25.09.2026

Wie hoch ist die THG-Quote 2026?

In den vergangenen Jahren waren die Treibhausgasminderungs-Quoten in Deutschland stark gesunken, etwa durch ein Überangebot an Zertifikaten und Alternativen für Mineralölkonzerne. Was ist der aktuelle Stand der THG-Prämie – und lohnt es sich für E-Auto-Fahrer noch, sie zu beantragen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach dem Preisverfall der vergangenen Jahre sind die Prämien deutlich gestiegen. Grund dafür sind die höhere gesetzliche THG-Quote und der Wegfall bestimmter Biokraftstoffe vom Markt.
  • Die THG-Prämie ist die Vergütung für den Verkauf eingesparter CO₂-Mengen von E-Autos: Mineralölunternehmen müssen ihre Emissionen reduzieren und kaufen dafür Zertifikate von Haltern reiner Elektrofahrzeuge. 
  • Nur Halter von in Deutschland zugelassenen E-Autos können die THG-Prämie beantragen. 

Was ist die THG-Quote? Einfach erklärt    

Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) ist ein gesetzliches Klimaschutz-Instrument in Deutschland, das Mineralölkonzerne dazu zwingt, ihren CO₂-Ausstoß jährlich zu verringern, und Halter von Elektroautos mit einer Prämie belohnt.

Das Grundprinzip

  • Die Pflicht: Firmen, die Benzin oder Diesel verkaufen, müssen nachweisen, dass sie weniger Treibhausgase verursachen.
  • Die Strafe: Schaffen die Konzerne das nicht selbst, müssen sie sogenannte Zertifikate kaufen oder hohe Geldstrafen zahlen.
  • Die Lösung: Diese Zertifikate kaufen sie von Menschen, die mit einem reinen Elektroauto unterwegs sind und dadurch CO₂ einsparen. 
  • Wichtige Ausnahme: Hybridfahrzeuge, die auch mit Benzin oder Diesel fahren, bekommen diese Prämie nicht.

 

Was ist der Unterschied zwischen THG-Quote und THG-Prämie?

Im Sprachgebrauch werden THG-Quote und -Prämie oft vermischt. Der Unterschied ist jedoch entscheidend.

Die THG-Quote (auch Treibhausgasminderungsquote) ist ein Staatsinstrument, das Unternehmen (z.B. Mineralölfirmen) gesetzlich dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen jährlich um einen bestimmten Prozentsatz zu senken. Erreichen Unternehmen die Quote nicht, müssen sie Zertifikate in äquivalenter Höhe kaufen.

Diese Zertifikate stammen von E-Auto-Haltern, welche ihre eingesparte CO₂-Menge zertifizieren lassen und an die verpflichteten Konzerne verkaufen. Der Preis, den sie dafür erhalten, ist die THG-Prämie.

Wie hoch ist die aktuelle THG-Prämie 2026?

Bei MONTANA erhalten Kunden mit Gas- oder Stromvertrag aktuell 250 Euro. Ohne Vertrag erhalten Sie 220 Euro Prämie.

Damit fällt THG-Quote 2026 deutlich höher aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2025 lagen die Kurse beispielsweise bei 150 – 160 Euro pro Tonne CO₂. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der gesetzlichen Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote auf 12,1 % von 10,6 % im Jahr 2025. Die Quote soll in den kommenden Jahren weiter steigen – 2027 etwa auf 17 Prozent.

Auch der Wegfall minderwertiger Biokraftstoffe aus dem Ausland hatte einen Einfluss auf die Auszahlungshöhe.

THG-Prämie 2026: Vergleich der Fahrzeug-Typen

Die Höhe der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Prämie) unterscheidet sich stark je nach Fahrzeugklasse, da das Umweltbundesamt für jede Klasse einen anderen pauschalen Stromverbrauch und somit eine andere Menge an eingespartem CO₂ ansetzt. Als Basis dient meist die Klasse der normalen Pkw (M1). Größere Nutzfahrzeuge erhalten ein Mehrfaches dieses Basiswertes.

Ursachen für den Preisverfall der THG-Quoten in Deutschland    

Eine Zeit lang herrschte ein Preisverfall bei den Treibhausgasminderungs-Quoten in Deutschland. Ausgelöst wurde dieser vor allem durch ein massives Überangebot an Zertifikaten und günstige Alternativen für Mineralölkonzerne.

