03.03.2026

Strompreisentwicklung

Der Strommarkt zeigte im ersten Quartal eine deutliche Volatilität. Das Frontjahr Strom Base begann den Jahresauftakt mit rund 83 € und bewegte sich zunächst seitwärts. Nach einem Tief Mitte Februar bei 76 € führte der Iran-Konflikt im März zu heftigen Preissprüngen. Der Preis erreichte den höchsten Stand seit drei Jahren. 
Grafische Darstellung von Marktdaten – Analyse der aktuellen Strompreisentwicklung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Strompreise im ersten Quartal 2026 waren stark volatil und wurden vor allem durch die Entwicklung der CO₂-Zertifikate sowie das Angebot erneuerbarer Energien beeinflusst. 

    Im März sorgte der Iran-Konflikt mit Auswirkungen auf Gas- und Ölpreise für einen deutlichen Anstieg der Strompreise. 

    Zum Quartalsende bleibt die Unsicherheit hoch; geopolitische Risiken und regulatorische Faktoren könnten auch im nächsten Quartal zu starken Preisbewegungen führen. 

Strompreisentwicklung

Der Strommarkt zeigte im ersten Quartal eine ausgeprägte Dynamik mit unterschiedlichen Preisphasen und insgesamt hoher Volatilität. Im Januar bewegten sich die Preise für das Frontjahr überwiegend in einer Bandbreite zwischen 80 und 90 Euro pro Megawattstunde. Der moderate Preisanstieg zu Jahresbeginn war vor allem auf die Notierungen der CO₂-Zertifikate (EUA) zurückzuführen. Die sogenannten “European Union Allowance”-Kontrakte verbriefen das Recht von Unternehmen, bestimmte Mengen von Kohlendioxid zu emittieren. Steigende EUA-Preise ließen die Strompreise steigen, da sie die Erzeugungskosten fossiler Kraftwerke erhöhten. 

Im Verlauf des Februars kehrte sich dieser Effekt jedoch teilweise um. Der Preisrückgang bei den EUA führte am Strommarkt zu Entlastung und ließ die Preise für das Frontjahr zeitweise unter die Marke von 80 Euro pro Megawattstunde fallen. 

Zusätzlich wirkten mehrere fundamentale Faktoren preisdämpfend: Eine zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien – insbesondere aus Wind- und Photovoltaikanlagen – erhöhte das Stromangebot. Gleichzeitig erreichte Frankreich dank einer hohen Verfügbarkeit der Kernkraftwerke Rekordwerte bei Stromproduktion und Nettoexporten, was den Preisdruck weiter reduzierte. 

Ab März änderte sich das Marktumfeld deutlich. Der Krieg im Iran führte zu Turbulenzen an den Energiemärkten und beeinflusste den Strompreis indirekt, aber spürbar. Die Sperrung der Straße von Hormus und die Beeinträchtigung der Erdgas- und Erdöl-Lieferketten führten zu einem starken Anstieg der Gaspreise, die am Strommarkt eine preissetzende Rolle einnehmen. In der Folge zogen auch die Strompreise deutlich an und näherten sich im März der Marke von 100 Euro pro Megawattstunde an. Der durch die Gaspreise verursachte Aufwärtsdruck kann durch die Einspeisung aus erneuerbaren Energien nur in geringem Umfang kompensiert werden. 

Hochspannungsmasten und Stromleitungen bei Sonnenuntergang – MONTANA Gewerbestromtarife für Unternehmen und Selbstständige

Strompreisentwicklung im Ausblick

Zum Quartalsende ergibt sich ein Bild hoher Unsicherheit. Der zuletzt starke Preisanstieg sowie die erhöhte Volatilität deuten darauf hin, dass die Marktteilnehmer weiterhin sensibel auf geopolitische Risiken und regulatorische Impulse reagieren. Dadurch könnten im kommenden Quartal stärkere Preisbewegungen möglich sein, insbesondere wenn geopolitische Unruhen anhalten.  

Donut-Diagramm zur Zusammensetzung des Strompreises – Visualisierung der Anteile für Steuern, Netzentgelte, Beschaffung und Vertrieb

Zusammensetzung des Strompreises

Neben den Beschaffungspreisen, die die Kosten für die Energieerzeugung abdecken, besteht Ihr Strompreis aus folgenden Bestandteilen:

Netznutzungsentgelte, Kosten für Vertrieb und Abrechnung, Steuern und Abgaben 

Beispielhafte Darstellung für Haushaltskunden in Deutschland bei
3.500 kWh 
  • 31 % Netzentgelte und Konzessionen
  • 31 % staatlich festgelegte Steuern und Abgaben
  • 31 % Kosten für Beschaffung
  • 7 % Kosten für Vertrieb und Abrechnung (MONTANA)

(Quelle MONTANA, Stand: Januar 2026)

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