, muss es odoriert werden. Die Odorierung ist in erster Linie eine Sicherheitsmaßnahme für den Gaskunden.
  • Ozon
    Ozon – ein Sauerstoffmolekül mit 3 Atomen – bildet sich auf natürliche Weise in Höhen zwischen 12 und 50 Kilometern. Die einfallende Sonnenstrahlung wird von dieser Schicht absorbiert und so von der Erdoberfläche ferngehalten. Seit den 70er Jahren registrieren Experten eine Abnahme dieser Ozonschicht - verursacht vor allem durch Gastreibmittel in Spraydosen, den FCKW oder Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen. Außerdem kann sich Ozon in Bodennähe bei hohen Konzentrationen an Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen bei starker Sonneneinstrahlung verstärkt bilden. Dies führt in Ballungsgebieten zu wesentlich erhöhten Belastungen für die Menschen, da reines Ozon ein Atemgift ist.
  • Ölpreisbindung
    Seit den 60er-Jahren sind die beiden wesentlichen Konkurrenzenergien im Wärmemarkt (Erdgas/Heizöl) durch die Ölpreisbindung aneinander gekoppelt. Die Ölpreisbindung ist Bestandteil der Verträge zwischen Gasproduzenten, Importeuren und weiterverteilenden Unternehmen. Die Gaspreise folgen mit mehrmonatigem Abstand dem Ölpreis. Damit sollen Preissprünge verhindert werden. Dies stellt sicher, dass die investitionsintensive Förderung, der technisch aufwendige Import und die Verteilung über Leitungsnetze eine preislich berechenbare Basis haben.
P
  • Pauschaltarif
    Dieser Tarif ist ein Abrechnungstarif, bei dem auf Erfahrungswerte zurückgegriffen wird. Zum Beispiel bei einer Kochpauschale wird von der entsprechenden Leistung des Gerätes und dem Verbrauchsverhalten des Kunden ausgegangen und ein fester Gasverbrauch pro Jahr der Abrechnung zugrunde gelegt. Dieses System kann jedoch zu einer Benachteiligung einzelner Kundengruppen mit einem geringeren Gasverbrauch führen, so dass mehr Gas bezahlt wird, als verbraucht wurde.
  • Permeabilität
    Die Permeabilität ist die Durchlässigkeit von Materialien gegenüber Gas. Sie gibt an, wie viel Gasmenge in einer Zeiteinheit über eine bestimmte Fläche fließt. Da kein Material 100% dicht ist, wird besonders beim Einsatz von neuen Materialien (Gewebe u. a.) auf die Permeabilität großen Wert gelegt.
  • Photovoltaik
    Technik, bei der Sonnenstrahlung und Licht mit Hilfe von Solarzellen in elektrische Energie direkt umgewandelt wird. Technisch ausgereiftes System mit guten Voraussetzungen zum Einsatz auch in Mitteleuropa.
  • Piezoelektrische Zündeinrichtung
    Geräte zum Anzünden von Brenngas-Luft-Mischungen in Gasgeräten. Hier wird der piezoelektrische Effekt angewendet. Dabei handelt es sich um eine Direktumwandlung von mechanischer Energie in Elektroenergie mit hohen Spannungen. So springt über zwei Elektroden ein Funke über, der das Brenngas-Luft-Gemisch zum Zünden bringen kann.
  • Plattenheizkörper
    Diese Heizkörper sind dadurch gekennzeichnet, dass sie bei sehr geringer Tiefe große glatte oder profilierte Heizflächen besitzen. Sie geben ihre Wärmeleistung je nach Ausführung in unterschiedlich großen Anteilen durch Strahlung und durch Konvektion ab.
  • Porenspeicher
    Spezielle Form eines Erdgasspeichers, bei dem das Gas in poröse Erdschichten eingepresst wird. Siehe Erdgasspeicher.
  • Preisanpassungsklausel
    Preisbestimmungen, in welchen eine automatische Preisanpassung vertraglich festgelegt ist. Damit wird z. B. der Gaspreis in Abhängigkeit von verschiedenen Ölsorten festgelegt. Es kann auch eine terminliche Festlegung getroffen werden, bei dem der Preis in einem festgelegten Zeitraum angepasst wird.
  • Primärenergie
    Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Hierzu zählen fossile Energieträger wie: Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie). In Deutschland ist Mineralöl mit 39 Prozent der wichtigste Energieträger, gefolgt von Gas (21 Prozent) und Steinkohle (13 Prozent). Die erneuerbaren Energieträger decken rund zwei Prozent des Primärenergieverbrauchs.
  • Primärluft
    Bei Gasbrennern kann die zur Verbrennung erforderliche Luftmenge dosiert zugegeben werden; zuerst wird die sog. Primärluft zugegeben.
  • Propan
    Propan ist ein Brenngas, das eine Art Flüssiggas nach DIN 51622 ist. Als Einzelgas C3H8 weist es folgende wichtige Daten aus: - Dichte des flüssigen Gases: 0,53 kg/l bei 0° C - Normdichte des Gases: 1,97 kg/m³ - Brennwert: 13,98 kWh/kg - Heizwert: 12,87 kWh/kg - Zündgrenzen: 1,7 - 10,9 Vol.% - Zündtemperatur: 460° C - Theoretischer Luftbedarf: 24,36 m³/m³ - Theoretische Verbrennungsgasmenge, feucht: 26,24 m³/m³ - Maximaler CO2-Gehalt: 13,8 Vol.%
  • Prüfgase
    Gasgeräte werden im Labor mit einheitlichen Brenngasen geprüft; sogenannte Prüfgase.
