Strommix 2025 in Deutschland
Das Wichtigste in Kürze
- Stromerzeugung aus Windkraft ging 2025 im Vergleich zu 2024 wegen schwacher Windverhältnisse um rund 18 % zurück
- Stromproduktion aus Photovoltaik stieg um rund 28 %
- Stromimporte stiegen um 0,8 %, Stromexporte um 6,5 %
Wie war der Strommix 2025?
Im ersten Halbjahr 2025 wurden in Deutschland über 220 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt. Den größten Anteil am Strommix 2025 hatten erneuerbare Energien: Mit 130 TWh lieferten Sonne, Wind & Co. rund 61 % der Gesamtstrommenge. Damit lag ihr Beitrag leicht unter dem Vorjahreswert von 136 TWh – ein Rückgang um etwa 5 %.
Die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern stieg dagegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,1 % auf 93,2 Milliarden Kilowattstunden (1. Halbjahr 2024: 38,4 %). Damit macht sie einen Anteil von 42,2 % der inländischen Stromproduktion aus.
Der Strommix 2024 verschob sich zugunsten der erneuerbaren Energien. In Deutschland wurden 438 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Mit einem Anteil von fast 63 Prozent Ökostrom im deutschen Strommix wurde 2024 ein neuer Rekord bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erzielt.
Die Windenergie trug 2024 33 % zur Stromerzeugung bei, während Solaranlagen 14,5 % des Stroms lieferten. Im Vergleich zu 2023 stieg die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um 2 %, was einem absoluten Zuwachs von 5,3 Milliarden Kilowattstunden entspricht.
Gleichzeitig verringerte sich die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen 2024 um 10,2 % (17,6 Mrd. kWh).
Im ersten Halbjahr 2025 trug die Windenergie aufgrund ungünstiger Windverhältnisse in Deutschland weniger zur Stromerzeugung bei als im Vorjahr. Dennoch blieb sie die wichtigste Einzelquelle im Strommix.
Deutlich positiver verlief die Entwicklung bei der Photovoltaik: Die Solarstromproduktion legte um 30 % zu. Insgesamt speisten deutsche Solaranlagen 40 TWh ins Netz ein und deckten damit 18,8 % des Strombedarfs. Damit überholt Solarstrom die Braunkohle in der heimischen Stromversorgung.
Parallel dazu stieg die Stromerzeugung aus fossilen Energien um rund 11 TWh auf 83,3 TWh. Die Produktion aus Erdgas erhöhte sich um 6 TWh, Steinkohlekraftwerke lieferten 4,2 TWh mehr, und Braunkohle steuerte zusätzlich 0,7 TWh bei.
Carolin Will
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