Strom: Höchster Preis seit Juli 2025
Industriestrompreis, Netzentgelte und Wintereffekte bewegen den Strommarkt im vierten Quartal 2025.
Das Frontjahr für Strom (Base) an der EEX stieg Anfang Oktober stark und erreichte 88,30 €, der höchste Preis seit Juli 2025. Bis zum Quartalsende bewegte sich der Strompreis um ein Mittel von rund 85 Euro.
Der sprunghafte Anstieg war unter anderem auf die Ankündigung des Industriestrompreises zurückzuführen, der seit dem 1. Januar 2026 die Stromversorgung der Industrie subventioniert. Die energieintensive Industrie erhält zusätzlich zur Befreiung vom Netzentgelt einen Sonderpreis von 5 ct/kWh. Unternehmen sollen im Gegenzug in Effizienz und Dekarbonisierung investieren.
Auch der Bundeszuschuss zu den Netzentgelten für 2026 hatte Einfluss. Dadurch sinken die Netzentgelte im bundesweiten Schnitt um etwa 17 %, was Millionen Haushalte bei den Stromkosten spürbar entlasten soll. Der Umfang fällt regional aber unterschiedlich aus.
Ein weiterer Einflussfaktor waren die kürzeren Tage und sinkenden Temperaturen: Durch den verstärkten Einsatz von Wärmepumpen stieg der Strombedarf. Dies zeigte sich in höheren Stundenstrompreisen während der Morgen- und Abendspitzen.
Zur besseren Abfederung dieser Lastspitzen und zur Verbesserung der Netzstabilität wurde der EPEX Spot im europäischen Day-Ahead-Markt im Oktober auf den 15-Minuten-Handel umgestellt, was reibungslos funktionierte.
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