  • ppm
    parts per million (10-6)
R
  • Raffineriegas
    Brenngas, das bei der Verarbeitung von Rohöl anfällt. Es enthält in Abhängigkeit von der Herkunft des Rohöls unterschiedliche Anteile an niedrigmolekularen Kohlenwasserstoffen und Wasserstoff.
  • Raumgröße
    Anforderungen an die Größe des Aufstellraumes von Gasgeräten werden aus Gründen der Verbrennungsluftbereitstellung gestellt.
  • Raumluftüberwachungseinrichtung
    Die Raumluftüberwachungseinrichtung ist eine Einrichtung an einem Gasgerät, die bei Überschreiten eines vorgegebenen CO-Wertes in der Raumluft die Gaszufuhr selbsttätig schließt.
  • Raumtemperatur
    Temperatur in einem Raum an einer bestimmten Stelle. Sie ist mitbestimmend für den Energieverbrauch und die Heizkosten, eine Raumtemperatur von 20° C im Wohnbereich reicht aus. 1° C Temperaturabsenkung von 21° C auf 20° C bringt eine Energieeinsparung von ca. 6 %.
  • Regelung
    Unter Regelung versteht man einen Vorgang, bei dem eine physikalische Größe (Regelgröße) aufgrund einer Messung fortlaufend erfasst, mit einer anderen Größe (Führungsgröße) verglichen und trotz störender Einflüsse von außen möglichst konstant oder auf vorgeschriebenen Werten gehalten wird.
  • Regenerative Energien
    Siehe erneuerbare Energien.
  • Regionalversorger
    Ein Regionalversorger ist ein Gas- bzw. Energieversorgungsunternehmen mit einem territorial eingegrenzten Versorgungsgebiet. Dies bedeutet, dass keine Gas- bzw. Energielieferung außerhalb der Versorgungsgebiete durchgeführt wird, aber wiederum nicht nur Abnehmer einer Stadt versorgt werden.
  • Reinigungsöffnung
    Diese Öffnung an Anlagen und Leitungen dient der Reinigung von innen und zur Inspektion. Die Öffnung ist mit einem Verschluss versehen. Eine spezielle Form am Hausanschluss eines Gaskunden kann ein Reinigungs-T-Stück sein. Von dieser Stelle aus ist die Reinigung und Inspektion der Hausanschlussleitung möglich. Üblicherweise ist das Reinigungs-T-Stück mit einem Stopfen verschlossen.
  • Rekuperator
    Siehe Luftvorwärmer.
  • Reparatur
    Instandhaltung einer Gasanlage, bei der Bauteile erneuert werden.
  • Reservebehälter
    Reservebehälter einer Flüssiggas-Versorgungsanlage sind Druckgasbehälter, die nach Entleerung der Betriebsbehälter die Versorgung der Geräte übernehmen.
  • Ressourcen
    In der Gaswirtschaft bezeichnet man damit alle Gasmengen, die durch Probebohrungen nachgewiesen sind. Mindestens die Hälfte davon ist wirtschaftlich nutzbar.
  • Rohgas
    Bezeichnung für Gas, das im Rahmen seiner Herstellung noch nicht die Qualität für die Abgabe an die Verbraucher hat.
  • Rohreinzugsverfahren
    Das Rohreinzugsverfahren ist ein Sanierungsverfahren, bei welchem eine neue Rohrleitung in eine alte Rohrleitung eingezogen wird.
  • Rußzahl
    Maß für den Rußgehalt von Abgasen aus Heizölfeuerstätten. Die Rußbildung darf den Schwärzungsgrad 3 nicht überschreiten. Die Messung wird vom Schornsteinfeger durchgeführt.
  • Rücklauf
    Der Rücklauf ist der Teil des Heizungssystems, in dem das Heizmedium (z. B. Wasser) zurück zum Wärmeübertrager des Heizgerätes fließt oder gepumpt wird.
S
  • SKE
    Siehe Steinkohleeinheit.
  • SNG
    Synthetisch hergestelltes Brenngas aus Stein- oder Braunkohle: „synthetic natural gas“.
  • Schornstein
    Ist ein Schacht in oder an Gebäuden (bzw. auch freistehend), der ausschließlich dazu bestimmt ist, Abgase über das Dach ins Freie zu fördern.
  • Schutzabstand
    Um eine Beeinflussung von technischen Systemen untereinander oder der Umwelt einzuschränken, werden Abstände definiert. Der Schutzabstand bei Flüssiggasanlagen ist z. B. der Abstand zwischen Flüssiggasbehältern und benachbarten Anlagen, Einrichtungen, Gebäuden oder öffentlichen Verkehrswegen, zum Zweck, den Flüssiggasbehälter vor einem Schadensereignis, wie Erwärmung infolge Brandbelastung oder mechanischen Beschädigungen zu schützen bzw. das Umfeld vor Wirkungen des Flüssiggasbehälters zu schützen.
  • Schutzstreifen
    Ein Schutzstreifen ist ein z. B. Geländestreifen, der sich längs einer Rohrleitungstrasse befindet. Auf diesem Streifen ist die Zufahrt und Begehbarkeit der Leitung zwecks Kontrolle immer zu gewährleisten. Dies wird vertraglich zwischen dem Besitzer und dem Versorger vereinbart. Auf dem Schutzstreifen dürfen z. B. keine Gebäude mit festen Fundamenten gebaut werden oder sonstige leitungsgefährdende Arbeiten durchgeführt werden. Die Breite des Schutzstreifens ist vom Leitungsdurchmesser abhängig. Siehe auch Wegerecht.
