Häufige Fragen zu dynamischen Stromtarifen
Das Wichtigste in Kürze
- Dynamische Stromtarife sind Versorgungsmodelle, die sich am viertelstündlich schwankenen Börsenpreis für Strom orientieren.
- Um sie nutzen zu können, brauchen Haushalte ein intelligentes Messsystem, auch iMSys genannt.
- Besonders attraktiv sind dynamische Stromtarife für Haushalte mit hohem Strombedarf, etwa wenn eine Wärmepumpe oder eine Wallbox im Einsatz ist.
Ich habe noch kein Smart Meter (iMSys). Wie kann ich eines bekommen?
Verfügen Sie noch nicht über ein iMSys (Smart Meter), können Sie bei Ihrem örtlichen Messstellenbetreiber den Einbau anfragen.
Seit 2025 haben Sie, unabhängig von Ihrem Stromverbrauch, das Recht, einen Smart Meter anzufordern. Messstellenbetreiber müssen diesen innerhalb von vier Monaten einbauen. Dabei gelten gesetzlich festgelegte Preisobergrenzen, sofern Sie den Einbau über den örtlichen bzw. grundzuständigen Messstellenbetreiber veranlassen.
Sie können unseren dynamischen Stromtarif abschließen unabhängig davon, über welchen Stromzähler-Typ Sie verfügen. Sollten Sie nicht über ein Smart Meter mit viertelstündlicher Verbrauchserfassung verfügen, wird Ihr Stromverbrauch anhand eines Standardlastprofils gewichtet. Damit Sie Ihre Stromkosten durch gezielte Verschiebung des Verbrauchs in günstigere Zeiten senken können, ist allerdings ein Smart Meter mit viertelstündlicher Verbrauchserfassung ("TAF 7") notwendig.
Warum schwankt der Strompreis an der Energiebörse?
Der Strompreis richtet sich bei dynamischen Tarifen nach den Börsenbewegungen. Diese werden durch Angebot und Nachfrage für Strom gebildet.
Ist das Angebot hoch, etwa wenn die Sonne scheint und der Wind weht, stehen dem Markt viele erneuerbare Energien zur Verfügung. Das führt zu niedrigeren Strompreisen. Wird dagegen mehr Kohle oder Gas verstromt, steigen oft die Preise.
Hinzu kommt die täglich schwankende Nachfrage nach Strom. Diese ist tagsüber durch Gewerbe und Industrie höher, während Abends vor allem Privathaushalte Strom nutzen. Nachts dagegen ist der Bedarf meist gering.
Wie entwickelt sich der Strompreis?
Was sind negative Strompreise und wieso treten sie auf?
Negative Strompreise treten auf, wenn das Angebot nach Strom die Nachfrage übersteigt. Das kommt häufiger im Sommer vor, da dann mehr erneuerbare Energien von Windkraftwerken und PV-Anlagen ins Netz gespeist werden.
Führt das zu Preisober- und Untergrenzen beim dynamischen Stromtarif?
Da wir den Börsenstrompreis an Sie weiterreichen, liegen die Chancen und Risken der Preisentwicklung bei Ihnen. Preisober- oder -untergrenzen gibt es nicht.
Wie lange gilt der Lieferpreis im ersten Monat genau?
Der erste Liefermonat beginnt mit dem Lieferbeginn. Fällt dieser auf den 1. eines Monats, endet der erste Liefermonat mit Ablauf dieses Monats. Sollte der Lieferbeginn nach dem 1. eines Monats erfolgen, endet der erste Liefermonat mit Ablauf des auf den Lieferbeginn folgenden Monats (z.B.: Lieferbeginn am 15. Februar - Ende des ersten Liefermonats am 31. März).
Wird bei einem Smart Meter, das die Daten nur monatlich, aber nicht viertelstündlich überträgt, der viertelstündliche Verbrauch berücksichtigt?
Ich habe kein Smart Meter. Muss ich meinen Zählerstand monatlich selbst melden?
Eine monatliche Meldung ist nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert. Ihre Abrechnung wird somit genauer.Wenn wir keine viertelstündlichen Verbrauchswerte erhalten, legen wir den monatlichen Verbrauch anhand des Standardlastprofils auf die einzelnen Tage und Stunden um und rechnen auf Basis der Stundenpreise der Strombörse ab. In diesem Fall ist es nicht möglich, die Stromkosten durch die flexible Verlagerung des Verbrauchs zu beeinflussen.
Ich habe kein Smart Meter. Muss ich meinen Zählerstand monatlich selbst melden?
Eine monatliche Meldung ist nicht zwingend erforderlich, aber empfehlenswert. Ihre Abrechnung wird somit genauer.
Wie setzt sich der Strompreis beim dynamischen Tarif zusammen?
Der MONTANA dynamic besteht aus einem Grund- und einem Arbeitspreis. Der Grundpreis ist fest. Der dynamische Arbeitspreis beinhaltet den Viertelstundenpreis gemäß der Day-ahead-Auktion an der europäischen Strombörse für den betreffenden Tag, einen MONTANA Aufschlag sowie die von MONTANA nicht beeinflussbaren Preisbestandteile (Netznutzungsentgelte, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Aufschlag für besondere Netznutzung, KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage) und die Umsatzsteuer.
Im ersten Liefermonat erfolgt keine Anpassung an die Entwicklung der Börsenpreise, für den ersten Liefermonat gilt eine einmonatige Preisgarantie.
So einfach geht's!
Carolin Will
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