03.03.2026
Strompreisentwicklung
Die Strompreise sind 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die Hintergründe für die Entwicklungen an den Energiemärkten erläutern wir nachfolgend.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Preise am deutschen Strommarkt bewegten sich im Jahr 2025 insgesamt in einem Seitwärtstrend. Preisdämpfend waren sinkende Gaspreise und eine hohe Erneuerbaren-Einspeisung.
- Die EU-Emsissionsrechte, die für die Stromproduktion aus fossilen Energien für jede ausgestoßene Tonne CO2 erworben werden müssen, wirkten preisstützend.
- Der Staat bezuschusst die Betreiber der Übertragungsnetze mit 6,5 Milliarden Euro, um die Verbraucherinnen und Verbraucher 2026 bei den Netzentgelten zu entlasten.
Strompreisentwicklung
Der Strompreis sank zu Jahresbeginn und verfolgte im weiteren Jahresverlauf eine Seitwärtsbewegung.
Ursachen und Hintergründe:
- Der weiter fortschreitende Ausbau der Erneuerbaren Energien dämpft die Strompreise. Erneuerbare Energien erzeugen im Jahresmittel inzwischen deutlich mehr Strom als fossile Kraftwerke.
Trotz eines starken Zuwachses bei den neu installierten Windkraftanlagen stagnierte die Windproduktion aufgrund der Wetterverhältnisse leicht. Die Solarstromerzeugung hat deutlich zugelegt und Braunkohle als Primärenergieträger überholt. - Steigende Preise am europäischen Markt für EUA's (Emissionsberechtigungen) stützten die Strompreise.
- KI beeinflusst Strombedarf: Die Strompreisentwicklung wird inzwischen auch von der Verwendung von Large Language Modellen und anderen KI-Anwendungen beeinflusst. Diese treiben nicht nur den Strombedarf nach oben, sondern benötigen insbesondere viel Wasser für die Kühlung von Servern.
- Der Bundeszuschuss 2026 zu den Netzentgelten senkt die Strom-Netzentgelte im bundesweiten Schnitt um etwa 17 %, was Millionen Haushalte spürbar entlastet. Die Entlastung fällt regional aber unterschiedlich aus.
Zusammensetzung des Strompreises
Neben den Beschaffungspreisen, die die Kosten für die Energieerzeugung abdecken, besteht Ihr Strompreis aus folgenden Bestandteilen:
Netznutzungsentgelte, Kosten für Vertrieb und Abrechnung, Steuern und Abgaben
Beispielhafte Darstellung für Haushaltskunden in Deutschland bei
3.500 kWh
- 31 % Netzentgelte und Konzessionen
- 31 % staatlich festgelegte Steuern und Abgaben
- 31 % Kosten für Beschaffung
- 7 % Kosten für Vertrieb und Abrechnung (MONTANA)
(Quelle MONTANA, Stand: Januar 2026)
Robert Duranec verantwortet bei MONTANA die Energiebeschaffung und verfügt über 18 Jahre Erfahrung im Energiehandel. Sein umfassendes Know-how gibt er gerne an alle Interessierten weiter.
Robert Duranec
Leiter Handel und Portfoliomanagement
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