  • Schutzziel
    Bei der Aufstellung von Gasgeräten der Art B sind 2 Schutzziele einzuhalten. Schutzziel 1 beurteilt das Betriebsverhalten des Gasgerätes im Anfahrtszustand; Schutzziel 2 sichert ausreichende Verbrennungsluftbereitstellung.
  • Schwefeldioxid
    Schwefeldioxid ist ein farbloses, permanentes Gas mit stark reizendem Geruch; einer der weitest verbreiteten Pflanzenschadstoffe. Es entsteht u. a. bei Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe und ist dann in den Abgasen von Feuerungsanlagen sowie in den Abgasen der Kraftfahrzeuge enthalten.
  • Sekundärenergie
    Sekundärenergie ist die Energie, die als Ergebnis eines Umwandlungsprozesses und unter Energieverlust aus der Primärenergie gewonnen wird. Sekundärenergie gibt es entweder in Form leitungsgebundener Energie wie Strom, Fernwärme und Brenngas oder in Form von Produkten wie Benzin, Heizöl, Koks, Briketts.
  • Sicherheitsabblaseventil (siehe auch Sicherheitsabsperrarmatur)
    Das Sicherheitsabblaseventil (SBV) ist ein Überdruckventil, das z. B. Gas aus einer Rohrleitung oder einem Druckbehälter entlässt, wenn der Druck darin zu groß wird. Auf das gefahrlose Ableiten der austretenden Gase ist zu achten.
  • Sicherheitsabsperrarmatur
    Mit Sicherheitsabsperrarmaturen werden z. B. Brenner ausgerüstet sein, um im Fall einer Störmeldung oder Brennerabschaltung die Brenngaszufuhr zu unterbrechen. Dies geschieht z. B. mit sogenannten Sicherheitsabsperrventilen.
  • Sicherheitsabsperrventil
    Das Sicherheitsabsperrventil (SAV) ist ein Sicherheitsbauteil in einer Gasrohrleitung, welches vom Gas durchströmt wird und bei Überschreiten und /oder Unterschreiten eines eingestellten Ansprechdruckes die Gasdurchströmung unterbricht. Es öffnet nicht von selbst, wenn der Druck danach wieder den Normalwert erreicht. (Siehe auch Sicherheitsabsperrarmatur).
  • Sicherheitstemperaturbegrenzer
    Ein Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) ist eine Sicherheitseinrichtung, die bei zu hohen Temperaturen im System eine Sicherheitsabschaltung (Störabschaltung) bewirkt. Ein STB ist z. B. Teil der Sicherheitseinrichtung von Heizungsanlagen. Jeder Wärmeerzeuger muss einen typgeprüften Sicherheitstemperaturbegrenzer mit eigenem Fühler haben. Er misst z. B. die Vorlauftemperatur nach dem Heizungskessel und unterbricht die Brennstoffzufuhr zum Kessel bei Überschreitung einer eingestellten Vorlauftemperatur.
  • Solaranlagen
    Solaranlagen sind Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung direkt nutzen. Sonnenkollektoren können in unseren Breiten z. B. für die Warmwasserbereitung und zur Schwimmbadbeheizung eingesetzt werden; in Photovoltaikanlagen wird Strom direkt erzeugt.
  • Speicher
    Sie dienen dem Ausgleich von verbrauchsabhängigen, vorwiegend saisonal bedingten Schwankungen in Gasversorgungsleitungen. Man unterscheidet zwei Arten: - Porenspeicher bestehen aus porösem Gestein und nehmen ähnlich wie ein Schwamm, das Gas in Ihren Poren auf. Eine geschlossene Deckschicht sorgt dafür, dass kein Gas nach oben ausströmen kann. Nach unten ist die Dichtheit durch wasserführendes Erdreich gegeben. Zurzeit werden 20 Porenspeicher in Deutschland betrieben. - Bei Kavernenspeichern wird das Gas in unterirdische Hohlräume gedrückt, die durch den Abbau von Salz entstanden sind. Zurzeit werden 14 Kavernenspeicher in Deutschland betrieben.
  • Spitzenvolumenstrom
    Berechnungsvolumenstrom für Gasleitungen.
  • Stadtgas
    Das Stadtgas ist ein wasserstoffreiches Brenngas, das in Gaswerken hergestellt wird. Heute hat es keine Verbreitung mehr und ist durch das höherwertige Erdgas abgelöst worden.
  • Steigleitung
    Der geschossübergreifende Teil einer Rohrleitungsanlage im Gebäude wird mit Steigleitung benannt.
  • Steinkohleeinheit
    Die Steinkohleeinheit (SKE) ist das Standardmaß für den Energieinhalt fossiler Brennstoffe. 1 SKE hat einen Energiegehalt von 8,141 kWh. Ein kg Öl entspricht 1,44 kg SKE, ein Normkubikmeter Gas 1,33 kg SKE. Auch ein Sekundärenergieträger kann in diese Energieeinheit umgerechnet werden: 1 kWh Strom entspricht 0,123 kg SKE.
  • Stillgelegte Leitungen
    Stillgelegte Leitungen sind Gasleitungen, die bestimmungsgemäß auf Dauer nicht mehr betrieben werden und von der gasführenden Zuleitung getrennt sind.
