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1. Quartal 2023

Strom – Preis sinkt mit Entspannung der Gasversorgung

Wetter und Streiks spielen eine immer größere Rolle

Geführt vom Gasmarkt startet das 1. Quartal 2023 mit deutlich fallenden Strompreisen. Zusätzlich zu den Impulsen aus einem sinkenden Gasmarkt sorgen ungewöhnlich milde Temperaturen mitten im Winter für eine reduzierte Nachfrage nach Strom, was die Atomkraftwerke und fossilen Kraftwerke entlastet. 

In der ersten Januarhälfte beträgt der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung 66,8 Prozent. Damit sinkt auch die Nachfrage nach CO2-Vermeidungszertifikaten (EUAs), die sowohl für die Kohle- als auch für die Gasverstromung benötigt werden. 

Im Februar sorgen Streiks beim französischen Energiekonzern EDF für leichte Nervosität im Strommarkt. Der Strompreis für das Kalenderjahr 2024 steigt kurzfristig und die CO2-Vermeidungszertifikate, die zum Einsatz fossiler Brennstoffe für die Stromproduktion benötigt werden, reagieren volatil. Im März führen erneute Streiks in Frankreich zu einer Verknappung der französischen Erzeugungskapazität. Es folgt eine kurzfristige Preisrallye, die innerhalb weniger Tage wieder zum Erliegen kommt. 

Die Marktaussichten sind insgesamt von einem Abwärtstrend gezeichnet. Realistische und preistreibende Faktoren für einen möglichen Anstieg der Großhandelspreise im Strommarkt sind dagegen die Sorgen um weitere Streiks in Frankreich sowie die aktuelle Trockenheit in weiten Teilen Europas – verbunden mit der Kühlwasserproblematik bei Kernkraftwerken und einer eingeschränkten Binnenschifffahrt.

 

 

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