Strom: Preise zum Jahresende stabil
Geplanter Industriestrompreis und Wintereffekte bewegen den Strommarkt im vierten Quartal.
Das Frontjahr für Strom (Base) an der EEX stieg Anfang Oktober auf über 88 €. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung stieg er Anfang November nochmals vorübergehend auf über 90 Euro. Bis zum Quartalsende bewegte sich der Strompreis dann seitwärts um ein Mittel von rund 85 Euro.
Der Anstieg im November war unter anderem auf die Ankündigung des Industriestrompreises zurückzuführen, der ab Januar 2026 die Stromversorgung der Industrie subventionieren soll. Die energieintensive Industrie soll zusätzlich zur Befreiung vom Netzentgelt für die Hälfte des Verbrauchs einen Sonderpreis von 5 ct/kWh erhalten. Unternehmen sollen im Gegenzug in Effizienz und Dekarbonisierung investieren.
Preistreibend wirkten außerdem die stetig steigenden Preise für die EU-Emissionsrechte, die zum Jahresende 2025 wieder nahe an die Höchststände in den letzten Jahren herankamen. Preisdämpfenden Einfluss auf den Strompreis hatten hingegen die milden Temperaturen, günstige Gaspreise zur Verstromung und eine hohe Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke.
Bei den Spotmarktpreisen zeigt sich die Wirkung der kürzeren Tage und der sinkenden Temperaturen: Der verstärkte Einsatz von Wärmepumpen trieb den Strombedarf und damit die Stundenstrompreise während der Morgen- und Abendspitzen in die Höhe.
Zur besseren Abfederung dieser Lastspitzen und zur Verbesserung der Netzstabilität wurde der EPEX Spot im europäischen Day-Ahead-Markt im Oktober auf den 15-Minuten-Handel umgestellt, was reibungslos funktionierte.
kostenlos