  • Strahlungsbrenner
    Strahlungsbrenner sind Gasbrenner, die Wärme vorzugsweise in Form von Strahlung abgeben. Sie finden z. B. zur Beheizung von großen Räumen (Hallen usw.) Anwendung. Dabei wird das vorgemischte Luft-Erdgasgemisch in einem kurzflammigen Flammenteppich verbrannt. Dies geschieht auf glühenden keramischen oder metallenen Brennflächen. Es werden ein hoher Wirkungsgrad und eine geringe Umweltbelastung erreicht.
  • Strahlungsverlust
    Der Strahlungsverlust ist eine Art Wärmeverlust an die Umgebung, der z. B. bei Gasfeuerstätten auftritt.
  • Streckenbelastung
    Die Streckenbelastung ist im Rahmen der Berechnung von Installationsleitungen die Summe der danach angeschlossenen Nennbelastungen der Gasgeräte. Multipliziert mit dem Gleichzeitigkeitsfaktor ergibt sich die für die Berechnung des Durchmessers/Druckverlustes anzusetzende Belastung.
  • Strömungssicherung
    Bauteil eines Gasgerätes der Art B1, das im Abgasweg unmittelbar nach dem Gerät angeordnet ist. Sie stellt eine offene Verbindung zum Aufstellraum her und bewirkt bei Schornsteinzug das Einströmen von Mitluft in die Abgasanlage und bei Stau oder Rückstrom im Abgasweg das Einströmen von Abgas in den Aufstellraum. Die Strömungssicherung bewirkt bei Gasgeräten der Art B die einwandfreie Gasverbrennung unabhängig von den Verhältnissen in der Abgasanlage.
  • Störfallverordnung
    Die 12. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz wird Störfallverordnung genannt.
  • Sumpfgas
    Dieses methanreiche Gas entsteht bei Faulprozessen in Sumpfgebieten und wird an die Atmosphäre abgegeben.
T
  • TRGI
    Abkürzung für Technische Regeln für Gasinstallationen; DVGW-Arbeitsblatt G 600.
  • TRK-Wert
    Der Wert der Technischen Richtkonzentration gibt die Konzentration von Gasen, Dämpfen und Schwebestoffen in der Luft an, die für zu treffende Schutzmaßnahmen und messtechnische Überwachungen am Arbeitsplatz heranzuziehen sind. Dies betrifft nicht die Stoffe, für die MAK-Werte festgelegt sind. Darin sind die Festlegungen für die TRK-Werte für einen 8 Stundenbetrieb und die Wochenregelungen (bei 40 Stunden) enthalten. Bei der Anwendung dieser sind die TRGS 402 (Technische Regeln für gesundheitsgefährdende Stoffe) heranzuziehen.
  • Tank
    Ein Tank ist ein geschlossener Behälter für Flüssigkeiten oder Gase.
  • Tarifsystem
    Das Tarifsystem regelt die einheitliche Preisgestaltung und Preisstruktur in bestimmten Regionen für gleiche Verbrauchergruppen oder Verwendungsbereiche. Die Tarifstruktur kann dabei von Region zu Region sehr unterschiedlich gestaltet sein. Die Unterschiede richten sich dabei auch nach Produkt und Dienstleistung. Unterschieden werden in den meisten Fällen zwei Tarifteile. Dies ist zum einen der feste Preisanteil mit zusätzlicher Abhängigkeit von der verbrauchten Energiemenge und eine von der bezogenen Arbeit abhängende Tarifgestaltung. Der Tarif kann weiterhin in Starklast- bzw. Schwachlaststunden und saisonal unterteilt werden.
  • Taupunkt
    Darunter versteht man die Temperatur, bei der die Feuchtigkeit der Luft oder des Abgases auskondensiert, also in flüssiger Form vorliegt. Bei Erdgas liegt der Taupunkt bei 57° C und bei Heizöl bei ca. 48° C. Der erreichbare Nutzen bei Brennwertgeräten ist aus diesem Grund bei Heizöl geringer. Daher überwiegt Gaseinsatz in der Brennwerttechnik.
  • Technische Regeln Flüssiggas
    Die Technischen Regeln Flüssiggas (TRF) sind vom DVGF herausgegebene Regeln, die für die Planung, Errichtung, Instandhaltung und Änderung sowie Prüfung von Anlagen, die mit Flüssiggas betrieben werden, verbindlich sind. Diese Flüssiggasanlagen bestehen aus einer Flüssiggas-Versorgungsanlage und einer Flüssiggas-Verbrauchsanlage in Gebäuden und auf Grundstücken.
  • Technische Regeln Gasinstallation
    Die Technischen Regeln Gasinstallation (TRGI) sind vom DVGW herausgegebene Regeln, die für die Planung, Errichtung, Instandhaltung und Änderung sowie Prüfung von Anlagen, die mit Erdgas betrieben werden, verbindlich sind. Diese Gasanlagen bestehen aus einer Rohrleitungsanlage, Gasgeräten, Zuluft-und Abgasanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken. (Siehe auch Rubrik Gesetze/Verordnungen)
  • Thermisch auslösende Absperreinrichtung
    Bauelement einer Gasinstallation (TAE). Diese Absperreinrichtung bewirkt, dass der Gasdurchfluss abgesperrt wird, wenn eine Temperatur von 100° C im Umfeld der TAE auftritt. Dies geschieht z. B. in einem Brandfall im Gebäude. So muss z. B. vor jedem Gasgerät, das in einem Gebäude betrieben wird, in die Zuleitung, unmittelbar vor dem Gerät, eine solche TAE eingebaut werden.
