THG-Prämie Firmenwagen
Das Wichtigste in Kürze
- Vollelektrisch E-Fahrzeuge erhalten die THG-Prämie für Firmenwagen, während Hybride und Plug-in-Hybride keinen Anspruch haben.
- Ob die Unternehmen oder die Mitarbeitenden von der THG-Prämie profitieren, hängt von der Dienstwagenrichtlinie ab, die mit dem Fuhrparkmanagement besprochen werden sollte.
- Nur im Fahrzeugschein eingetragene Halterinnen oder Halter können die THG-Prämie beantragen.
Was ist die THG-Quote bei Dienstwagen?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Klimaschutz-Instrument der Bundesregierung. Sie verpflichtet Mineralölkonzerne dazu, die Emissionen ihrer Kraftstoffe zu verringern. Halter von rein elektrischen Dienstwagen können diese eingesparte CO₂-Menge zertifizieren lassen und als Prämie verkaufen.
So hoch ist die THG-Prämie 2026 für Firmenwagen
Bei MONTANA erhalten Unternehmen aktuell bis zu 250 Euro pro vollelektrischem Firmenwagen. Ohne Strom- oder Gasvertrag beträgt die Auszahlung 220 Euro.
Damit fällt die THG-Prämie 2026 deutlich höher aus als in den Vorjahren. Im Jahr 2025 lagen die Kurse beispielsweise bei 150 – 160 Euro pro Tonne CO₂. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der gesetzlichen Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote auf 12,1 % von 10,6 % im Jahr 2025. Die Quote soll in den kommenden Jahren weiter steigen – 2027 etwa auf 17 Prozent. Auch der Wegfall minderwertiger Biokraftstoffe aus dem Ausland hatte einen Einfluss auf die Auszahlungshöhe.
Gilt die THG-Quote auch für Firmenwagen?
Die THG-Quote kann auch für Dienstwagen verkauft werden, da bei der Regelung nicht zwischen privaten und dienstlichen E-Autos unterschieden wird. Allerdings muss geklärt werden, wer als Halter des E-Autos eingetragen ist – denn nur er oder sie sind anspruchsberechtigt für die THG-Prämie 2026 für Firmenwagen. Um wen es sich dabei im jeweiligen Fall handelt, ist dem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) zu entnehmen.
Wer hat Anspruch auf die THG-Prämie bei Firmenwagen?
Wer die THG-Prämie erhält, richtet sich nach dem Eintrag im Fahrzeugschein. Anspruchsberechtigt ist immer die dort eingetragene Halterin, der eingetragene Halter oder das Unternehmen. Das Fuhrparkmanagement des Unternehmens sollte diesbezügliche Regelungen in der Dienstwagenrichtlinie festschreiben.
Konkret heißt das: Ist das Unternehmen im Fahrzeugschein als Halter eingetragen, steht ihm die THG-Prämie zu. Der Mitarbeiter erhält dagegen die Einnahmen aus dem THG-Quotenhandel, wenn er als Halter vermerkt ist.
Kann ich die THG-Prämie für einen Leasing-Firmenwagen erhalten?
Ja, auch geleaste Firmenwagen können die THG-Prämie erhalten, sofern sie vollelektrisch sind. Nur Hybride oder Plug-in-Hybride sind von dieser Regelung ausgeschlossen.
Welche Regelungen gelten für die THG-Prämie beim Leasing von Firmenwagen?
Neben den generellen Bestimmungen gibt es weitere Voraussetzungen, die sich nicht wesentlich von den Bestimmungen für private E-Autos unterscheiden:
Die THG-Prämie kann nur von demjenigen beantragt werden, der zum Zeitpunkt der Beantragung als Fahrzeughalter eingetragenen ist. Mit der Rückgabe eines Leasing-Fahrzeugs erlischt daher der Anspruch.
THG-Prämie beantragen Anleitung
Da die THG-Quote nur für reine Elektrofahrzeuge gilt und Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge ausgenommen werden, sollten Sie im ersten Schritt prüfen, ob die Bedingungen auf Ihren Dienstwagen zutreffen.
Informieren Sie sich in der Dienstwagenrichtlinie des Unternehmens oder beim Fuhrparkmanagement darüber, ob Mitarbeitende die THG-Prämie für Firmenwagen beantragen können.
Prüfen Sie im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I), ob Sie als Halterin oder Halter eingetragen sind, denn nur die dort eingetragene Person kann die THG-Prämie beantragen.
Registrieren Sie sich bei MONTANA als THG-Anbieter und laden Sie Ihren Fahrzeugschein hoch, um den Antrag und Verkauf der THG-Quote zu starten. Alle weiteren Schritte übernehmen wir.
Vergleich BAFA-Prämie und THG-Prämie Vorteile
Die BAFA/E-Auto-Prämie senkt Ihre Anschaffungskosten einmalig beim Kauf oder Leasing, während die THG-Prämie Ihnen als Fahrzeughalter jährliche Einnahmen durch den Verkauf eingesparter CO2-Mengen bringt.
Vergleich: BAFA-Prämie vs. THG-Prämie
| Merkmal | BAFA-Prämie (Kaufzuschuss) | THG-Prämie (Treibhausgasminderungsquote) |
| Art der Zahlung | Einmaliger Zuschuss | Jährliche Auszahlung |
| Finanzielle Höhe | 1.500 bis 6.000 € (je nach Einkommen/Boni) | Ca. 220 bis 250 € bei MONTANA (Stand: Oktober 2026) |
| Voraussetzung | Neuwagenkauf oder -leasing, Einkommensgrenzen | Zulassung auf Ihren Namen (auch Gebrauchtwagen) |
| Haltedauer | Mindestens 36 Monate vorgeschrieben | Jährlich neu beantragbar |
| Zweck | Anschaffungsanreiz / Kaufpreissenkung | Laufende Einnahmen / CO2-Handel |
Steuerliche Aspekte der THG-Prämie für Firmenwagen
Privatpersonen profitieren beim Verkauf der THG-Quote von kompletter Steuerfreiheit. Die steuerliche Einordnung für Dienstwagen hängt davon ab, wem die Prämie ausgezahlt wird. Auch bei der THG-Quote für geleaste Fahrzeuge gelten die nachfolgenden Regelungen, wenn es sich um einen Firmenwagen handelt.
Ist die THG-Quote für Dienstwagenfahrer steuerpflichtig?
Ja, wenn das E-Auto Teil des Betriebsvermögens eines Unternehmens ist, ist die THG-Prämie steuerpflichtig, da die Erlöse aus dem THG-Quotenhandel als Betriebseinnahme gelten, die den steuerpflichtigen Gewinn des Unternehmens erhöhen.
Ist der Arbeitnehmer als Fahrzeughalter eingetragen, steht ihm die Prämie rechtlich zu. In diesem Fall gilt sie allerdings als steuerpflichtiger Arbeitslohn. Das ist auch der Fall, wenn das Unternehmen dem Angestellten eine Vollmacht zur Beantragung der THG-Quote ausstellt.
Häufige Fragen rund um die THG-Quote
Franziska Schmid
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