27.10.2026

Heizperiode 2026: So entwickeln sich die Heizkosten

Die Heizperiode entwickeln sich 2026 je nach Energieträger unterschiedlich. Während die Kosten für Gas gegenüber 2025 leicht sinken könnten, werden insbesondere für Heizöl höhere Kosten erwartet. Gleichzeitig lag der witterungsbedingte Heizbedarf von Januar bis September 2026 nur rund 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Das Wichtigste in Kürze:

  • 2026 steigen die Heizkosten für viele Haushalte: Besonders Heizöl wird voraussichtlich rund 24 Prozent teurer, Holzpellets etwa 17 Prozent; auch Fernwärmepreise ziehen teilweise an.
  • Während der Heizperiode vom 1. Oktober bis 30. April müssen Vermieter in Wohnräumen tagsüber in der Regel 20 bis 22 Grad und nachts etwa 18 Grad ermöglichen.
  • Der witterungsbedingte Heizbedarf lag von Januar bis September 2026 nur rund 0,4 Prozent über dem Vorjahr – höhere Rechnungen entstehen daher vor allem durch gestiegene Energiepreise; Abrechnungsfristen und Verbrauchsanteile sollten geprüft werden.

Wann ist die Heizperiode im Jahr 2026?

Als Heizperiode gilt in Deutschland der Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. April. In diesem Zeitraum müssen Eigentümer sicherstellen, dass vermietete Wohnungen ausreichend beheizt werden können, damit Mieter gewisse Mindesttemperaturen in den Wohnräumen erreichen können. Für WEGs und Vermieter bedeutet das: Neben dem individuellen Verbrauch beeinflusst der jeweilige Energieträger die Kostenentwicklung 2026 besonders stark. 

 

Fristen und Regeln in der Heizperiode

Oft übersehen wird die CO2-Kostenaufteilung: Seit 2023 trägt der Vermieter einen Teil der CO2-Kosten für Gas und Heizöl, gestaffelt nach dem energetischen Zustand des Gebäudes. Je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes ist, desto höher fällt grundsätzlich der Kostenanteil des Vermieters aus. Werden die CO2-Kosten und die Einstufung auf der Abrechnung nicht ausgewiesen, können Kürzungsrechte bestehen.

 

Gradtagzahlen 2026:

Wie groß war der witterungsbedingte Heizbedarf?

Gradtagzahlen (GTZ) dienen dazu, den temperaturbedingten Heizbedarf anhand der Witterung einzuordnen. Sie beschreiben vereinfacht die Differenz zwischen der üblichen Raumtemperatur und der tatsächlichen Außentemperatur. Je höher die Gradtagzahl ausfällt, desto größer war der witterungsbedingte Heizbedarf. Darüber hinaus werden Gradtagzahlen bei Heizkostenabrechnungen verwendet, wenn für bestimmte Zeiträume keine konkreten Verbrauchswerte vorliegen und Verbräuche witterungsabhängig verteilt werden müssen.

 

Gradtagzahlen im langjährigen Mittel

Frau im Büro blickt konzentriert auf ihren Laptop zur fundierten Energiebeschaffung.
Vergleich:

Heizperiode 2025 – 2026

Die bisher vorliegenden Werte zeigen, dass der temperaturbedingte Heizbedarf im Jahr 2026 nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Von Januar bis September 2026 summierten sich die Gradtagzahlen auf 2.033,9. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Wert bei 2.025,2. Der witterungsbedingte Heizbedarf lag damit rechnerisch rund 0,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Auch im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt fällt die Abweichung moderat aus. Insgesamt lag der Heizbedarf bis September 2026 rund 2,8 Prozent über dem Durchschnitt der Vergleichsjahre.

Einzelne Monate zeigen jedoch deutliche Unterschiede:

  • Januar und April 2026 fielen deutlich kälter aus als im Vorjahr und verzeichneten einen höheren Heizbedarf.
  • Im September lag der Heizbedarf dagegen spürbar unter dem Vorjahresniveau.
  • In den Sommermonaten Juli und August wurde kein temperaturbedingter Heizbedarf ausgewiesen.

Welche Heizkosten können WEGs in der Heizperiode 2026 erwarten?

Die Heizkosten 2026 hängen vor allem vom Energieträger, dem individuellen Verbrauch und dem Witterungsverlauf ab. Die Gradtagzahlen lagen von Januar bis September 2026 nur rund 0,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Unterschiede gegenüber 2025 lassen sich daher nicht allein durch die Witterung erklären. Einen größeren Einfluss hatten geopolitische Faktoren, welche die Energiepreise über das Jahr hinweg deutlich in die Höhe getrieben haben. Dies wird sich auch in den Abrechnungen widerspiegeln.

 

Wie hoch sind die Heizkosten pro Quadratmeter im Jahr 2026?

Die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter im Jahr 2026 hängen stark vom verwendeten Energieträger ab. Für eine durchschnittliche Wohnung im Mehrfamilienhaus liegen die Werte pro Jahr etwa wie folgt:

  • Fernwärme: ca. 18,50 Euro pro Quadratmeter (bzw. ca. 1.295 Euro für eine 70-m²-Wohnung)
  • Erdgas: ca. 16,70 Euro pro Quadratmeter (bzw. ca. 1.170 Euro für eine 70-m²-Wohnung)
  • Heizöl: ca. 14,70 Euro pro Quadratmeter (bzw. ca. 1.030 Euro für eine 70-m²-Wohnung)
  • Wärmepumpe: ca. 10,20 Euro pro Quadratmeter (bzw. ca. 715 Euro für eine 70-m²-Wohnung)
  • Holzpellets: ca. 10,00 Euro pro Quadratmeter 

Welche Beschaffungsstrategie ist 2027 sinnvoll?

Wer für 2027 noch keine Beschaffungsentscheidung getroffen hat, sollte nicht auf den perfekten Einkaufszeitpunkt warten. Denn niemand kann heute seriös vorhersagen, wann die Märkte wieder nachhaltig nachgeben. Eine gestaffelte Beschaffung über unser KOMBI-Modell reduziert das Risiko falscher Timing-Entscheidungen und schafft gleichzeitig die notwendige Flexibilität.

Eine pauschale Empfehlung für alle Hausverwaltungen gibt es nicht. Angesichts steigender Energiepreise und anhaltender Marktunsicherheiten kann eine gestaffelte Beschaffung jedoch eine Möglichkeit sein, Preisrisiken zu reduzieren und gleichzeitig flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.

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Häufige Fragen zur Heizperiode 2026 - 2027

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