  • Thermische Gasabrechnung
    Als Thermische Gasabrechnung bezeichnet man ein Abrechnungsverfahren, bei dem die gelieferte Energie zugrunde gelegt wird. Grundlage dafür ist der Brennwert des Gases. Das gemessene Gasvolumen wird mit Druck und Temperatur auf den Bezugswert des Brennwertes umgerechnet und mit ihm multipliziert.
  • Thermostatventil
    Siehe Heizkörperventil.
  • Transportleitung
    Dies sind Rohrleitungen, die unter Hochdruck zum Transport von Gasen dienen. In der Regel ist dieser Transport über weite Entfernungen und mit großem Leitungsvermögen verbunden.
  • Trasse
    Die Trasse ist der Bereich, in welchem eine Rohrleitung verlegt ist. (Siehe auch Schutzstreifen)
  • Trassenwarnband
    Das Trassenwarnband ist ein Kunststoffband, das ca. 20 cm über der Gasrohrleitung verlegt wird. Es dient dazu, bei Bauarbeiten zu erkennen, dass sich in diesem Bereich eine Erdgasleitung befindet. Es hat die Farbe Gelb und ist mit der Aufschrift Gasleitung versehen. Damit ist die Gasleitung eindeutig zu identifizieren.
  • Trassierung
    Nach Erkundung des Geländes wird die allgemeine Linienführung einer Gasleitung mit Behörden sowie Planungsstellen abgestimmt. Nach Zustimmung wird die Leitungsführung im Gelände vermessen, wobei für schwierige oder besiedelte Gelände nicht nur der Grundriss, sondern auch der Aufriss (Längs- und Querprofil) ermittelt wird. Erforderlich sind solche Profile u. a. für die Genehmigung von Kreuzungen mit Straßen, Bächen, Bahnen etc.
  • Treibhauseffekt
    Ähnlich wie in einem Glashaus (z. B. Gewächshaus) erwärmt sich durch Sonneneinstrahlung die Erdatmosphäre. Dabei lassen verschiedene Elemente in der Luft die Sonnenstrahlung durch und behindern die Rückstrahlung von der Erdoberfläche. Dadurch kommt es zu Erderwärmung. Für diesen Effekt sind z. B. Kohlendioxid, FCKW und andere verantwortlich.
  • Treibstoff
    Treibstoff ist ein Brennstoff für den Antrieb von Motoren, Turbinen oder Strahltriebwerken. Man kann Treibstoffe in gasförmigem (Flüssig- bzw. Erdgas, Treibgas), flüssigem (Benzin, Dieselöl) und festem (Kohlenstaub, Magnesium) Aggregatszustand vorfinden.
U
  • Ultraschallgaszähler
    Mit dem Ultraschallgaszähler wird ein spezielles Prinzip zur Gasmengenmessung angewendet. Dabei wird die Durchflussgeschwindigkeit gemessen. Mit der Gasgeschwindigkeit ist es möglich, den Volumenstrom und damit die Gasmenge zu bestimmen.
  • Umlaufwasserheizer
    Der Gas-Umlaufwasserheizer ist eine Gasfeuerstätte, in der umlaufendes Heizungswasser erwärmt wird.
  • Umrechnungsfaktor
    Der Umrechnungsfaktor ist der Multiplikator für die Umrechnung des Gasverbrauchs von Kubikmetern (m³) in Kilowattstunden (kWh). Er setzt sich zusammen aus Zustandszahl (Druck und Temperatur) und Brennwert.
  • Umstellung
    Die Umstellung von Gasgeräten ist eine Maßnahme, die erforderlich ist, wenn sich die Gasversorgung von einer Gasfamilie auf eine andere Gasfamilie ändert. Dabei kann der Austausch von Bauteilen an Gasgeräten erforderlich werden.
  • Umwelt
    Zusammen mit moderner Verbrennungstechnik ist Erdgas eine umweltschonende Wärmeenergie. Erdgas bietet aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften sehr gute Voraussetzungen für eine besonders schadstoffarme Verbrennung. Der gasförmige Zustand ermöglicht eine gezielte Durchmischung mit der Verbrennungsluft und somit eine annähernd vollkommene Verbrennung. Erdgas hat nur geringe Kohlenstoffanteile und setzt bei der Verbrennung geringere Mengen CO2 frei als andere fossile Energieträger. Das Umweltbundesamt hat mit seinen Ermittlungen bekräftigt, dass Erdgas eine die Umwelt schonende Energie ist. Danach hat Erdgas einen Anteil von 20 % am emissionsverursachenden Energieverbrauch in den alten Bundesländern (ohne Prozesswärme). Bei Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid (SO2), Staub und organischen Verbindungen ist der Anteil des Erdgases daran vernachlässigbar gering. Der Ausstoß von Stickstoffoxid (NOx) mit 5-%-Anteil an diesem Energieverbrauch kann darüber hinaus durch den Einsatz moderner Anwendungstechnik, wie der Gas- Brennwerttechnik vermindert werden.
  • Überdruck
    Der Überdruck ist der statische Druck, der in einem geschlossenen Raum (Rohrleitung, Behälter) gegenüber der Umgebung herrscht.
  • Überdrucksicherung
    Eine Überdrucksicherung schließt die Gaszufuhr zu einer Anlage oder einem Gerät, wenn der Druck über einen vorher eingestellten Wert steigt. Damit wird die gesamte nachfolgende Anlage vor zu hohem Druck abgesichert.