Gründe für den Preisverfall der THG-Quote

  • Falsch deklarierte Biokraftstoffe: Große Mengen billiger und oft unrechtmäßig als fortgeschritten deklarierte Biokraftstoffe überschwemmten den Markt. Sie dienten Mineralölkonzernen als günstige Option, um ihre Quoten zu erfüllen. 
  • Überangebot am Markt: Durch diese Billig-Importe und weitere Zertifikate überstieg das Angebot an Einsparungen den tatsächlichen Bedarf der verpflichteten Unternehmen deutlich. 
  • Veränderter Strommix: Der amtliche Anrechnungswert für den Ladestrom von Elektroautos sank in bestimmten Jahren, da der zugrunde liegende deutsche Strommix zeitweise einen höheren konventionellen Anteil aufwies und damit weniger CO₂-Ersparnis pro Auto anrechnete.
  • Zurückhalten von Käufen: Da die Quotenpreise sanken, legten sich einige Mineralölfirmen günstige Vorräte an oder warteten ab, anstatt aktiv neue Zertifikate teuer nachzukaufen.

Wie berechnet sich die THG-Prämie?

Die THG-Prämie berechnet sich, indem man den aktuellen Marktpreis für eine Tonne CO₂ durch die CO₂-Einsparung eines E-Autos teilt. Wie hoch die Einsparung je Elektrofahrzeug ist, wird vom Umweltbundesamt festgelegt. Für 2026 liegt diese bei 746 Kg/CO₂.

Je höher also die Nachfrage nach CO₂-Zertifikaten ist, desto teurer wird die Quote verkauft. Die Preisentwicklung der THG-Quote unterliegt also sowohl normalen Marktmechanismen wie Angebot & Nachfrage, als auch externen Faktoren, wie Alternativen zur Erfüllung der Treibhausgasminderungsquote. 
Die Berechnungsfaktoren für die THG-Quote

  • Pauschaler Stromverbrauch: Für ein rein elektrisches Auto (PKW) setzt der Gesetzgeber pauschal 2.000 kWh Ladestrom pro Jahr an – unabhängig davon, wie viel Sie tatsächlich fahren. 
  • CO₂-Minderungsmenge: Aus dem Strommix, einem gesetzlichen Anrechnungsfaktor und dem fossilen Vergleichswert errechnet das Umweltbundesamt eine feste CO₂-Einsparung (für das Jahr 2026 sind das ca. 0,76 Tonnen CO₂ pro PKW). 
  • Marktpreis: Dieser Wert wird an Mineralölkonzerne verkauft. Der Preis bildet sich frei am Markt nach Angebot und Nachfrage und schwankt dadurch.
"E-Auto-Besitzerin registriert sich mit dem Smartphone einfach für die THG-Prämie von MONTANA

Prognose THG-Prämienhöhe 2027

Die genaue Höhe der THG-Prämie für das Jahr 2027 ist noch nicht festgelegt und es gibt keine offiziellen Garantiewerte. Allerdings steigt die Treibhausgasminderungsquote 2027 deutlich an (auf 17,5 %), was den Druck auf Mineralölkonzerne erhöht.

Experten bewerten den Markt für 2027 dennoch vorsichtig; Aufgestaute Quotenüberschüsse aus den Jahren 2024 und 2025 dürfen erst 2027 auf den Markt angerechnet werden.

Dieses zusätzliche Angebot an Zertifikaten kann den Preis dämpfen. Auch erzeugt ein größeres Angebot an Elektrofahrzeugen zusätzliches Zertifikateangebot, was ebenfalls preisdämpfend wirkt.

THG-Quote verkaufen:

Die wichtigsten Voraussetzungen im Überblick

Wer die THG-Quote verkaufen möchte, benötigt ein in Deutschland zugelassenes E-Auto und muss als Halter im Fahrzeugschein eingetragen sein.

  • Reines E-Fahrzeug (BEV): Das Fahrzeug muss zu 100 % mit Batterieantrieb fahren. Plug-in-Hybride oder Fahrzeuge mit Wasserstoff-/Verbrennungsmotor sind vom Quotenhandel ausgeschlossen. Im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) muss unter Feld P.3 „Elektro“ oder unter Feld 10 der Schlüssel „0004“ stehen. 
  • Zulassungspflicht: Das E-Fahrzeug muss in Deutschland offiziell zugelassen sein und eine Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) besitzen. Freiwillig zugelassene oder zulassungsfreie Leichtkrafträder/Roller (z. B. Klasse L3e-A1) sind nicht berechtigt. 
  • Halterstatus: Sie müssen als Halter im Fahrzeugschein eingetragen sein – nicht das Eigentum oder das Leasingverhältnis ist entscheidend, sondern der offizielle Eintrag. Alternativ ist eine gültige Vollmacht des Halters nötig.
  • Notwendiges Dokument: Für die Registrierung bei einem Anbieter wie MONTANA benötigen Sie eine Kopie oder ein Foto Ihres Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I). 
  • Fristen: Der Antrag für das jeweilige Kalenderjahr muss bis zum 15. November des laufenden Jahres beim Umweltbundesamt eingereicht werden. Um den Prozess für Sie umsetzen zu können, müssen Ihre Unterlagen bis Ende Oktober bei MONTANA eingegangen sein.

