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Smart Meter: Roll-out verzögert sich

Mit dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, das im September 2016 in Kraft trat, wurde die Basis für den Rollout der Smart Meter, der vernetzten elektronischen Zähler, gelegt. Bis 2032 sollen nahezu alle Ferraris-Stromzähler – die mit der Drehscheibe – durch elektronische Zähler ersetzt werden.

Was ist ein Smart Meter und warum erfolgt die Zählerumstellung?
Smart Meter ermitteln und übertragen tatsächliche Verbrauchsdaten. Durch die Auswertung dieser Daten lässt sich besser steuern, wann und wo Strom gebraucht wird. Dadurch lässt sich Strom aus erneuerbaren Energien, der in schwankenden Mengen produziert wird, besser einbinden. Indem Erzeugung und Bedarf stärker aufeinander abgestimmt werden, können die Stromnetze effizienter bewirtschaftet werden.

Welche Vorteile hat der Smart Meter für die Stromkunden?
Ein Smart Meter kann aus der Ferne und auch in regelmäßigeren Abständen abgelesen werden. Über eine App oder über das Web können Kunden ihren Verbrauch abfragen und visualisieren.

Wann kommen die Smart Meter?
Die Einführung erfolgt schrittweise bis 2032, die ersten Smart Meter sollten ursprünglich Ende 2017 bei Großverbrauchern eingebaut werden. Knackpunkt ist die Zertifizierung von mindestens drei sogenannten Smart-Meter-Gateways durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die noch nicht abgeschlossen ist. Experten gehen davon aus, dass sich der Roll-out verzögert. Im ersten Schritt betrifft die Umstellung Stromkunden mit einem Verbrauch von mehr als 10.000 kWh pro Jahr sowie die Betreiber von stromerzeugenden Anlagen mit einer Leistung von mehr als 7 kW. Ab 2020 sollen auch Verbraucher mit einem Bedarf von mehr als 6.000 kWh umgestellt werden. Bei Verbrauchsstellen mit einem Verbrauch unter 6.000 kWh entscheiden ab 2020 die Messstellenbetreiber, ob sie optional Smart Meter einbauen. In jedem Fall werden die alten Zähler sukzessive durch elektronische Zähler ersetzt, die Aufschluss über den individuellen Verbrauch geben und damit Anreize zum Stromsparen schaffen.

Was muss ich tun?
Sie als Hauseigentümer oder Verwalter müssen sich zunächst um nichts kümmern, der Smart Meter kommt sozusagen von selbst ins Haus. Verantwortlich sind die Messstellenbetreiber, die unaufgefordert auf die Stromkunden zukommen. 

Wie steht es um die Sicherheit?
Daten- bzw. Kommunikationssicherheit wird bei uns groß geschrieben. Daten werden nur den berechtigten Stellen auf sicheren Kommunikationswegen übermittelt. Das Gesetz stellt hohe Anforderungen, deren Erfüllung von den Anbietern durch die erfolgreiche Zertifizierung nachgewiesen werden muss. 

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