  • Übergabe
    Die Übergabe stellt die Gasmenge dar, die in eine Anlage des Netzbetreibers übergeben wird.
  • Übernahme
    Die Übernahme stellt die Gasmenge dar, die in eine Anlage des Netzbetreibers übernommen wird.
V
  • Verbindungsstück
    Ein Verbindungsstück ist ein abgasführendes Bauteil zwischen dem Gasgerät und dem ins Freie führenden Teil der Abgasanlage.
  • Verbrauchsabrechnung
    Die Verbrauchsabrechnung ist die Mitteilung über den Gasverbrauch an den Kunden. Diese schriftliche Benachrichtigung wird vor oder mit der Rechnung übergeben und beinhaltet die gesamten Verbrauchsdaten.
  • Verbrauchsanlage
    Die Flüssiggas-Verbrauchsanlage umfasst die Baugruppen einer Flüssiggasanlage nach dem Hauptabsperrorgan. Das sind im Allgemeinen: Rohrleitungsanlage, Gasgeräte, Zuluft- und Abgasanlage.
  • Verbrauchsdichte
    Die Verbrauchsdichte ist der Gasverbrauch oder auch Energieverbrauch eines Versorgungsgebietes bezogen auf die Fläche des versorgten Gebietes.
  • Verbrauchsleitung
    Die Verbrauchsleitung transportiert das Brenngas zwischen Gaszähler und einem Abzweig. Dieses Gas ist bereits gemessen und die Durchflussmenge registriert.
  • Verbrennung
    Die Oxidation eines Brennstoffes mit Sauerstoff wird dann Verbrennung genannt, wenn dabei technisch und wirtschaftlich nutzbare Wärme entsteht.
  • Verbrennungsluft
    Dieses ist die Luft, die Gasgeräten zur Verbrennung bei Betrieb zuströmt.
  • Verbrennungsluftraum
    Darunter versteht man einen Raum, mit mindestens einem zu öffnenden Fenster oder einer Außentür, in den Luft einströmen kann, die zur Verbrennung genutzt werden kann.
  • Verbrennungsluftverbund
    Ist der lufttechnische Verbund von Aufstellräumen mit Verbrennungslufträumen zur Sicherstellung der Verbrennungsluftversorgung der Feuerstätten.
  • Verbundraum
    Der Verbundraum ist im Sinne der Verbrennungsluftzuführung für Gasgeräte in Gebäuden ein Raum zwischen dem Verbrennungsluftraum und Aufstellraum.
  • Verbändevereinbarung
    Einige bundesweit arbeitende Verbände haben eine Verbändevereinbarung zum Netzzugang von Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland festgelegt. Sie hat zum Ziel, die Organisation des Netzzugangs auf Vertragsbasis von Erdgas zu konkretisieren. Sie schafft damit eine Grundlage für frei auszuhandelnde Vereinbarungen über den Netzzugang auf Vertragsbasis (NTPA) und die entsprechenden Netzzugangsentgelte. Die Vereinbarung soll den Wettbewerb gemäß den Zielen der Richtlinie 98/30/EG und der genannten Gesetze fördern.
  • Verflüssigung
    Dabei werden Gase durch Kühlung oder Druckerhöhung für Transport und Speicherung in den flüssigen Zustand versetzt.
  • Verpuffung
    Von einer Verpuffung wird gesprochen, wenn es durch eine ungewollte Verbrennungsreaktion zwar zu einer Volumenerweiterung, nicht aber zu einem relevanten Druckaufbau kommt. Beispielhaft sind Verpuffungen in Feuerungsanlagen, in denen bei fehlender Vorbelüftung (unverbrannte Brennstoffe) oder durch unvollständige Verbrennung (CO-Bildung) eine gefährliche explosive Atmosphäre auftreten kann. Wird diese Atmosphäre an einer heißen Oberfläche oder beim wiederholten Brennerstarten durchgezündet, entsteht eine Druckwelle, die zum Kamin hin und ggf. über Explosionsklappen zum Teil entspannt wird. Da die Brennräume in der Regel nicht für eine Druckbelastung ausgelegt sind, können solche Verpuffungen Schäden hervorrufen.
  • Versorgungsanlage
    Die Flüssiggas-Versorgungsanlage umfasst alle zur Versorgung der Verbrauchsanlage mit Flüssiggas dienender Anlagenteile, d. h. den Druckbehälter (Druckgasbehälter) und die Rohrleitungsanlage bis einschließlich der Hauptabsperreinrichtung, und zwar unabhängig von der im Einzelfall gewählten örtlichen Lage der Hauptabsperreinrichtung.
  • Versorgungsdruck
    Der Versorgungsdruck ist der Gasdruck in der Versorgungsleitung, an der das zu versorgende Grundstück angeschlossen ist.
  • Versorgungsgebiet
    Das Versorgungsgebiet ist das gesamte Gebiet, das von einem Gasversorgungsunternehmen (GVU) mit Gas versorgt wird.
  • Verteilungsleitung
    Diese Leitung transportiert das Gas ungemessen zum Zähler, das heißt, bevor die Gasmenge im Gaszähler registriert wird.
  • Vertragsinstallationsunternehmen
    Erstellungs-, Änderungs- und Instandhaltungsarbeiten an Gasanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken dürfen, außer durch das Gasversorgungsunternehmen, nur von Installationsunternehmen ausgeführt werden, die in ein Installateurverzeichnis eines Gasversorgungsunternehmens als Vertragsinstallationsunternehmen (VIU) eingetragen sind.
