01.04.2026

Ölpreisentwicklung: Ursachen und Hintergründe

Die Straße von Hormus wurde zum Ende des ersten Quartals 2026 zur zentralen Druckstelle des globalen Ölmarktes. Der Preis durchbrach infolge des Iran-Kriegs erstmals seit vier Jahren wieder die 100-Dollar-Marke – und eine Entspannung ist derzeit nicht absehbar.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Blockade der Straße von Hormus, mit denen der Iran auf die Angriffe der USA und Israels reagierte, und die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten ließen den Ölpreis im ersten Quartal 2026 deutlich steigen. 
  • Der Brent-Preis stieg von gut 60 USD vor Kriegsbeginn auf über 100 USD je Barrel; ein Ende dieser Aufwärtsbewegung ist derzeit nicht absehbar. 
  • Obwohl die OPEC+ eine moderate Fördererhöhung plant, bleibt eine spürbare Entlastung aus, da Produktionsengpässe und Lieferprobleme anhalten. 

Ölmarkt im Aufruhr 

Das erste Quartal zeigte sich zweigeteilt: Der Ölpreis entwickelte sich bis Ende Februar nur leicht nach oben, der Angriff der USA auf Venezuela hatte kaum Auswirkungen. Der moderate Anstieg war im Wesentlichen durch das sich abzeichnende Kriegsszenario im Nahen Osten ausgelöst.  Der Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar löste dann eine ausgeprägte Aufwärtsbewegung aus.  

Die seit vier Wochen andauernde Blockade der Straße von Hormus, die rund ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen passieren, sorgt für Unterbrechungen der Lieferketten, da Hunderte Tanker mit Öl und Ölprodukten festsitzen. Iranische Angriffe auf Tanklager, Ölfelder und Tankschiffe in den Golfstaaten treiben die Preise nach oben. 

Derzeit ist nicht vorherzusehen, wie lange die Situation anhält. Die USA scheinen bislang keine Strategie zu finden, um den Konflikt beizulegen. Die OPEC+, die gut ein Drittel der Weltölproduktion repräsentiert, hat keine Möglichkeit, das fehlende Angebot zu kompensieren. 

 

Ölpreisentwicklung im Ausblick

Eine nachhaltige Entspannung scheint zum Quartalsende nicht in Sicht. Die Dauer der Blockade der Straße von Hormus bleibt der entscheidende Faktor für die weitere Preisentwicklung.  Insgesamt spricht vieles für volatile Ölpreise im kommenden Quartal, die tendenziell weiter steigen könnten. 

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