THG-Quote für Fuhrparks und Flotten
Das Wichtigste in Kürze
- Unternehmen können für förderfähige Elektrofahrzeuge im Fuhrpark die THG-Quote vermarkten und dadurch jährlich zusätzliche Erlöse erzielen.
- Förderfähig sind zahlreiche Fahrzeugklassen, darunter E-Pkw, E-Transporter, E-Lkw, E-Busse sowie bestimmte zulassungspflichtige E-Zweiräder.
- MONTANA übernimmt die Abwicklung für Ihr Unternehmen. Nach erfolgreicher Zertifizierung und Vermarktung wird die Prämie an das Unternehmen ausgezahlt.
Was ist die THG-Quote für Fuhrparks?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein gesetzliches Klimaschutzinstrument, das Unternehmen mit vollelektrischen Fahrzeugen belohnt: Wer auf Elektromobilität setzt, kann seit 01.01.2022 die damit verbundenen Einsparungen an CO2-Äquivalenten gegenüber fossilen Kraftstoffen zertifizieren und jährlich als Erlös vermarkten. Pro Fahrzeug und Jahr ist eine Anmeldung möglich, unabhängig davon, ob das E-Fahrzeug gekauft, geleased oder finanziert wurde.
Kriterien THG-Quotenlösungen für Unternehmen
Für die THG-Quote in Fuhrparks sind unterschiedliche Fahrzeugtypen förderfähig. Unter die Regelung fallen unter anderem Dienstwagen, Servicefahrzeuge, Poolfahrzeuge, Lieferwagen, Mietwagen, E-Transporter, E-Lkw sowie E-Busse und Taxis mit reinem Elektroantrieb.
Für die THG-Quote berechtigte Fahrzeugklassen für Unternehmen sind:
- M1 (Elektro-PKW): Reine E-Autos (bis zu 8 Sitzplätze plus Fahrersitz).
- N1 (Leichte Nutzfahrzeuge): Elektrische Transporter und Lieferwagen bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.
- N2 & N3 (Schwere Nutzfahrzeuge): E-Lkw über 3,5 Tonnen (unterteilt in N2 von 3,5–12 Tonnen und N3 über 12 Tonnen).
- M3 (Elektrobusse): Große Busse im gewerblichen oder kommunalen Einsatz (über 5 Tonnen und mehr als 8 Sitzplätze).
- Zulassungspflichtige E-Zweiräder/Leichtfahrzeuge: Bestimmte größere E-Motorräder und E-Quads (z. B. Klassen L3e, L4e, L5e, L7e), sofern sie ein amtliches Kennzeichen und Papiere besitzen
Zusatzerlöse für Ihren Fuhrpark
Potenziale und Wirtschaftlichkeit prüfen
Bevor Sie die THG-Quote vermarkten, sollten Sie das Potenzial Ihres Fuhrparks sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen prüfen. Die Höhe der möglichen Erlöse hängt von der Anzahl und Art der förderfähigen Elektrofahrzeuge ab. Zudem empfiehlt es sich, mit Buchhaltung, Controlling oder der Geschäftsführung abzustimmen, ob die erwarteten Einnahmen bereits in der Finanzplanung berücksichtigt wurden.
Da die Erlöse aus der THG-Quote in der Regel steuerlich relevant sind, sollten auch steuerliche Auswirkungen und bereits getätigte Investitionen in den Fuhrpark in die Kalkulation einbezogen werden. So lässt sich der finanzielle Nutzen der THG-Quote für Ihr Unternehmen realistisch einschätzen.
So sichern Sie sich die THG-Prämie für Ihre E-Flotte
Die Beantragung der THG-Quote für Firmenflotten ist unkompliziert. Sie müssen lediglich sicherstellen, dass Ihr Unternehmen als Halter der Elektrofahrzeuge eingetragen ist. Anspruch auf die THG-Quote hat grundsätzlich der im Fahrzeugschein eingetragene Halter.
Damit Sie die Prämie für Ihre Elektrofahrzeuge erhalten, sollten Sie folgende Schritte beachten:
Wählen Sie MONTANA als THG-Quoten-Anbieter, der die Vermarktung der Quote für Ihre Flottenfahrzeuge übernimmt.
Registrieren Sie Ihr Unternehmen und laden Sie die erforderlichen Unterlagen hoch. Dazu gehören gut lesbare Kopien der Fahrzeugscheine aller förderfähigen Elektrofahrzeuge.
Wir übernehmen die Abwicklung für Sie. Die THG-Quote wird beim Umweltbundesamt zertifiziert und anschließend vermarktet. Nach erfolgreicher Vermarktung wird die vereinbarte Prämie an Ihr Unternehmen ausgezahlt.
Steuerliche Aspekte der THG-Prämie für Firmenwagen
Privatpersonen profitieren beim Verkauf der THG-Quote von kompletter Steuerfreiheit. Die steuerliche Einordnung für Dienstwagen hängt davon ab, wem die Prämie ausgezahlt wird. Auch bei der THG-Quote für geleaste Fahrzeuge gelten die nachfolgenden Regelungen, wenn es sich um einen Firmenwagen handelt.
Ist die THG-Quote für Dienstwagenfahrer steuerpflichtig?
Ja, wenn das E-Auto Teil des Betriebsvermögens eines Unternehmens ist, ist die THG-Prämie steuerpflichtig, da die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel als Betriebseinnahme gelten, die den steuerpflichtigen Gewinn des Unternehmens erhöhen.
Ist der Arbeitnehmer als Fahrzeughalter eingetragen, steht ihm die Prämie rechtlich zu. In diesem Fall gilt sie allerdings als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Das ist auch der Fall, wenn das Unternehmen dem Angestellten eine Vollmacht zur Beantragung der THG-Quote ausstellt.
THG-Quote für Fuhrparks wirtschaftlich nutzen
Nicht nur Privatpersonen und Dienstwagenfahrer profitieren von der THG-Quote. Auch Unternehmen mit elektrifizierten Fuhrparks können für jedes förderfähige E-Fahrzeug eine THG-Prämie erhalten. Die THG-Prämie bietet Unternehmen eine einfache Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen aus ihrer E-Flotte zu generieren. Wer die Voraussetzungen prüft und die Förderung gezielt nutzt, kann die Wirtschaftlichkeit seiner Elektromobilitätsstrategie weiter verbessern und von einem zusätzlichen finanziellen Vorteil profitieren.
Häufige Fragen rund um die THG-Quote
Franziska Schmid
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