Ölpreisentwicklung 2026
Das Wichtigste in Kürze
- Geopolitische Spannungen und Risiken für den Öltransport über die Straße von Hormus sorgten für Unsicherheit und hohe Preisschwankungen.
- Der Brent-Rohölpreis stieg im dritten Quartal von rund 78 auf zeitweise über 105 USD je Barrel und überschritt damit die Marke von 100 USD.
- Die Entwicklung der Export- und Transportwege im Nahen Osten bleibent voraussichtlich der wichtigste Einflussfaktor für den Ölmarkt.
Ölpreisentwicklung bleibt von Spannungen im Nahen Osten geprägt
Die internationalen Ölmärkte standen im dritten Quartal 2026 unter dem Einfluss von Lagerdaten und der angespannten geopolitischen Lage. Durch diese Faktoren stieg der Preis für die Rohöl- Sorte Brent: Zum Quartalsbeginn handelte sie bei guten 78 USD pro Barrel und erreichte Mitte Juli erstmals die 100-Dollar-Marke. Nach einer kurzen Erholung stieg der Preis bis Mitte September wieder kräftig auf knapp über 105 USD je Barrel und überschritt damit erneut die psychologisch wichtige Marke von 100 USD. Insgesamt blieb die Commodity damit volatil, aber weniger dynamisch als Erdgas und Strom.
Ein wesentlicher Preistreiber blieben die Spannungen im Nahen Osten. Besonders die Lage in der Straße von Hormus blieb kritisch, wodurch Risiken für den globalen Öltransport und die Versorgungssicherheit bestanden.
Preisdämpfend wirkte Mitte September kurzfristig, dass Saudi-Arabien trotz der Schäden an der Ost-West-Pipeline zusätzliche Rohölmengen über den Oman anbieten will. Der staatliche Konzern Aramco arbeite wohl daran, einen Teil der Pipeline-Kapazität über eine Umgehung oder per Schiff-zu-Schiff-Transfer nutzbar zu machen. Damit könnte kurzfristig mehr Angebot an den Markt kommen als zunächst angenommen.
Straße von Hormus bleibt zentrales Thema
Marktbestimmendes Thema bleiben auch im nächsten Quartal die Transport- und Exportmöglichkeiten von Rohöl über die Straße von Hormus. Die weitere Entwicklung dieser wichtigen Schifffahrtsroute wird auch künftig den entscheidenden Einflussfaktor für die Preisentwicklung am globalen Rohölmarkt darstellen. Entsprechend reagieren die Märkte sensibel auf geopolitische Veränderungen in der Region.
Robert Duranec
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