  • Vertriebsstelle
    Die Vertriebsstelle ist eine Einrichtung zum Umschlag von Flüssiggasflaschen. Die dabei vorgenommene Zwischenlagerung von Flüssiggasflaschen unterliegt verschiedenen Vorschriften, u. a. der Druckbehälterverordnung sowie den Technischen Regel Druckgase, hier TRG 280: Allgemeine Anforderungen an Druckgasbehältern und Betreiben von Druckgasbehältern.
  • Vollversorgungstarif
    Der Vollversorgungstarif wird dann abgeschlossen, wenn eine Versorgung mit Gas für Kochen, Heizen und Warmwasser durchgeführt wird.
  • Vorlauf
    Der Vorlauf ist der Teil des Heizungssystems, in dem das Heizmedium (z. B. Wasser) vom Wärmeübertrager des Heizgerätes zum zu beheizenden Medium fließt oder gepumpt wird. Dabei ist die im Medium enthaltene Wärmemenge noch gespeichert, um das zu beheizende Medium zu erwärmen.
  • Vormischbrenner
    Der Vormischbrenner ist eine Brennerart, bei der Erdgas und Verbrennungsluft vorgemischt werden. (Siehe auch Gasbrenner)
  • Vorratswasserheizer
    Gas-Vorratswasserheizer (Speicherwassererwärmer) sind Gasfeuerstätten, in denen Wasser auf Vorrat direkt erwärmt wird.
  • Vorversorgung
    Man spricht von Vorversorgung, wenn einem Abnehmer nicht sofort Erdgas zur Anwendung zum erforderlichen Termin bereitgestellt werden kann. In diesem Fall wird die Anlage mit Flüssiggas vorversorgt werden, bis Erdgas vor Ort bereitsteht.
W
  • Wartung
    Zur Wartung gehören Überwachung und Pflege, Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, sowie das Inspizieren der Anlagenteile (Durchsicht, regelmäßige Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich Einstellung der Heizungsanlage).
  • Wassergefährdung
    Abhängig von dem Wassergefährdungsgrad werden Stoffe in 4 Wassergefährdungsklassen WGK eingeteilt. Flüssiggas ist in die WGK 0 eingestuft und kann somit auch in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden.
  • Wasserstoff
    Wasserstoff ist ein brennbares Gas mit hohem Energiegehalt, das beispielsweise in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung eingesetzt wird.
  • Watt
    Mit Watt bezeichnet man die Einheit der elektrischen Leistung. Ein Watt [W] ist die Leistung eines Vorgangs, bei dem in einer Sekunde [s] die Arbeit ein Joule [J] verrichtet wird. Dezimale Vielfache sind das Kilowatt (kW = 1000 Watt), das Megawatt (MW = 1000 Kilowatt) und das Gigawatt (GW = 1000 Megawatt).
  • Wegerecht
    Siehe Trassierung.
  • Wirkungsgrad
    Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei Energieumwandlungen. Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (z. B. Blockheizkraftwerk und Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk) erreichen einen besonders hohen Wirkungsgrad.
  • Wobbe-Index
    Der Wobbe-Index ist ein Kennwert für die Austauschbarkeit von Gasen hinsichtlich der Wärmebelastung einer Gasverbrauchseinrichtung. Gase mit gleichem Wobbe-Index haben bei gleicher Düse auch gleiche Wärmebelastung. In der Praxis dient der Wobbe-Index z. B. dazu, über den Düsendruck die Wärmebelastung eines Brenners einzustellen und die Austauschbarkeit von Gasen zu beurteilen.
  • Wärme
    Dies ist – vereinfacht gesagt – die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform. Bewirkt die Zufuhr von Wärmeenergie bei einem Stoff eine Temperaturerhöhung, spricht man von fühlbarer Wärme. Stoffe können auf Wärmezufuhr auch mit einer Phasenumwandlung, einer Änderung ihres Aggregatzustandes oder einer chemischen Umwandlung reagieren, ohne dass sich dabei die Temperatur ändert. Man spricht dann von latenter Wärme, da die Wärme bei der Stoffänderung gespeichert oder gebunden wird.
  • Wärmebedarf
    Der Wärmebedarf ist die Wärmemenge, die für den Heizprozess notwendig ist. Die Wärmemenge definiert sich aus der zu beheizenden Fläche, den Raumnutzungsarten und der speziellen Bauweise des zu beheizenden Hauses oder der Wohneinheit (Fenster, Wand usw.).
  • Wärmebelastung
    Die Wärmebelastung eines Gerätes, ist der vom Gas zugeführte Wärmestrom in kW, bezogen auf den Heizwert des Brennstoffs. Die größte Wärmebelastung ist die vom Hersteller des Gasgerätes auf dem Geräteschild angegebene Wärmebelastung in kW, die bei Einstellung des Gasgerätes nicht überschritten werden darf. Die kleinste Wärmebelastung ist die vom Hersteller des Gasgerätes auf dem Geräteschild angegebene Wärmebelastung in kW, die bei Einstellung des Gasgerätes nicht unterschritten werden darf. (Siehe auch Nennwärmebelastung)
  • Wärmedämmung
    Der Heizenergieverbrauch eines Gebäudes hängt im wesentlichen Teil von der Wärmedämmung der Gebäudehülle ab. Um Wärmeverluste möglichst gering zu halten, verbessert man die Wärmedurchgangskoeffizienten, indem man Dämmstoffe zum Einsatz bringt. Als Dämmstoffe gelten solche Stoffe, deren Wärmeleitfähigkeit < 0,1 W/mK ist.
