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3. Quartal 2022

Gas – ruhiges Quartal mit fallender Tendenz bei Preisen

Die Preisentwicklung bei Erdgas aus dem ersten und zweiten Quartal setzte sich auch im dritten Quartal mit fallenden Preisen fort.

Gleich drei Ereignisse führen den Erdgasmarkt zum Ende des Quartals in Turbulenzen: erstens die Ankündigung der Niederlande, die Förderung des Erdgasfeldes Groningen zu kürzen und bis 2022 gänzlich einzustellen. Zweitens die Reaktorprobleme in Frankreich. Ihretwegen produzierten französische Kernkraftwerke weniger Strom. Um die Fehlmengen auszugleichen, gingen Gaskraftwerke ans Netz – und das ließ die Nachfrage nach Gas zum Quartalsende kurzfristig ansteigen. Und drittens: die Drohnenangriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien, die den Öl- wie den gesamten Energiemarkt in Unruhe versetzt haben.

Die Folge: ein insgesamt ruhiges drittes Quartal mit fallenden Preisen, die sich trotz der Preissprünge im September am Quartalsende wieder erholten.

Abgesehen von der punktuell volatilen Marktsituation haben die gut gefüllten europäischen Speicher – in Deutschland beeindruckt ein Füllstand von 96 % – dafür gesorgt, dass die Spotpreise für kurzfristig lieferbare Gasmengen im letzten Quartal insgesamt gefallen sind. Diese Entwicklung könnte sich auch bei den Preisen für 2020 fortsetzen – auch wenn darüber immer noch die Unsicherheit des ausstehenden Transitabkommens zwischen Russland und der Ukraine wie ein Damoklesschwert hängt.

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