 

Kann ich die THG-Prämie jedes Jahr erhalten?

Ja, Sie können die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Prämie) grundsätzlich jedes Jahr aufs Neue erhalten. Die Prämie verlängert sich aber nicht automatisch bzw. muss jedes Jahr neu beantragt werden.

Außerdem ist keine Doppelbeantragung möglich: Pro Kalenderjahr darf die Quote für Ihr E-Auto nur einmal eingereicht werden. Kaufen Sie beispielsweise ein gebrauchtes E-Auto und der Vorbesitzer hat die Quote bereits beantragt, können Sie erst im nächsten Jahr profitieren.

Bis wann muss ich die THG-Prämie für das laufende Jahr beantragen?

Ein rückwirkender Antrag für vergangene Jahre ist ausgeschlossen: Es gilt immer die Antragsfrist zum 15. November des jeweiligen Kalenderjahres beim Umweltbundesamt bzw. der Eingang Ende Oktober bei MONTANA.

THG-Prämie beantragen Anleitung

Wann bekomme ich mein Geld für die THG-Quote?    

Das Geld für die THG-Quote ist in der Regel nach mehreren Monaten auf Ihrem Konto.

Wer zahlt die THG-Prämie eigentlich aus? 

Die THG-Prämie wird nicht vom Staat oder dem Umweltbundesamt ausgezahlt, sondern von    Mineralölkonzernen. Diese sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen zu mindern. Wenn sie das nicht schaffen, kaufen sie die CO₂-Zertifikate von den THG-Vermittlern ab, die diese gebündelt von den E-Auto-Haltern einreichen.

THG-Prämie Auszahlung Fristen

  • Antrag und Prüfung: Sie laden Ihren Fahrzeugschein bei MONTANA hoch. Wir reichen den Antrag gebündelt beim Umweltbundesamt (UBA) ein. 
  • Bearbeitung durch das UBA: Die Behörde benötigt oft 3 bis 6 Monate für die offizielle Zertifizierung. 
  • Auszahlung: Sobald der Bescheid vorliegt und die Quote am Markt verkauft wurde, überweist MONTANA das Geld meist weniger Tage auf Ihr angegebenes Konto.
  • Gesamtdauer: Insgesamt müssen Sie mit 3 bis 6 Monaten (in Einzelfällen länger) ab der Antragstellung rechnen.

 

Was ist eine THG-Sofortprämie?

Die THG-Sofortprämie erfolgt innerhalb von wenigen Stunden bis zu wenigen Werktagen (oft per Express oder Echtzeitüberweisung). Sie erhalten Ihr Geld sofort, ohne auf den tatsächlichen Marktverkauf durch den Anbieter zu warten.

Schlägt die offizielle Zertifizierung Ihrer Quote beim Umweltbundesamt fehl oder wird der Antrag abgelehnt, fordert der Anbieter den ausgezahlten Betrag von Ihnen zurück. Zudem ist die Sofortprämie wegen des Vorkasse-Risikos für den Anbieter oft etwas geringer als die reguläre Prämie. 

Unterschied zwischen THG-Prämie und THG-Sofortprämie

Im Unterschied zur Sofortprämie haben Sie bei der regulären THG-Prämie kein Risiko für mögliche Rückzahlungen, da Sie ihre Prämie erst erhalten, wenn die Quote verkauft wird. Allerdings müssen Sie dafür längere Wartezeiten für die Auszahlung in Kauf nehmen. Diese kann durch die Prüfung beim Umweltbundesamt etwa sechs Wochen dauern.

Fazit:

THG-Quote beantragen lohnt sich!

Nach mehreren Jahren mit rückläufiger Quotenhöhe ist die THG-Prämie 2026 wieder gestiegen. Für 2027 erwarten Expert:innen, dass der Trend sich fortsetzt. Für Halter reiner E-Fahrzeuge lohnt es sich also wieder verstärkt, ihre Prämie zu beantragen. Bei MONTANA tun Sie das in wenigen Klicks.

Häufige Fragen rund um die THG-Prämie

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