  • Wärmeleistung
    Die Nennwärmeleistung ist der vom Gasgerät nutzbar gemachte Wärmestrom in kW. Die Gesamtnennwärmeleistung ist die Summe der Nennwärmeleistungen der in einem Raum, einer Wohnung oder einer sonstigen Nutzungseinheit aufgestellten Feuerstätten, die gemeinsam betrieben werden können. (Siehe auch Nennwärmebelastung)
  • Wärmeleitfähigkeit
    Die Wärmeleitfähigkeit ist die Eigenschaft eines Stoffes, Wärme zu leiten. Gute Wärmeleiter sind z. B. Metalle, hingegen schlechte Wärmeleiter z. B. Mineralfasern. Je schlechter ein Stoff die Wärme leitet, umso besser sind seine Dämmeigenschaften.
  • Wärmepumpe
    Die Wärmepumpe funktioniert wie ein „umgekehrter“ Kühlschrank. Ihre Heizenergie bekommt sie aus der Luft, dem Wasser oder dem Erdreich. Mit Strom pumpt sie dazu Kühlflüssigkeit durch das wärmere Medium. Die Kühlflüssigkeit erwärmt sich und gibt diese Erwärmung anschließend über einen Wärmetauscher an den Heizwasserkreislauf ab. Diese Technologie eignet sich hervorragend, um moderne Erdgasheizanlagen in den kalten Wintermonaten durch ergänzende Wärme zu entlasten und so den Spitzenverbrauch zu reduzieren. Das spart Energiekosten und schont die Umwelt.
  • Wärmewert
    Sammelbezeichnung für Brennwert und Heizwert, er gibt Auskunft über die bei der vollständigen Verbrennung freiwerdende Wärmemenge.
Z
  • Zentralheizung
    Sind dadurch gekennzeichnet, dass es für die zu beheizenden Räume nur eine Feuerstelle gibt und dass die erzeugte Wärme unter Zwischenschaltung eines Wärmeträgers den einzelnen Räumen zugeführt wird. Als Wärmeträger wird Wasser, Dampf oder Luft verwendet, so dass sich die Zentralheizungen in Warmwasser-, Dampf- und Luftheizungen einteilen lassen.
  • Zuluft
    Dieses ist die gesamte Luft, die dem Aufstellraum zugeführt wird. Ein Teil davon nimmt als Verbrennungsluft an der chemischen Reaktion mit dem Brennstoff teil.
  • Zuständigkeit
    Zuständig für alle Fragen um die Gasversorgung ist das örtliche GVU. Dabei kann es sich um Regionalversorger oder Stadtwerke handeln. Bei Bedarf lässt sich der zuständige Gasversorger über ErdgasRuf in Erfahrung bringen. Für alle Versorgungseinrichtungen bis zur Hauptabsperrung im Gebäude ist das GVU zuständig. Die Verlegung von Gasleitungen innerhalb des Gebäudes und der Anschluss von Gasgeräten ist die Aufgabe des Fachhandwerks. Dabei dürfen die Arbeiten nur von Betrieben durchgeführt werden, die eine entsprechende Eintragung bei einem GVU besitzen. Dies sind Vertragsinstallationsunternehmen - VIU.
  • Zusätzliche Zähler
    Für jeden zusätzlichen Zähler einer bestimmten Größe wird von den Versorgern ein Grundpreis pro Jahr erhoben.
  • Zähleranschlussleitung
    Dieser Teil der Hausinstallation verbindet die Verteilungsleiter mit dem Gaszähler.
  • Zündeinrichtung
    Die Zündeinrichtung dient bei einer Gasfeuerungsanlage zum Anzünden des aus dem Hauptbrenner ausströmenden Brenngases. Übliche Zündeinrichtungen sind: Zündbrenner, Funkenanzündeinrichtungen, Glühwendelanzündeinrichtungen.
  • Zündflamme
    Die Zündflamme entzündet das Gas am Brenner.
  • Zündgrenze
    Die Zündgrenze ist eine bestimmte Gemischkonzentration von Brenngas und Luft. Es gibt eine obere und eine untere Zündgrenze. Ab der unteren Zündgrenze ist die vorhandene Gaskonzentration ausreichend zum Anzünden des Brenngas-Luft-Gemisches. Ab der oberen Zündgrenze ist nicht mehr genügend Sauerstoff im Gemisch zum Zünden vorhanden. Der Bereich zwischen den Zündgrenzen wird als zündfähiger Bereich (explosionsfähiger Bereich) bezeichnet.
  • Zündsicherung
    Siehe Flammenüberwachung.
  • Zündtemperatur
    Unter der Zündtemperatur ist die zur Entzündung eines Brenngas-Luft-Gemisches minimal erforderliche Temperatur zu verstehen. Sie ist abhängig von der Gaszusammensetzung und dem Gas-Luft-Verhältnis.
  • z-Zahl
    Die z-Zahl oder Zustandszahl ist das Verhältnis des vom Gaszähler gemessenen Betriebsvolumens (m³b) zum Normvolumen (m³n). Sie wird nach den gesetzlichen Grundlagen für die Abrechnung von Erdgas ermittelt und berücksichtigt die Höhenlage, den Gasdruck und die Gastemperatur.